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Pirna: Landkalenderbuch 2021 erschienen

Im Landkalenderbuch helfen über 50 Autoren, Geschichte und Tradition besser zu verstehen. Für die nächste Ausgabe werden noch Mitstreiter gesucht.

© Vom Hartheberg bis ins Kirnitzschtal

Von Peter Salzmann

Das "Landkalenderbuch 2021" soll ein freundlicher Begleiter durch das Jahr sein. So sieht es SEW-Chef Harald Weber. Der kleine Dresdner Verlag verewigt auf 225 Seiten Geschichten, Porträts und Episoden, die Einblicke in das Gestern und Heute in der Sächsischen Schweiz, dem Osterzgebirge und dem Tharandter Wald zwischen Hartheberg, Galgenteichen und Kirnitzschtal geben. 

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Mehr als 50 ehrenamtliche Autoren tragen dazu bei, „die Geschichte und Tradition unserer Region besser zu verstehen“, sagt Weber. 220 Fotos, Grafiken und Tabellen ergänzen die Texte wirkungsvoll.

Die Welt ist ein Schauplatz der Wunder

Da ist Matthias Stark, der Zwiegespräch hält mit dem Lohmener Pastor Carl Heinrich Nicolai (1739 – 1823), der die Welt „einen Schauplatz der Wunder“ nennt. Der Pfarrer ist als erster Wanderleiter der Sächsischen Schweiz in die Analen eingegangen. 

„Ein Gesindeschicksal“ beschreibt Hermann Teßmer. Der Langenburkersdorfer schildert das Leben der Magd Christiane Klötzig, die „in das Otto-Schindler-Haus im Loche einheiratete“. Ihr erstes Reifezeugnis schrieb H. A. Hohlfeld aus Lichtenhain anno 1872. Es bescheinigte der Magd „treu, folgsam und sittlich“ gewesen zu sein.

Als „letzte Reste einer ursprünglichen Natur“ bezeichnet Annette Zimmermann das Schutzgebiet Georgenfelder Hochmoor. Die diplomierte Garten- und Landschaftsarchitektin doziert zu Recht: „Hochmoore spielen im Klimawandel eine wichtige Rolle als Speicher und Senker des Kohlenstoffs“, entstanden in der Eiszeit. Nur zwölf Hektar – ein Zehntel der Gesamtgröße – umfasst das Hochmoor in Zinnwald-Georgenfeld, neun Zehntel sind im benachbarten Böhmen angesiedelt.

Der Harthaer Lehrer Gunter Baumann widmet seinen Aufsatz dem geografischen Mittelpunkt Sachsens im Tharandter Wald. Mit sechs Farbfotos belegt der Autor, mit welcher Hingabe Chöre, Musikanten, Wanderer, Forstleute, Politiker und Einheimische die Weihe des Gedenksteins vor 25 Jahren vor der Diebeskammer würdigten. 

Stammautorin erzählt vom Königsteiner Kino

Und wie immer, wenn Stammautorin Ursula Unger aus Leupoldishain zur Feder greift, sind die Texte sehr lesenswert. Diesmal widmet sie sich gemeinsam mit Simone Leonhardi dem Königsteiner Kino. Beide beschreiben den „Wandel der Zeiten“, den das Lichtspielhaus seit 1936 bis vorerst 2019 erlebte. 

Dem Verein „Königsteiner Lichtspiele e. V.“ unter Vorsitz von Simone Leonhardi ist es zu verdanken, dass unter dem Motto „Treffen – Leben – Glauben“ im Jahr 2011 erstmals in der Nachwendezeit wieder vor 170 Zuschauern ein Streifen über die Leinewand flimmerte. Derzeit sind Bauarbeiten im Gange, um einem Begegnungszentrum Platz zu machen.

Der SEW-Verlag plant nun bereits den 15. Jahrgang des populären Landkalenderbuches. 2022 widmen sich kreative Autoren, Künstler, Dichter und Heimatforscher dem Thema „Faszination von Farben und Formen“. Gemälde, Fotos, Denkmale, Skulpturen, und vielseitige Handwerkskunst sollen „die Rolle von Kunst im Alltag gestern und heute“ im Landkreis dokumentieren.

Wer sich als Autor oder Fotograf beteiligen möchte, kann sich bis zum Januar 2021 an den SEW-Verlag wenden.

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