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Mehr Zu- als Wegzüge: Kreischa wächst

Die Gemeinde legt bei der Einwohnerzahl zu. Eine höhere Sterblichkeit aufgrund der Corona-Pandemie kommt allenfalls durch die Klinik zustande.

Kreischa bleibt beliebt. Zwar zogen im vergangenen Jahr fast 200 Einwohner weg, aber noch mehr kamen hinzu.
Kreischa bleibt beliebt. Zwar zogen im vergangenen Jahr fast 200 Einwohner weg, aber noch mehr kamen hinzu. © Karl-Ludwig Oberthür

Im Rathaus der Gemeinde Kreischa kann man sich über ein kleines Plus bei den Einwohnerzahlen freuen. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 lebten genau 4.552 Männer, Frauen und Kinder in Kreischa und seinen Ortsteilen. Das ist etwas mehr als ein Jahr zuvor. Damals zählte die Gemeinde 4.545 Einwohner.

Der Zuwachs kommt vor allem zustande, weil mehr Menschen nach Kreischa zogen als abwanderten. Im Rathaus registrierte man 196 Wegzüge. Dem standen aber 244 Zuzüge gegenüber. Das liegt in etwa in der Größenordnung der vergangenen Jahre. Hier macht sich positiv bemerkbar, dass in Kreischa nach wie vor alte Häuser saniert und auch neue gebaut werden.

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Geburtenzahlen auf stabilem Niveau

Ein kleines Minus gab es hingegen bei den Geburtenzahlen. 2020 kamen 33 kleine Kreischaer zur Welt und damit etwas weniger als im Jahr zuvor. Damals wurden 37 Kinder geboren. Immerhin: Die Geburtenzahl bewegt sich auch im Pandemiejahr 2020 im Bereich der vergangenen Jahre.

Das trifft auch auf die Sterblichkeit zu. 2020 registrierte das Standesamt 76 Todesfälle unter den Einwohnern. Das war zwar etwas mehr als 2019, mit 68 Gestorbenen, aber ebenfalls im Bereich der Vorjahre. 2018 zum Beispiel starben 66 Einwohner von Kreischa. 2015 war die Zahl mit 73 Todesfällen ähnlich hoch wie im Corona-Jahr.

Was aber auffällt, sind die vom Standesamt beurkundeten Todesfälle. Das sind alle in Kreischa gestorbenen Menschen, also auch Männer und Frauen, die zwar nicht zu den Einwohnern zählten, aber in der Gemeinde starben - zum Beispiel in der Bavaria-Klinik. Dort werden unter anderem Unfallopfer, Menschen mit schweren Erkrankungen wie Krebs oder auch Corona-Patienten versorgt.

Dementsprechend hoch ist die Zahl der Sterbefälle. Im Standesamt wurden 2020 insgesamt 411 Sterbefälle beurkundet. Das waren etwas mehr als 2019. Damals waren es 379 Sterbefälle.

Kaum weniger Hochzeiten als 2019

Geheiratet wurde im vergangenen Jahr trotz Pandemie gar nicht so wenig. Insgesamt schlossen 17 Kreischaer Paare den Bund fürs Leben. 2019 waren es 21 Paare. Doch das Standesamt hatte noch wesentlich mehr zu tun. Denn insgesamt gab es in Kreischa 122 beurkundete Trauungen. Darin enthalten sind alle Hochzeiten in Kreischa, also auch solche von Menschen, deren Wohnsitz nicht in der Gemeinde im Lockwitztal liegt.

Zwar heirateten 2019 sogar 128 Paare in Kreischa, doch im Standesamt erklärt man den leichten Schwund mit üblichen Schwankungen. Corona-bedingt habe es da keinen Rückgang gegeben. Lediglich die Hochzeitsgesellschaften seien mitunter deutlich kleiner gewesen.

Auch die beiden Lockdowns im Frühjahr und kurz vor Jahresende hatten wohl keinen großen Einfluss: März, April, November und Dezember zählen ohnehin nicht zu den begehrtesten Hochzeitsmonaten. Deshalb habe es auch kaum Absagen oder Verschiebungen bei den Terminen gegeben, heißt es aus dem Rathaus.

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