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Freitaler Bierbrauer sucht Ideen für Etikett

Getränkehändler Alexander Frenzel möchte eine neue Sorte auf den Markt bringen. Wer zum Namen das passende Design liefert, kann etwas gewinnen.

Alexander Frenzel zeigt Pilsner in die Kamera. Ein Rotbier soll folgen - wenn ein schickes Etikett entwickelt ist.
Alexander Frenzel zeigt Pilsner in die Kamera. Ein Rotbier soll folgen - wenn ein schickes Etikett entwickelt ist. © Egbert Kamprath

Zwerge sind nicht nur kurzbeinige Sagengestalten, die in den Bergen nach Schätzen schürfen, sondern auch äußerst bieraffin. Da war es nur folgerichtig, dass der Freitaler Getränkehändler Alexander Frenzel auf die Idee kam, ein lokales Bier nach Rotkopf Görg zu benennen.

Das Getränk soll nach einem von Frenzel selbst kreierten Rezept gebraut werden. Es handelt sich um ein Rotbier, im internationalen Bierjargon auch als Red Lager oder Irish Ale bekannt. Weil die Sorte einen kräftigen rötlichen Farbton hat, musste Frenzel bei der Namensgebung schnell an die Freitaler Sagengestalt denken.

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"Ich lasse das Bier in einer sächsischen Brauerei herstellen. Alles ist vorbereitet, die Produktion kann starten", berichtet Frenzel. Die Brauer warten nur auf seinen Anruf. Doch es gibt noch einen offenen Punkt.

Rotkopf Görg als Namensgeber

Es fehlt ein Design für das Etikett. Frenzel berichtet, er habe mit einer Agentur Kontakt, die ihm mehrere Vorschläge für das Etikett lieferte. Zu sehen war der Rotkopf Görg als Silhouette. "Die Entwürfe sahen auch gar nicht so schlecht aus, aber das Richtige war noch nicht dabei", sagt er.

Deshalb rufe er nun alle Freitaler auf, ihm Vorschläge einzureichen. "Entwickeln wir doch gemeinsam ein Etikett", wirbt Frenzel. Einzige Bedingung: Auf der Flasche soll ein Rotkopf Görg zu sehen sein.

Jene Freitaler Sagengestalt war ein Musikant, der vor Jahrhunderten lebte. Eines Mitternachts wurde er auf dem Weg nach Hause von Zwergen abgepasst, die ihn in ein Zauberschloss unter den Windberg führten. Dort musste er bei einem großen Fest die ganze Nacht aufspielen. Die Zwerge schütteten ihm als Dankeschön glühende Kohlen in den Hut, die jener Rotkopf Görg zunächst ganz enttäuscht hinter sein Haus kippte. Am nächsten Tag aber hatten sich die Kohlen in Goldstücke verwandelt.

Das Bierbrauen in der Garage geübt

Um Kohle und Reichtum geht es Frenzel mit seinem Bier erst einmal nicht, sagt er. Vor Jahren überlegte er gemeinsam mit ein paar Freunden, was man wohl aus Freital für Freitaler anbieten könnte. Sie kamen auf die Bieridee. Frenzel besuchte Braukurse, kaufte sich eine kleine Versuchsanlage, die in die Garage passte, und begann zu experimentieren.

Zuerst entwickelte er ein Rezept für ein Pilsner. Es ist seit dem Herbst 2019 auf dem Markt, wird unter anderem in Frenzels eigenem Laden am Niederhäslicher Dorfplatz und bei Rewe auf der Dresdner Straße verkauft. Auch einige Freitaler Gastwirte haben das Windberg-Pilsner auf ihre Karte gesetzt.

Der Siegerentwurf wird prämiert

Nun soll als nächstes das Rotbier folgen. Alexander Frenzel hofft, dass sich einige kreative Freitaler auf seinen Aufruf hin melden. Er stellt sich einen Rotkopf Görg auf dem Label vor, unter dem Schriftzug Windberg-Brauerei. Auch eine Eule soll mit dabei sein. Das Tier ist quasi das Markenzeichen von Frenzels Brau-Initiative, weil sein Großvater einst Eulen auf dem Grundstück in Niederhäslich hielt.

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Der Getränkehändler versteht den Aufruf als kleinen Wettbewerb. Er ist gespannt, wie viele Vorschläge eingereicht werden und ob es ein Freitaler schafft, die ultimative Idee zu liefern. Der Siegerentwurf soll auf jeden Fall entlohnt werden. Nicht mit glühenden Kohlen, die sich in Goldbarren verwandeln. "Aber 100 Euro lobe ich aus", sagt Frenzel.

Kontakt über Getränkehandel Mierisch, Dorfplatz 20, 01705 Freital oder [email protected].

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