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Verzögerter Baustart am Gerätehaus

Noch in diesem Herbst soll der Ausbau am zu kleinen Feuerwehrgerätehaus Possendorf beginnen. Die Kameraden hatten jahrelang dafür gekämpft.

Das Feuerwehr-Gerätehaus an der Kreischaeur Straße in Possendorf soll nun umgebaut und erweitert werden.
Das Feuerwehr-Gerätehaus an der Kreischaeur Straße in Possendorf soll nun umgebaut und erweitert werden. © Daniel Schäfer

Eigentlich sollten die ersten Bagger am Feuerwehrgerätehaus im Bannewitzer Ortsteil Possendorf bereits im September mit der Arbeit beginnen. Nun ist der Start des Umbaus auf diesen Monat verschoben worden, sagt der Fachbereichsleiter der Gemeinde Heiko Wersig auf Nachfrage von Sächsische.de: "Im Moment sind die Statiker und Planer noch mit dem Feintuning beschäftigt. Wir rechnen damit, dass wir in 14 Tagen Klarheit haben."

Die Zeit drängt, denn die vom Freistaat Sachsen bewilligten rund 363.000 Euro aus der "Fachförderung Brandschutz" müssen zum Teil noch schnell verbaut werden, erklärt Wersig: "Bis zum 28. Februar 2021 müssen davon 150.000 Euro abgerufen worden sein. Anlegen dürfen wir das Geld nicht, sondern müssen es direkt verbauen." Die Baugenehmigung für den Neu-und Erweiterungsbau war bereits am 21. Juli 2020 erteilt worden.

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Wie der neu gewählte Gemeindewehrleiter André Markert mittelt, würden die Kameraden bereits seit 2001 auf den Ausbau des Hausen warten: "Das Gebäude war in den Jahren 1975/76 fertiggestellt worden. Es erhielt zwar 2001 neue Sanitäranlagen, Heizungen und neue Tore, aber ich drängte schon damals darauf, dass auch unter anderem die Fluchtwege geändert werden müssten."

2015 sei die neue Elektrik eingebaut worden, danach wären die Termine für eine Komplett-Erneuerung des Gerätehauses ständig verschoben worden, bis ins Jahr 2019, so Markert: "Die Pläne wurden immer wieder geändert, damit unter anderem die Förderrichtlinien erfüllt werden." Nun sehen die aktuellen Baupläne vor, den Schulungsraum zu verkleinern. "Das ist für uns nicht nachvollziehbar, denn diese Räume dürfen nicht größer als circa 35 Quadratmeter sein. Jetzt haben wir rund 40 Quadratmeter Platz im alten Gerätehaus und es ist bereits für 24 Kameraden zu eng. Aber das schreiben die Förderrichtlinien so vor. Wir würden uns dennoch sehr freuen, wenn der Umbau nun endlich beginnt."

In den letzten Wochen waren die Abwasserkanäle im Gebäude begutachtet und die Gastherme für die Heizung ausgetauscht worden. Zuerst soll eine neue Fahrzeughalle gebaut werden. Während dieser Zeit muss der Einsatzleitwagen, der bisher links parkte, wahrscheinlich woanders untergestellt werden. Erst im nächsten Schritt würden dann die Bauarbeiten am eigentlichen Gerätehaus und dem Neubau beginnen. Die Feuerwehr sei aber auch während der Maßnahmen voll einsatzfähig, betont der Gemeindewehrleiter.

Das Feuerwehrgerätehaus mit einer Größe von rund 270 Quadratmetern auf der Kreischaer Straße ist vor allem zu klein. Männer und Frauen müssen sich teilweise im Gang umziehen. Auch die Garage für das Löschfahrzeug ist knapp bemessen. Die Ausfahrt ist so schmal, dass das Auto erst aus der Halle herausgefahren werden muss, bevor alle Einsatzkräfte einsteigen können.

Drei Bauabschnitte sind geplant. Zuerst käme die neue Fahrzeughalle, sagt Heiko Wersig. Im zweiten Bauabschnitt werde an das alte Gebäude Richtung Hof ein Neubau angesetzt für die Umkleiden, WC-Anlagen und Duschen. Zuletzt erfolge dann der Umbau des alten Gerätehauses. Zudem sollen 18 neue Parkplätze im Hofbereich entstehen. Die Gesamtkosten für den Umbau des Gerätehauses liegen bei knapp einer Million Euro.

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