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Freitaler Weihnachtsmärkte im Corona-Jahr

Etwas Zeit bleibt noch, um ein gutes Konzept vorzulegen. Doch es ist schwierig im Corona-Jahr Veranstaltungen zu planen. Manche haben schon aufgegeben.

Der Freitaler Schlossadvent auf Burgk ist seit Jahren sehr beliebt. Menschen wie Schmied Matthias Sengenberger machen den Markt zu einem Erlebnis. Doch in diesem Jahr bekommt das Foto eine ganz besondere Symbolkraft. Keiner will sich am heißen Eisen der
Der Freitaler Schlossadvent auf Burgk ist seit Jahren sehr beliebt. Menschen wie Schmied Matthias Sengenberger machen den Markt zu einem Erlebnis. Doch in diesem Jahr bekommt das Foto eine ganz besondere Symbolkraft. Keiner will sich am heißen Eisen der © Karl-Ludwig Oberthür

Wer denkt jetzt schon an Weihnachten angesichts hochsommerlicher Temperaturen im Frühherbst? Wohl mehr Menschen, als man meint. Im Supermarkt schwitzen schon die Schokoweihnachtsmänner, in der Stadtverwaltung die Mitarbeiter. Sie machen sich Gedanken über die Märkte, die es in der Weihnachtszeit geben soll. Wie kann ein Hygienekonzept aussehen, das einerseits den Menschen nicht den Spaß verdirbt, andererseits aber auch für Sicherheit sorgt?

In Freital sehr beliebt ist der „Schlossadvent“ auf Burgk. „Momentan befinden wir uns in Gesprächen mit den für die Durchführung des Schlossadvents notwendigen Partnern“, heißt es dazu aus dem Büro des Oberbürgermeisters. „Eine Durchführung des Weihnachtsmarktes ist unter anderem auch davon abhängig, in welchem Umfang Maßnahmen zur Besucherlenkung und -begrenzung notwendig sind sowie auch von den Hygieneauflagen, um den Charakter des Marktes weitestgehend zu erhalten.“

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Klar scheint bereits zu sein, dass es nur Angebote im Freien geben soll. Kinderveranstaltungen im Steigersaal werden wohl nicht stattfinden. Zu groß scheint das Risiko zu sein, dass sich die Menschen dort zu nahe kommen. Doch wie lässt sich das im Freien vermeiden? Sehr wahrscheinlich ist, dass es eine Zugangsbegrenzung geben wird. Das heißt, es wird nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern aufs Gelände gelassen. Irgendwann ist es voll. Dann können nur neue Gäste hereingelassen werden, wenn jemand anderes den Weihnachtsmarkt verließe. Auch eine Reduzierung der Stände ist ein probates Mittel, um mehr Abstand zu schaffen.

Das alles sind Maßnahmen, die an anderer Stelle schon erprobt sind. Dennoch wartet die Stadt Freital mit einer endgültigen Zusage noch ab. „Eine finale Entscheidung wird in den kommenden Wochen getroffen, um im Fall der angestrebten Durchführung die notwendigen Vorbereitungsarbeiten leisten zu können“, heißt es dazu.

Potschappler Advent fällt aus

Eine schlechte Nachricht kommt für Familien und alle anderen, die gern den Potschappler Advent in der Alten Gaswerkhalle besuchen. Dort gibt es sonst ein buntes Bühnenprogramm in weihnachtlicher Atmosphäre. Leckereien und Basteltische, an denen die Kinder so manches Geschenk für ihre Eltern zaubern.

Dieses Jahr wird daraus leider nichts. Das bestätigen die Mitarbeiterinnen im Freitaler Koordinationsbüro für Soziale Arbeit, die an der Organisation immer beteiligt sind. Ausgestaltet wird der Markt sonst von Vereinen, Initiativen und Bildungseinrichtungen der Stadt Freital. Er ließe sich in diesem Jahr unter den Hygienevorschriften nicht sinnvoll veranstalten.

Anderes wird es aber geben. So ist die Stadt Freital wieder auf der Suche nach den vielen kleinen Veranstaltern, die in der Weihnachtszeit etwas auf die Beine stellen. Die Stadtverwaltung wird dazu wieder einen Flyer herausgeben, der über die vielfältigen Angebote und Veranstaltungen in der Advents- und Weihnachtszeit in Freital informieren soll.

Alle Einrichtungen und Veranstalter in Freital sind aufgerufen, ihre Angebote zum Thema Advent und Weihnachten bis zum 2. Oktober der Stadtverwaltung mitzuteilen. Das können Märkte, Konzerte, Lesungen, Filme, Ausstellungen, Führungen, Winterwanderungen, Kinderveranstaltungen oder Kreativangebote sein – eben alles, was von öffentlichem Interesse ist.

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Da wird trotz allem wieder eine lange Liste zusammenkommen. Das zeigt, es sind doch gar nicht so wenige, die sich im sonnigen Frühherbst schon Gedanken über Weihnachten machen.

Veranstaltungstermine sollten vorzugsweise per E-Mail gesendet werden an [email protected]

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