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Freitals neues Stadtzentrum: Das ist geplant

Der Investor legt einen Entwurf für den ehemaligen Sächsischen Wolf vor. Das sind die wichtigsten Eckpunkte des Projektes.

Die Natur holt sich die Industriebrache in Freitals Mitte zurück. Nun gibt es aber neue Baupläne - auch zum Mitdiskutieren.
Die Natur holt sich die Industriebrache in Freitals Mitte zurück. Nun gibt es aber neue Baupläne - auch zum Mitdiskutieren. © Egbert Kamprath

Das Unkraut wächst, in diesem Mai bei viel Regen noch besser. Und während die Freitaler regelrecht zuschauen können, wie die Natur sich die Industriebrache an der Ecke Dresdner Straße/Poisentalstraße zurückerobert, fragen sich viele, wo denn nun Freitals versprochenes Stadtzentrum bleibt.

Jetzt gibt es Neuigkeiten vom Sächsischen Wolf, wie das knapp 22.400 Quadratmeter große Gelände im Volksmund heißt. Der Investor, die Firma HD, hat kürzlich den Entwurf für einen Bebauungsplan vorgelegt. In diesem werden unter anderem die Art und Weise der Bebauung, die Gebäudegestaltung, die Anlage von Fußwegen und Grünflächen, die Lage des Parkplatzes, aber auch die Nutzung der einzelnen Gebäude festgelegt.

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Wie wird das Gebiet aufgeteilt?

Der Investor plant zwei Gebäudekomplexe. Das größere der beiden Blöcke wird zwischen der Dresdner Straße und der Poisentalstraße errichtet. Entlang der Dresdner Straße soll es drei bis fünf Etagen hoch werden, an der Poisentalstraße zwei bis vier Geschosse erhalten. Im hinteren Bereich bleibt es ebenerdig. In diesem Gebäude soll großflächiger Einzelhandel einziehen, also beispielsweise ein Lebensmittelmarkt und ein Drogeriemarkt. Auch Gastronomie ist denkbar. Die oberen Etagen sollen für Büros, Praxen oder auch als Wohnraum genutzt werden.

Der Zweite Gebäudekomplex entsteht im hinteren Teil des Sächsischen Wolfes nahe der Weißeritz. Dort sollen kleine Läden, Fachhandel und Restaurants einziehen, in die darüberliegenden Geschosse Büros oder Praxen. Denkbar ist auch, dort einen Kindergarten einzurichten.

Wo kommt der Parkplatz hin?

Das neue Stadtzentrum soll großzügig auf den Autoverkehr ausgelegt werden. Es gibt zwei Zufahrten, jeweils eine von der Dresdner und eine von der Leßkestraße aus. Für den Anlieferverkehr wird zudem eine Fläche an der Poisentalstraße geschaffen.

In der Mitte des Stadtzentrums entsteht ein großer Parkplatz. Im Entwurf heißt es, das dieser Parkplatz mit einem Baum pro zehn Stellplätze begrünt wird. Wie viele Parkplätze angelegt werden, ist noch unklar, zumal im Entwurf steht, man prüfe noch eine Teilunterkellerung mit Tiefgarage.

© SZ Grafik

Was wird aus dem Stadtplatz?

Ziel der Stadt Freital war es immer, mit dem Bau des Stadtzentrums auch einen attraktiven zentralen Platz zu erhalten. Eine Art Markt und Flaniermeile, ein Treffpunkt für Jung und Alt, ein Hingucker zum Verweilen.

Dieser Stadtplatz soll nun an der Weißeritz angelegt werden, wo auch eine Brücke über den Fluss geschlagen wird. Sie führt in das Gelände, welches heute noch von der Firma Becker Umweltdienste genutzt wird. Hier soll zukünftig ein Wohngebiet entstehen.

Der Stadtplatz soll sich zum Fluss hin öffnen, dort entsteht auch ein Fußweg entlang der Weißeritz in Richtung Poisentalstraße. In die andere Richtung verläuft der Fußweg in Richtung Leßkestraße.

Wo entstehen Grünanlagen?

Grün ist die Farbe, welche im Entwurf eher selten vorkommt. Geplant ist, ein der Dresdner Straße eine Baumreihe zu pflanzen. Auch entlang des Fußwegs an der Poisentalstraße wird ein Grünstreifen angelegt.

Kleinere Grüninseln entstehen entlang des Parkplatzes und im Bereich der Zufahrt sowie zwischen dem Stadtplatz und der Anlieferzone. Auch entlang des Gehwegs in Richtung Leßkestraße wird ein Grünstreifen angelegt.

Wie geht es nun weiter?

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Der Entwurf wird öffentlich ausgelegt. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Die Stadtverwaltung peilt einen vierwöchigen Zeitraum in den Monaten Juni/Juli an. Liegt der Entwurf aus, kann jeder Einsicht nehmen und Bedenken, Anregungen oder Kritiken äußern. Diese werden dann abgewogen und gegebenenfalls in den Plan eingearbeitet. Anschließend ist der Stadtrat am Zug. Er muss dann die endgültigen Fassung beschließen. Steht die Satzung, kann der Investor in die Detailplanung gehen und anschließend einen Bauantrag einreichen.

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