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Sächsischer Wolf kostet nochmals Geld

Die Stadt Freital hat das Gelände an den Investor verkauft, muss nun aber Fördermittel zurückzahlen. Es geht um eine sechsstellige Summe.

Diese grüne Wiese war 1,2 Millionen Euro wert. Behalten kann die Stadt aber nicht den gesamten Erlös.
Diese grüne Wiese war 1,2 Millionen Euro wert. Behalten kann die Stadt aber nicht den gesamten Erlös. © Egbert Kamprath

Freitals attraktivste Brachfläche, der Sächsische Wolf, beschäftigt nicht nur das Stadtplanungsamt, sondern auch die Kämmerei. Denn nun geht es um viel Geld. Wie die Verwaltung kürzlich in der Stadtratssitzung erläuterte, wird eine Fördermittelrückzahlung fällig. Es geht um knapp 225.000 Euro.

Diese Summe muss die Stadt demnächst dem Land Sachsen überweisen. Der Hintergrund: Die Stadt hatte zwischen 2009 und 2013 mehrere alte Industriebetriebe abgerissen und die Oberflächen hergerichtet. Die Grundstücke wurden für eine spätere Bebauung zunächst freigehalten.

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Dazu gehört auch das etwa 22.500 Quadratmeter große Gelände an der Ecke Poisentalstraße/Dresdner Straße, der sogenannte Sächsische Wolf.

Bindungsfrist noch nicht ausgelaufen

Dort befanden sich zuletzt Gebäude und Anlagen des ehemaligen Betonwerkes Oevermann und der ehemaligen Lufttechnik und Metallbau GmbH. Für den Rückbau erhielt die Stadt damals rund 283.000 Euro Fördermittel.

Die Bindungsfrist betrug zehn Jahre und läuft in einem Fall Ende September 2021, im anderen Fall Ende Dezember 2023 aus. Weil die Stadt das gesamte Areal aber an einen Investor verkauft hat, muss sie nun anteilig die Fördermittel zurückzahlen. Der Kaufvertrag wurde im Dezember vergangenen Jahres unterzeichnet.

Der Stadtrat stimmte dem Verfahren zu. Die 225.000 Euro möchte man aus dem Verkaufserlös aufbringen. Die Stadt hatte für den Sächsischen Wolf rund 1,2 Millionen Euro erhalten.

Der Investor, die Firma HD Grundstück und Verwaltungs GmbH plant, dort ein Viertel für Geschäfte, Gastronomie, Büros und auch Wohnungen zu errichten.

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Der Investor legt einen Entwurf für den ehemaligen Sächsischen Wolf vor. Das sind die wichtigsten Eckpunkte des Projektes.

Dazu läuft derzeit ein sogenanntes Bebauungsplanverfahren. Ein Entwurf wurde kürzlich im Stadtrat vorgestellt. Mit dem Verfahren wird unter anderem festgelegt, wo im Gelände Gebäude, Straßen, Parkplätze, Wege und Grünanlagen entstehen. Im Bebauungsplan wird aber auch die Größe und Höhe sowie die Gestaltung der Gebäude vorgeschrieben.

Als Nächstes liegt der Entwurf öffentlich aus, sodass jeder Bürger Einsicht nehmen und sich schriftlich dazu äußern kann. Die Stadt nannte jetzt auch einen genauen Termin für die Auslegung. Sie findet vom 21. Juni bis 23. Juli statt.

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