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Freital: Vandalismus im Freibad

Sie kletterten über den Zaun, rissen oder traten Laternen aus der Verankerung, schmissen Tische ins Wasser. Die Polizei ist den Tätern auf der Spur.

Unbekannte haben im Freitaler Freibad "Windi" randaliert und ihre Spuren hinterlassen.
Unbekannte haben im Freitaler Freibad "Windi" randaliert und ihre Spuren hinterlassen. © Technische Werke Freital

Still ruht der See. So scheint es. Doch der Frieden ist getrübt. Ende der vergangenen Woche kletterten Unbekannte über den Zaun des Freitaler Freibades "Windi". Sie hinterließen entlang ihres Weges eine Spur der Verwüstung. "Eine sinnlose Tat, die uns ärgert, Arbeit und Geld kostet", sagt Jörg Schneider, Geschäftsführer der Technischen Werke Freital (TWF), die das Bad betreiben.

Die Täter, vermutlich Jugendliche, sagt Schneider, rissen oder traten die kleinen Laternen am Treppenabgang aus ihren Verankerungen. Zudem sei eine Wasserleitung beschädigt worden. Auch einige Tische vom Imbiss warfen die Eindringlinge ins Becken, das bereits mit Wasser gefüllt ist. Zum Sachschaden kann Schneider noch nichts sagen. Aber: "Wir haben den Fall unserer Versicherung gemeldet."

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Außerdem geht es nun an die Reparaturen. Denn es ist zwar noch nicht klar, wann die Freibäder dieses Jahr öffnen dürfen, aber Freital will vorbereitet sein, wenn es soweit ist. "Die Elektriker haben sich die Laternen am Dienstag angeschaut", so Schneider. Jetzt werde entschieden, ob diese repariert werden können oder gänzlich neu angeschafft werden müssen. "Die Versicherung wird die Kosten übernehmen", sagt Schneider aus Erfahrung. Dafür steige dann möglicherweise die Prämie. Am Ende kommen also auf die TWF doch zusätzliche Kosten zu.

Bäder sind mit Alarmanlagen gesichert

Dass Leute außerhalb der Öffnungszeiten in Freitals Freibäder eindringen, komme hin und wieder vor. "Im Sommer haben wir immer mal wieder ungebetene Badegäste", sagt Jörg Schneider. Doch zum Glück käme das nicht so oft vor, zudem machten diese in der Regel nichts kaputt und außerdem gebe es wachsame Nachbarn. "Die rufen bei uns oder direkt bei der Polizei an."

Und er warnt mögliche Nachahmer: "Unsere Bäder sind auch mit Alarmanlagen ausgestattet." Wie genau diese funktionieren, sagt er natürlich nicht. Leider gebe es dennoch immer wieder Leute, die wie zuletzt Freitagabend in ein Bad eindringen und sinnlos Sachen zerstören. Doch auch für diese hat Schneider eine Warnung parat: "Wenn wir jemanden erwischen, vereinbaren wir in der Regel ein paar Arbeitsstunden." Das sei nützlich und helfe beiden Seiten.

Polizei ermittelt und sucht Zeugen

Und selbstverständlich ist auch im jüngsten Fall die Polizei informiert worden. Diese ermittelt wegen "gemeinschädlicher Sachbeschädigung", wie es im Amtsdeutsch heißt. Die Schäden wurden dokumentiert und Spuren gesichert. Zudem sucht die Polizei Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben und über die Täter und deren Vorgehen etwas sagen können. Auch Informationen zu an- und abfahrenden Fahrzeugen, die möglicherweise damit zu tun haben, seien für die Ermittlungen interessant.

Indes gehen die Vorbereitungen auf die Saison weiter. Denn die Hoffnung auf den Sommer hat noch keiner aufgegeben, auch wenn im Moment noch nicht absehbar ist, wann und in welcher Form geöffnet werden kann. Das Impfen gegen Corona kommt voran, die Infizierten-Zahlen werden sinken und der Sommer kommt bestimmt.

Zeugenhinweise zur Tat im "Windi" nehmen die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351 4832233 oder das Polizeirevier Freital 0351 647260 entgegen.

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