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Mehr Geld für den Kulturraum

Die Landesbühnen Sachsen gehen aus der Finanzierung raus. So gibt es eine zusätzliche Förderung anderer Projekte.

Das Max-Jacob-Theater in Hohnstein könnte von den zusätzlichen Kulturraummitteln profitieren.
Das Max-Jacob-Theater in Hohnstein könnte von den zusätzlichen Kulturraummitteln profitieren. © Karl-Ludwig Oberthür

Der Sächsische Landtag hat vergangenen Donnerstag den Doppelhaushalt 2021/22 beschlossen und damit die Kulturräume gestärkt. Für diese stünden nun rund 6,4 Millionen Euro mehr pro Jahr zur Verfügung als ursprünglich vorgesehen, teilt die Pressestelle der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. „3,2 Millionen Euro kommen landesweit hinzu, weil wir die Landesbühnen nicht mehr aus den Kulturraummitteln mitfinanzieren“, sagt Claudia Maicher, die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion. Für die Umsetzung dieser Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag habe sie jahrelang gekämpft.

Auch Investitionen sind möglich

„Damit nehmen wir eine Unwucht aus dem System der Kulturraumfinanzierung und geben die Mittel fortan wieder in die Breite der Kultur“, sagt die Politikerin. Der Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge würde so zusätzlich etwa 180.000 Euro erhalten, die er für die kommunalen und institutionell geförderten Kultureinrichtungen und die Projektförderung nutzen könne.

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Von den zusätzlichen Mitteln seien landesweit 3,175 Millionen Euro jährlich für Investitionen in eine moderne Infrastruktur vorgesehen. Davon könnten im Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für über 100.000 Euro freie oder kommunale Träger neue Veranstaltungstechnik und klimafreundlichere Ausstattung anschaffen oder Umbauten für Barrierefreiheit oder Brandschutz vornehmen. „So gibt es in diesem Jahr dringende Bedarfe beispielsweise im Kulturschloss Großenhain, beim Max Jacob Theater in Hohnstein oder im Kulturzentrum Parksäle in Dippoldiswalde“, sagt Claudia Maicher.

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