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Ein Neuling in der Namens-Hitliste

In Landkreis wurden im vergangenen Jahr 986 Kinder geboren. Es gab sechs Zwillingspärchen und einen Aufsteiger in die Liste der beliebtesten Vornamen.

Von Annett Heyse
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Freitals Neujahrsbaby ist - ein Mädchen: Mia Rosmarie wurde am 1. Januar geboren und kuschelt hier Mutter Nicole Voigtmann.
Freitals Neujahrsbaby ist - ein Mädchen: Mia Rosmarie wurde am 1. Januar geboren und kuschelt hier Mutter Nicole Voigtmann. © Egbert Kamprath

Die Wunderkerzen konnte Marie-Luise Heinke um Mitternacht noch abbrennen. Das hatte sie ihrer zweieinhalbjährigen Tochter Emma Sophie versprochen. Doch dann musste ihr Partner David Seidel die werdende Mutter ganz schnell von Dohna ins Helios Klinikum Pirna fahren. „Die Wehen waren schon sehr stark“, beichtet Marie-Luise Heinke.

Exakt um 4.09 Uhr kam Thea Marie als erstes Baby am Neujahrstag 2022 zur Welt. Die kleine Thea Marie hat es im Pirnaer Geburtenbuch 2022 nun an die erste Stelle gebracht. Sie bringt 3.265 Gramm auf die Waage und ist 49 Zentimeter groß. "Künftig feiert die gesamte Welt mit ihr in den Geburtstag hinein", freut sich auch Klinik-Sprecherin Birte Urban-Eicheler.

Die Erste im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge war in diesem Jahr ein Mädchen: Thea Marie kam um 4.09 Uhr im Helios Klinikum Pirna auf die Welt.
Die Erste im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge war in diesem Jahr ein Mädchen: Thea Marie kam um 4.09 Uhr im Helios Klinikum Pirna auf die Welt. © Helios Klinikum Pirna

Im vergangenen Jahr waren es zwei Jungs - Artur und Mika -, die im Landkreis als Neujahrsbabys auf die Welt kamen, der eine in Freital, der andere in Pirna.

Dieses Jahr übernahmen wieder die Mädchen: Nach Thea Marie kam um 19 Uhr abends das Freitaler Neujahrsbaby 2022 auf die Welt, die kleine Mia Rosmarie. Auch sie misst 49 Zentimeter, bringt aber schon 3.630 Gramm auf die Waage.

Geburtenzahlen sinken weiter

In den zwölf Monaten dazwischen war in den Kreißsälen der beiden Geburtskliniken im Landkreis - der Helios Weißeritztalklinik und dem Klinikum Pirna - ebenfalls reger Betrieb.

Insgesamt kamen im Landkreis im vergangenen Jahr 986 Mädchen und Jungen zur Welt. Das ist nach der Geburtenstatistik von 2020 mit 1.117 Kindern und den Zahlen von 2019 mit 1.143 Kindern allerdings ein deutlicher Rückgang.

In Pirna kamen 638 Babys auf die Welt - 2020 waren es noch 710 Kinder gewesen. Auch im Jahr 2021 hatten die Jungs in Pirna wieder die Nase vorn: Insgesamt wurden 328 Jungs und 310 Mädchen geboren. Insgesamt gab es fünf Zwillingsgeburten.

Die letzte Geburt ging nur wenige Stunden vor dem Jahreswechsel über die Bühne: Ein kleiner Jannik kam am Silvestertag um 17.52 Uhr in Pirna auf die Welt.

In Freital ging die Zahl der Entbindungen ebenfalls weiter zurück. 348 Kinder, darunter ein Zwillingspärchen, wurden geboren. Im Jahr 2020 lag die Zahl der Geburten noch bei 410. Wie in Pirna war es in Freital ein Jungenjahr: 179 Jungs und 169 Mädchen erblickten in der Weißeritztal-Klinik das Licht der Welt.

Sieben Entbindungen an einem Tag

Die meisten Pirnaer Kinder im Jahrgang 2021 können zukünftig mitten im Sommer zur Geburtstags-Grillparty einladen. Als geburtenreichster Monat am Klinikum geht der August in die Statistik ein, in dem 69 Kinder das Licht der Welt erblickten. Das sind im Schnitt zwei Geburten täglich gewesen.

Als stressigster Tag dürften den Hebammen aber der 23. Juli und der 10. September in Erinnerung bleiben - an beiden Tagen kamen jeweils sieben Kinder auf die Welt. Der Monat mit den wenigsten Geburten war der Februar mit gerade einmal 42 Entbindungen. In Freital war der Oktober 2021 ein arbeitsreicher Zeitraum auf der Geburtenstation. 35 Kinder wurden geboren.

Chefarzt Dr. Fakher Ismaéel - zuständig für die Gynäkologie und Entbindungsstation in beiden Kliniken - blickt trotz des erneuten Geburtenrückgangs zuversichtlich auf die Bilanz. „Wir freuen uns sehr über das große Vertrauen so vieler Frauen. Unser Team ist auch in dieser Zeit sehr bemüht, jungen Familien den bestmöglichen Start in das gemeinsame Familienglück zu ermöglichen.“

Trotz der aktuellen Besuchseinschränkungen dürfen weiterhin die Partner bei der Geburt dabei sein. Um größtmögliche Sicherheit zu schaffen, werden vor der Aufnahme auf der Geburtsstation sowohl die werdenden Mütter als auch die Begleitpersonen getestet.

Mia und Finn wieder ganz vorn

Der beliebteste Name für den Nachwuchs der Pirnaer Eltern sind Emma und Finn. Beide Namen wurden jeweils achtmal vergeben. In Freital dagegen müssen sich die Emmas mit Rang zwei begnügen. Hier ist wie schon in den Vorjahren Mia der Sieger, bei den Jungen kam Karl auf Platz eins.

Zu den Vornamens-Favoriten im gesamten Landkreis gehören weiterhin die Mädchennamen Lea und Leni, Amelie und Emily, Lilly und Luise. Die Jungs werden gerne Emil und Kurt, Leo, Matteo und Ole genannt.

In Pirna hat es zudem ein bisher eher unbedeutender Name in die Top-Drei geschafft: Gleich sechsmal nannten Eltern ihre Söhne Henning. Der altdeutsche Name bringt es damit zum Aufsteiger des Jahres.