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Freitals größte Reinigungsfirma umgezogen

Der Firmensitz von Kreher und Partner Gebäudereinigung befindet sich jetzt an der Dresdner Straße 357. Ganz klein gestartet, arbeiten dort jetzt 200 Menschen.

Die Firma Kreher & Partner ist umgezogen. Geschäftsführer Veit Schmieder vor dem Firmensitz.
Die Firma Kreher & Partner ist umgezogen. Geschäftsführer Veit Schmieder vor dem Firmensitz. © Karl-Ludwig Oberthuer

Ohne die rund 200 Mitarbeiter der Gebäudereinigungsfirma Kreher und Partner aus Freital wären viele Häuser, Geschäfte und Schulen ziemlich schmutzig. Das Unternehmen sorgt unter anderem in den Räumen der Technischen Werke Freital, im Freizeitzentrum Hains, den Edelstahlwerken, in Kindergärten und Schulen sowie Geschäften wie Globetrotter und dem Kaufhaus Eder auf der Prager Straße in Dresden für Sauberkeit in allen Ecken.

Jetzt ist die Firma umgezogen und freut sich zudem über ihr 25-jähriges Bestehen.

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"Mama war die erste Angestellte."

Geschäftsführer Veit Schmieder erzählt gegenüber Sächsische.de, dass er nie geplant habe, eine Gebäudereinigungsfirma zu gründen. Alles sei Zufall gewesen: "Ich komme ursprünglich aus Freital, wohnte aber eine Zeit lang in den alten Bundesländern. Als ich zurückkam, meldete ich den Gewerbeschein am 9. November 1995 an, nachdem ich eine Messe besucht hatte", erzählt er. Dort sei er auf die Idee gekommen, sich einer Franchise-Kooperation anzuschließen. "Ich habe einfach losgemacht", erinnert sich der Geschäftsführer.

"Bis 1999 trugen wir den Namen Awell und waren bis 1996 nur zu zweit - meine Mutter als Angestellte und ich", sagt Veit Schmieder. Sein erster Auftrag war die Baureinigung des Neubaus der Ostsächsischen Sparkasse in Kesselsdorf gewesen. 1996 habe er dann eine Reinigungsfirma aus Freital mit reichlich 30 Angestellten übernommen. Die Inhaber seien nach Kanada ausgewandert.

Im Jahr 2000 übernahm er dann bereits die Firma Kreher und formierte diese um. Seither nennt sich sein Unternehmen Kreher und Partner. Neben Veit Schmieder ist auch Thomas Kreher als Geschäftsführer in dem Unternehmen tätig.

"Arbeit ist genug da - nur Mitarbeiter nicht."

Seit der Gründung ist die Firma stetig gewachsen. Dies führt Veit Schmider auch auf die Zuverlässigkeit zurück. "Durch den stetigen Auftragszuwachs und den Bekanntheitsgrad haben wir es geschafft jetzt 200 Menschen zu beschäftigen. Etwas 20 Prozent davon sind Minijobber, aber der Rest Festangestellte in Voll-oder Teilzeit", sagt Schmieder.

Nach neuen Mitarbeitern - auch in Festanstellung- suche er immer, vor allem für die Unterhaltsreinigung sowie die Glasreinigung. Die Stunden-Löhne lägen dabei mit 11,11 Euro höher als der Mindestlohn, betont Schmieder.

Die Corona-Situation habe in seinem Unternehmen bislang keine großen Spuren hinterlassen: "Im Prinzip haben wir uns etwas umgestellt und auch bei uns sind Mitarbeiter in Kurzarbeit, weil die Kindergärten und Schulen geschlossen sind, doch die Aufträge sind weiterhin da", sagt der Freitaler Geschäftsführer. Bislang hätten keine Kunden gekündigt. Stattdessen wurden Aufträge vorgezogen, zum Beispiel Grundreinigungen und Glasreinigungen.

Vor allem um die Gastronomie mache er sich aber Sorgen, denn auch aus diesem Bereich habe er Kunden: "Wir hoffen sie können alle durchhalten", wünscht sich Veit Schmieder.

"Corona bot uns neue Möglichkeiten"

Die Corona-Situation hat bei der Kreher und Partner Gebäudereinigung ganz neue Türen geöffnet. So werden nun vor allem in Kindergärten und Schulen der Region vollständige Desinfektionen durchgeführt. "Ich bin ein staatlich geprüfter Desinfektor und mit dieser Qualifikation konnten wir auch in diesem Bereich sofort tätig werden", erklärt der Geschäftsführer.

In voller Schutzausrüstung mit Brille und Maske werden die Räume entweder durch die Wischtechnik oder eine Vernebelung desinfiziert - auch in Kindereinrichtungen in Freital.

Neben der Desinfektion und den klassischen Reinigungsarbeiten bieten er und seine Mitarbeiter auch Ultraschallreinigungen von Lamellen und Jalousien an, ebenso wie PU-Versiegelungen für Linoleum oder PVC-Beläge und Epoxidharz -Beschichtungen.

"Nach zwei Jahren Suche sind wir nun umgezogen"

Bisher saß die Firma an der Dresdner Straße 343, doch der Platz reichte nicht mehr aus. "Wir wollten eigentlich anbauen, doch wegen des Hochwasserschutzes rund um die Weißeritz ist das nicht möglich", sagt Veit Schmieder. Nach einer zweijährigen Suche nach einem geeigneten Objekt hat er nun die Räume des ehemaligen DRK-Katastrophenschutzes -und der Fahrbereitschaft an der Dresdner Straße 357 - etwas 200 Meter Luftlinie entfernt -angemietet. Dazu gehört auch eine große Lagerhalle, die dringend benötigt wurde.

Fünf Angestellte arbeiten dort seit dem 11. November in den Büros, welche größer und heller als die alten Zimmer seien. Die Lagerhalle könne außerdem nun auch von Lkws angefahren werden.

Die Firma hatte am 9. November 2020 ihr 25. Jubiläum und will dieses - wenn es Corona zulässt - im Sommer auch groß nachfeiern, denn: "bei uns wird viel gefeiert - auch runde Geburtstage von mir feiere ich mit meinen Angestellten, denn das sorgt für ein gutes Arbeitsklima", sagt Veit Schmieder.

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