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Freital streicht den Schlossadvent

Die Stadt sagt den beliebten Weihnachtsmarkt ab - die Planungssicherheit ist nicht gegeben. Ausfallen muss auch eine andere Tradition.

Keine Weihnachtsstimmung in diesem Jahr: Der Schlossadvent fällt definitiv aus.
Keine Weihnachtsstimmung in diesem Jahr: Der Schlossadvent fällt definitiv aus. © Andreas Weihs

Viele Freitaler hatten es bereits gefürchtet, nun steht es fest: Es wird in diesem Jahr keinen Advent auf Schloss Burgk geben. Das teilte die Stadtverwaltung im Verlaufe des Mittwochs mit. Als Grund nannte sie die derzeitige Unsicherheit, wie es nach dem 30. November mit den Corona-Verordnungen weitergehen soll.  

„Trotz unserer intensiven Bemühungen, den Weihnachtsmarkt mit entsprechendem Hygienekonzept stattfinden lassen zu können und allen Beteuerungen aus der Politik vor wenigen Wochen, dass es Weihnachtsmärkte geben wird, bleibt uns an der Stelle leider nur, die Veranstaltung auf Schloss Burgk abzusagen“, erklärte Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

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Planung wegen Corona zu unsicher

Seit vielen Jahren veranstaltet die Stadt den Weihnachtsmarkt immer an den ersten beiden Adventswochenenden. Das wäre in diesem jahr der 28. und 29. November sowie der 5. und 6. Dezember gewesen. Nachdem er viele Jahre auf dem Neumarkt in Döhlen  und später auf dem Platz des Handwerks in Potschappel stattgefunden hatte, wurde der Markt auf Wunsch vieler Einheimischer schließlich ins Schlossgelände verlegt. 

Das Ambiente in dem kleinen Innenhof traf den Geschmack vieler Besucher - der Markt konnte sich dort etablieren. Zwar war das Angebot mit einigen Imbissständen, einer kleinen Auswahl an Kunsthandwerk und Geschenkartikeln sowie einigen Handwerksvorführungen und einem Kinderkarussell überschaubar. 

Gemütlich und familiär - nicht bei Corona

Was aber ankam, war die nahezu intime Atmosphäre. Der Markt war vor allem ein Anlaufpunkt der Freitaler, die sich hier auf einen Glühwein und eine Bratwurst trafen. Und dementsprechend voll, wenn es auf den Spätnachmittag zuging.

Unabhängig davon, ob die derzeit geltenden strengen Corona-Regeln ab dem 1. Dezember gelockert werden, dürfte allen klar sein: So einen Weihnachtsmarkt wird es dieses Jahr nicht geben. Wenn überhaupt. Die Stadtverwaltung, die mit Händlern und Künstlern bereits langfristig Verträge abgeschlossen hatte, will jetzt nicht weiter pokern. "Einerseits lässt die derzeitige Verordnung ausdrücklich keine Weihnachtsmärkte bis einschließlich 30. November 2020 zu. Andererseits machen die derzeitigen Einschränkungen und die damit verbundene unsichere Planung eine Organisation für das zweite Adventswochenende unmöglich", heißt es aus dem Rathaus.

Keine Weihnachtsschau im Schloss Burgk

Und das betrifft nicht nur den Weihnachtsmarkt. Ausfallen muss auch die traditionelle Weihnachtsausstellung in den Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk, die sich jährlich zahlreicher begeisterter Besucher erfreut. Die Schau wird ebenso aufgrund der geltenden Einschränkungen gänzlich abgesagt. Auch einen späteren Start - ursprünglich war der erste Advent geplant - soll es nicht geben. "Das ist in der erwarteten Qualität nicht durchführbar, da unter anderem Leihgaben in der jetzigen Situation nicht verfügbar sind oder eine Öffnung auch im Dezember nicht garantiert werden kann", teilt die Museumsleitung mit.

Im Rathaus ist man wegen dieser Entwicklung sehr traurig. In den Schlossadvent und auch die Adventsschau sind bereits viele Vorbereitungsstunden geflossen und auch einige finanzielle Mittel. „Wir haben wirklich alles versucht und viel Aufwand betrieben, um in diesen unruhigen Tagen den Freitalern, Gästen und natürlich auch den Anbietern wenigstens etwas von der gewohnten weihnachtlichen Vorfreude bieten zu können", sagt der Oberbürgermeister. Bedauerlicherweise sei das in der derzeitigen Lage nicht möglich. "Ich hoffe wirklich sehr, dass sich die Situation baldmöglichst ändert und Wege gefunden werden, der Gesellschaft ihre gewohnten Freiheiten trotz Corona zurückzugeben“, wünscht sich Uwe Rumberg.

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