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Freital hat jetzt eine "Kuchenbude"

In Potschappel hat ein Café nach Langem wiedereröffnet - unter neuem Namen und mit frischen Ideen.

Franziska Thiele serviert in der Potschappler Kuchenbude Selbstgebackenes.
Franziska Thiele serviert in der Potschappler Kuchenbude Selbstgebackenes. © Egbert Kamprath

Es gibt Mandarinen-Joghurt-Torte, daneben steht leckerer Pflaumenkuchen und Apfel mit Streusel. "Alles selbst zubereitet", wirbt Franziska Thiele und holt das Tortenblech aus dem Tresen. Noch ist das süße Kunstwerk nicht angeschnitten - der Tag in der "Kuchenbude" hat gerade erst begonnen. 

Was etwas flapsig klingt, ist ein neues Café in Potschappel. Wobei es eigentlich gar nicht ganz neu ist. An der Ecke Dresdner Straße/Wilsdruffer Straße gab es jahrelang das Eis-Café Amarena. Zuletzt hatte es arg an Zuspruch verloren und schloss schließlich ganz. 

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Dieses Eckhaus aus der Gründerzeit in Freital-Potschappel ist ein traditionsreicher Café-Standort.
Dieses Eckhaus aus der Gründerzeit in Freital-Potschappel ist ein traditionsreicher Café-Standort. © Egbert Kamprath

Das ist jetzt gut drei Jahre her. Nun ist das Eis-Café wieder da - unter neuer Führung und neuem Namen. "Wir haben lange nach einer guten Bezeichnung gesucht. Wir wollten nichts Beliebiges und auch keinen italienischen Namen." Als jemand aus dem Freundeskreis von einer "Kuchenbude" sprach, war die Idee da.

Hinter dem Wir verbirgt sich das Team vom Burgerwerk an der Dresdner Straße in Potschappel. Franziska Thieles Partner betreibt es seit April 2019. "Ich bin aber mehr der süße Typ. Deshalb hatten wir im Burgerwerk auch in den Nachmittagsstunden Kaffee und selbstgebackenen Kuchen im Angebot", erzählt die gelernte Restaurantfachfrau. Doch so richtig funktionierte der kulinarische Spagat nicht - letztendlich kamen die Leute eben doch wegen der Burger in das Bistro.  

Alles selbst hergestellt

Nun startet das Burgerwerk-Team das Café sozusagen als süßen Ableger. Die Erfolgsaussichten dürften nicht so schlecht sein. Direkt in Potschappel gibt es nur noch eine Bäckerei mit Café - gegenüber der Postbank gelegen. Alle anderen Bäcker sind verschwunden. Zuletzt schloss Meister Sten Langholtz aus dem Poisental seine Filiale neben der Sparkasse. Prompt fragten Leute in der "Kuchenbude" nach, ob man denn nicht auch Brot und Brötchen verkaufe. Franziska Thiele lächelt und schüttelt den Kopf. "Wir sind erst einmal ein klassisches Café."

Hier gibt es neben den Kuchen- auch Kaffeespezialitäten und selbstgemachtes Eis. Weil die "Kuchenbude" auf regionale Produkte setzt, bezieht sie den handgerösteten Kaffee von der Dresdner Rösterei Kaffanero. Die Zutaten fürs Eis und auch das notwendige Know-how holt man sich ebenfalls aus der Landeshauptstadt und arbeitet mit der Firma Martini zusammen. "Da lerne ich noch. Aber ich habe schon viele Ideen, das Sortiment zu erweitern. Eistorten zum Beispiel." 

Überhaupt würden in ihrem Kopf viele Gedanken herumgeistern, um das Geschäft auszubauen und auch das Café nach und nach umzugestalten. "Ich bin sehr kreativ und überlege ständig, was man noch alles machen kann."

Einrichtung mit viel Elan entstaubt

Zunächst einmal geht es dem Burgerwerk-Team darum, die Adresse wieder zu einem beliebten Anlaufpunkt zu machen. Einfach waren die Vorbereitungen nicht. Mehrere Wochen verhandelten sie mit dem Eigentümer wegen der Pacht und steckten dann viel Elan in die verstaubte Einrichtung. Es wurde geputzt, gemalert, gewerkelt. 

Dabei halfen Freunde und Bekannte. Auch die Technik musste erst einmal gründlich gewartet und wieder gängig gemacht werden. Für die Terrasse bliebt da zunächst keine Zeit - die Freiluftsaison ist ohnehin vorbei. "Aber im nächsten Jahr machen wir das mit neuer Bepflanzung auch noch alles schick", verspricht Franziska Thiele.

Geöffnet ist vorerst von Dienstag bis Sonntag, immer von 11 bis 17.30 Uhr. Eis und Kuchen werden auch außer Haus verkauft. Wenn die Betreiber mit dem Backen nicht hinterherkommen, erhalten sie Unterstützung von einer jungen Freitaler Bäckerin. "Die kann noch ganz andere Sachen. Eine Schwarzwälder Kirschtorte zum Beispiel - die mute ich mir dann doch nicht selbst zu." 

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