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Was taugt das Freitaler Stadtspiel?

Freital hat ein Spiel herausgebracht, das dazu ermutigen soll, die Stadt zu entdecken. Doch macht das Spaß? Volontärin Angelina Sortino hat es getestet.

SZ-Volontärin Angelina Sortino testet das Freitaler Stadtspiel. An der Denkmalhalle versucht sie ein Rätsel zu lösen.
SZ-Volontärin Angelina Sortino testet das Freitaler Stadtspiel. An der Denkmalhalle versucht sie ein Rätsel zu lösen. © Egbert Kamprath

Wenn es eine Person gibt, die es nötig hat, die Stadt Freital mal ein bisschen genauer zu erkunden, dann bin ich das. Da ich erst vor einem Monat angefangen habe, für die Lokalredaktion in Freital zu arbeiten, könnte ich meine Ortskenntnisse definitiv noch verbessern.

Also habe ich mir das Spielheft besorgt, das Freital anlässlich seines hundertsten Stadtgeburtstags veröffentlicht hat und das helfen soll, die Stadt zu entdecken. Das Spiel gibt es seit dem 8. Juli im Bürgerbüro, der Stadtbibliothek, an der Museumskasse auf Schloss Burgk oder online für 2 Euro zu kaufen. Inhaber der Freitaler Familiencard erhalten das Heft gegen Vorlage des Coupons aus dem Carli-Flyer an den Ausgabestellen kostenfrei. Der Flyer wird allen Familien mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, die in Freital wohnen, zugeschickt.

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"Willibald entdeckt Freital" steht auf dem kleinen Büchlein, das mit einem Zwerg bedruckt ist. Die Sagengestalt vom Windberg nimmt den Leser mit auf die Reise durch Freital. Es gilt Rätsel zu lösen und Stempel einzusammeln. Dafür muss der Spieler verschiedene Stationen in Freital besuchen. Wenn 15 Antworten oder Stempel eingesammelt wurden, kann man sich eine kleine Belohnung an den Ausgabestellen abholen.

Spiel richtet sich an Familien

Ich beschließe, mir zuerst die Friedenskapelle anzuschauen. Meine Aufgabe hier ist es, die Treppenstufen zum neuen Glockenstuhl zu zählen. Durch den Text im Heft erfährt man dabei allerhand spannendes über das Gebäude, beispielsweise, dass es das kleinste Gotteshaus der Stadt ist. Ein etwas größeres sehe ich mir im Anschluss an. Das Spielheft verlangt nämlich, dass ich die Tafeln in der Denkmalhalle neben der Lutherkirche zähle.

Meine dritte Station ist das König Albert Denkmal. Das Rätsel, das mich nach dem Namen des Königs fragt, zu dessen Gedenken es erbaut wurde, kommt mir angesichts des Namens etwas lächerlich vor. Allerdings bin ich als 26-Jährige wohl auch nicht die Zielgruppe des Spiels. Es richtet sich insbesondere an Familien mit kleineren Kindern. Der kleine Spaziergang zum Denkmal ist aber auch für Erwachsene entspannend und die Aussicht vom Denkmal aus sehr schön.

Auch mit 26 Jahren kann man sich noch über einen goldenen Stempel freuen. Foto: Angelina Sortino/SZ
Auch mit 26 Jahren kann man sich noch über einen goldenen Stempel freuen. Foto: Angelina Sortino/SZ © Angelina Sortino/SZ

An meiner vierten Station, dem Schloss Burgk, gilt es kein Rätsel zu lösen, stattdessen kann man sich an der Museumskasse einen schicken, goldenen Stempel geben lassen. Ich bin nicht die erste Spielerin, die hier vorbeikommt. Museumsmitarbeiter Jörg Schlegel sagt: "Es waren bestimmt schon drei Leute da. Mal schauen, wie sich das weiterentwickelt. Bis jetzt habe ich aber das Gefühl, dass das Spiel gut angenommen wird." Um einen Stempel zu erhalten, ist kein Besuch des Museums nötig, denn für die Spieler sollen keine weiteren Kosten anfallen.

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Allerdings frage ich mich, ob es Kindern wirklich Spaß bereitet, sich in Freizeiteinrichtungen wie "Oskarshausen" oder dem "Hains" nur kurz einen Stempel abzuholen. Auch sie sind als Stationen im Spiel vorgesehen. Vermutlich will der Nachwuchs dort dann aber auch spielen beziehungsweise baden, bevor es weitergeht. Wer kein Geld ausgeben will, sollte deshalb vermutlich eher auf die Rätselstationen setzen, denn sie führen eher zu schönen Bauten und Sehenswürdigkeiten. Dann kann man mit dem Stadtspiel einige Sommerferientage mit der Familie unterhaltsam und sinnvoll füllen.

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