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Freitals Kitas: Darum herrschte Wirrwarr zu Abholregeln

Der Freistaat wollte erst auf offizielle Corona-Tests bestehen, dann kam die Kehrtwende. Im Freitaler Rathaus ist man frustriert.

Die Kita am Albertschacht war von dem Regel-Chaos ebenso betroffen wie weitere neun Einrichtungen der Stadt.
Die Kita am Albertschacht war von dem Regel-Chaos ebenso betroffen wie weitere neun Einrichtungen der Stadt. © Karl-Ludwig Oberthuer

Erst nur mit Test, dann wieder ohne - innerhalb von wenigen Tagen änderte die Stadt Freital zweimal ihre Regeln in den Kitas. Es betraf um die 2.700 Kinder. Viele Eltern sind inzwischen derart verunsichert, dass sie ihren Ärger bei Facebook Luft machten. Es war von "Rumgeeiere" und "Chaoskonzept" die Rede.

Ausgelöst wurde der Ärger Ende vergangener Woche. Weil der Freistaat angekündigt hatte, aufgrund der bundesweiten Corona-Schutzverordnung den Zugang zu den Kitas auf getestete Personen zu beschränken, musste die Stadt reagieren.

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Die Verwaltung informierte deshalb am Donnerstagnachmittag alle Eltern, dass ab diesen Dienstag nur noch negativ in Testzentren getestete Personen die Gebäude betreten dürften. Wer keinen Test, der nicht älter als 72 Stunden sein sollte, vorlegen könnte, sollte sein Kind im Außenbereich abgeben. Selbstauskünfte wie bisher durften nicht mehr anerkannt werden.

Viel Arbeit für nichts

"Wir haben für alle Kitas feste Bring- und Abholzeiten eingerichtet. Das war eine Menge Arbeit", berichtet Stadtsprecher Matthias Weigel. Zudem sollten Wartezonen im Außenbereich für die ungetesteten Eltern eingerichtet werden. Immerhin geht es um zehn Kindergärten und Krippen, die in städtischer Hand sind.

Doch dieser Aufwand war umsonst. Denn am späten Freitagnachmittag veröffentlichte der Freistaat seine angepasste Schutzverordnung. Darin stand dann nichts mehr von einer Testpflicht beim Bringen oder Abholen der Kinder.

Also Kommando zurück - jeder kann sein Kind ohne Test bringen und abholen. Darüber informierte die Stadtverwaltung am Sonntagnachmittag.

Rathaus braucht Vorlauf

Im Rathaus ist man von dem Regel-Chaos ebenso genervt wie viele Eltern. "Wir konnten nicht bis zum Freitagabend auf die neue Verordnung warten, sondern wollten die Eltern vorher informieren, sonst hätte es am Dienstag ein Problem in den Kitas gegeben", erläutert Weigel weiter.

Niemand konnte zu dem Zeitpunkt ahnen, dass der Freistaat selbst zurückrudert.

Um die Bringe- und Abholregelungen gibt es seit Wochen Gezerre. Bis vergangene Woche galt noch, dass Eltern einen Test, dazu zählten auch Selbsttests, vorlegen konnten. Nun ist die Testpflicht komplett aufgehoben.

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