merken
PLUS Freital

Weißeritztalbahn fährt auch im Lockdown

Eine der wenigen Möglichkeiten für einen Wochenendausflug bietet eine Fahrt mit der „Bimmel“. Sie darf unter besonderen Bedingungen starten.

Familie Müller und Familie Grimm sind fürs Foto kurz zusammengerückt. Ansonsten hatten sie aber am Samstag viel Platz im Wagen bei ihrer Fahrt mit der Weißeritztalbahn.
Familie Müller und Familie Grimm sind fürs Foto kurz zusammengerückt. Ansonsten hatten sie aber am Samstag viel Platz im Wagen bei ihrer Fahrt mit der Weißeritztalbahn. © Karl-Ludwig Oberthür

Zwei Familien, ein Ziel: Wenigstens etwas Abwechslung finden in der Corona-Zeit wollten die Müllers und die Grimms. Dafür nutzten sie mit ihren Kindern am Wochenende die Weißeritztalbahn. Sie bietet auf ihrer Strecke zwischen Freital-Hainsberg und Kipsdorf im Moment eine der wenigen Möglichkeiten überhaupt zur Freizeitgestaltung. Denn die „Bimmel“ darf fahren. Wie ist das möglich?

Die historische Schmalspurbahn dient zwar fast ausschließlich touristischen Zwecken, sie gehört aber zum Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) und damit offiziell zum öffentlichen Nahverkehr. Sie ist also keine Freizeiteinrichtung, die wegen der im November erneut verschärften Corona-Beschränkungen schließen musste. Im Zug gelten natürlich auch die Vorschriften wie überall im ÖPNV - Maske tragen ist Pflicht.

StadtApotheken Dresden
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da

Die Stadt Apotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Da das bei einem Ausflug am Wochenende offenbar vielen Menschen nicht so viel Freude bereitet, hatten die zwei Familien den Wagen mehr oder weniger für sich – fürs Foto sind sie dann aber doch etwas zusammengerückt.

Die Strecke ist wieder frei

Die Strecke der Weißeritztalbahn ist seit Samstag wieder in vollem Umfang befahrbar. „Alle Maßnahmen zur Ertüchtigung der Strecke konnten planmäßig fertiggestellt werden“, heißt es dazu in einer Pressemittelung der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), die die Weißeritztalbahn betreibt. „Die erforderlichen Gleisbauarbeiten wurden bereits während der Einstellung des Zugverkehrs aufgrund des Lockdowns im April/Mai durchgeführt“, sagt SDG-Sprecherin Kati Schmidt. Jetzt in der November-Sperrung seien lediglich notwendige Grünschnitt-Arbeiten ausgeführt worden, um weiterhin einen sicheren Zugverkehr zu gewährleisten.

Denn trotz der Absage des befahrbaren Weihnachtsmarktes „Bimmelbahn & Lichterglanz“ wird der Zugverkehr im Advent sogar noch erweitert. „Wir freuen uns, dass wir unseren Fahrgästen an den Adventswochenenden mit täglich vier Dampfzügen bis Kipsdorf und einem zusätzlichen Umlauf bis Dippoldiswalde einen weihnachtlichen Ausflug mit der Bimmelbahn ermöglichen können“, sagt Kati Schmidt. „Am ersten Advent fährt auch der Nikolaus mit“, verspricht sie. Eine Anmeldung für diese Fahrten sei nicht notwendig. Jeder könne am Bahnhof eine Karte kaufen und mitfahren, so wie das in allen Verkehrsmitteln des VVO üblich ist.

Extrafahrten im Advent

Aufgrund des Lockdowns im Frühjahr hat die SDG, die auch die Lößnitzgrundbahn und die Fichtelbergbahn betreibt, dieses Jahr schon erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Zu konkreten Zahlen will sich die Geschäftsführung allerdings erst äußern, wenn das Jahresergebnis vorliegt.

Weiterführende Artikel

Preis für „Bimmelbahn und Lichterglanz“

Preis für „Bimmelbahn und Lichterglanz“

Der längste befahrbare Weihnachtsmarkt Deutschlands geht 2020 in die zweite Runde. Dafür gibt es jetzt 30.000 Euro extra.

Wächst die Malter zu?

Wächst die Malter zu?

Mancher Fahrgast der Weißeritztalbahn wünscht sich an der Talsperre einen freien Blick aufs Wasser. Doch es gibt Gründe, die dagegen sprechen.

Bis dahin hofft der Betreiber im Advent noch möglichst viele Fahrgäste anzulocken, wenngleich die Wagen natürlich auch nur begrenzt Platz bieten. Denn unter Corona-Bedingungen sollen sich die Fahrgäste, auch wenn sie Maske tragen, möglichst nicht drängeln. Dieses Problem gab es am vergangenen Wochenende auf jeden Fall nicht. Die Züge waren eher mäßig gebucht, keinesfalls aber zu voll. Familie Müller und Familie Grimm hatten also genau die richtige Idee für ihre kleine Abwechslung im Corona-Alltag.

Mehr Nachrichten aus Dippoldiswalde und Umgebung lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Freital und Umgebung lesen Sie hier.

Täglichen kostenlosen Newsletter bestellen.

Mehr zum Thema Freital