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39 neue Wohnungen für Freital

Die Wohnungsgesellschaft Freital plant seit Längerem einen Neubau an der Leßkestraße. Nun gibt es einen Namen für das Projekt und konkrete Pläne.

Noch Wiese, bald Wohnhaus-Baustelle: An der Leßkestraße entsteht ein Wohn- und Geschäftskomplex.
Noch Wiese, bald Wohnhaus-Baustelle: An der Leßkestraße entsteht ein Wohn- und Geschäftskomplex. © Egbert Kamprath

Noch ist hier, zwischen Weißeritz, Ärztehaus am Neumarkt und Leßkestraße eine Wiese. Die Grünfläche ist von geringem ökologischen Wert, interessanter ist allerdings ihre Lage: mitten im Zentrum und trotzdem etwas abseits, mit Ausblick auf den Windberg. Ein Filetstück, welches sich die Wohnungsgesellschaft Freital (WGF) vor Längerem gesichert hat. Das städtische Unternehmen plant, die Wiese zu bebauen. Nun stellt die WGF erstmals konkrete Pläne der Öffentlichkeit vor und einen Namen für das Projekt: Windbergterrassen.

Die Optik: abgestuft und der Landschaft angepasst

Die Windbergterrassen sollen nicht irgendein x-beliebiges Wohngebäude werden. Oberbürgermeister Uwe Rumberg, Aufsichtsratsvorsitzender der WGF, spricht von "einem tollen Projekt". Geschäftsführer Henryk Eismann sagt: "Wir wollen keinen Klotz auf die Wiese setzen, sondern ein Objekt mit einer gewissen Geschmeidigkeit."

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Geplant sind zwei Gebäude mit drei bis fünf Geschossen. Die Häuser sollen in ihrer Form abgestuft erbaut werden, also terrassenartig - daher der Projektname. Die höhere Gebäudeseite weist in Richtung Ärztehaus am Neumarkt, die niedrigere in Richtung Windberg. Es entstehen 39 Wohnungen mit insgesamt knapp 4.200 Quadratmeter Wohnfläche. Jede Wohnung soll über eine Terrasse verfügen.

"Wir wollen etwas zum Stadtbild beitragen", sagt Eismann. Auch der Oberbürgermeister spricht von einem Puzzleteil fürs neue Stadtzentrum mit Blick auf die Bebauung des Sächsischen Wolfs in nächster Nähe und des bereits sanierten Neumarktes. Die WGF möchte deshalb das Fassadendesign von einem Büro entwerfen lassen, welches auch schon beim Umbau des City Centers an der Ecke Dresdner Straße/Bahnhofstraße - ebenfalls in WGF-Besitz - mitgewirkt hat.

Die Einrichtung: Läden und Restaurant geplant

Es geht nicht nur um Wohnungen. Weil die Erdgeschossflächen, insbesondere die Seite direkt an der Leßkestraße, als nicht so gut vermietbar eingeschätzt werden, sollen in der untersten Etage Gewerbeeinheiten entstehen. Geplant sind fünf Ladengeschäfte auf insgesamt 1.200 Quadratmeter, davon eine größere für einen sogenannten Ankermieter. So werden Händler mit besonderer Zugkraft genannt, also beispielsweise eine bekannte Kette.

Zudem soll eine Gewerbeeinheit als Restaurant angelegt werden. "Das Gebäude soll Zentrumsfunktion haben", begründet Eismann und meint damit, dass die Windbergterrassen nicht nur dem Wohnen dienen, sondern die Freitaler anlocken sollen - zum Einkaufen oder ausgehen.

Zudem wird eine Tiefgarage mit 83 Stellplätzen für Mieter und Gewerbetreibende gebaut. Auf dem Grundstück entstehen zudem weitere Außenparkplätze, damit auch Kunden und Besucher dort parken können.

Die Kosten: Eigenkapital und Kredite nutzen

Billig wird das alles nicht. Die Wohnungsgesellschaft rechnet mit Baukosten von gut 15,5 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat hat sich dafür ausgesprochen, einen Kreditrahmen von bis zu neun Millionen Euro zu gewähren und die restlichen 6,5 Millionen Euro aus den eigenen Rücklagen aufzubringen.

Seitens der Stadtverwaltung heißt es nun, man schlage vor, die Grenze der Kredithöhe erst bei zwölf Millionen Euro zu ziehen, um mehr Spielraum zu haben. So könne man beispielsweise steigende Baukosten besser abfedern. Der Finanz- und Verwaltungsausschuss der Stadt schloss sich dem an und stimmte über die Beschlussvorlage ab. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde der Vorschlag angenommen.

Die öffentliche Toilette: versprochen und geplant

Als das Bauprojekt kürzlich im Finanz- und Verwaltungsausschuss vorgestellt wurde, tauchte die Frage nach der öffentlichen Toilette wieder auf. Zur Erinnerung: In Freital wird seit Langem diskutiert, im Bereich des Neumarktes ein WC zu errichten. Es gab dazu sogar schon eine konkrete Beschlussvorlage im Stadtrat, die aber aus Kostengrünen - es ging um 145.000 Euro - abgelehnt wurde.

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Zuletzt entstand die Idee, in dem WGF-Neubau eine öffentliche Toilette integrieren. Henryk Eismann bestätigte, dass im Erdgeschossbereich solch ein WC geplant sei. "Das kann man unauffällig dort mit einbauen", sagte er. Bis der Neubau und damit auch der Lokus stehen, vergehen aber noch zwei bis drei Jahre. Die Diskussion um das dringend benötigte öffentliche WC dürfte also nicht abreißen.

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