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Freitaler Stadtrat fordert "echte" Parkplätze

An der Wurgwitzer Straße im Stadtteil Zauckerode ist die Parkplatznot groß. Es gibt eine Lösung, aber dafür muss eine Grünfläche verschwinden.

Zu viele Autos in Freital: Mancherorts werden die Parkplätze knapp.
Zu viele Autos in Freital: Mancherorts werden die Parkplätze knapp. © Karl-Ludwig Oberthür

Schön ist anders, könnte man über die Wiese an der Ecke Wurgwitzer Straße/Kurt-Heilbutt-Straße sagen. Das sehen offensichtlich auch viele Anwohner so und parken in Ermanglung von Stellplätzen ihre Fahrzeuge schon mal auf der etwas ungepflegten Grünfläche. Nun startet Stadtrat Martin Rülke (Konservative Mitte) eine Initiative, das ohnehin vernachlässigte Gelände in einen richtigen Parkplatz umzuwandeln.

Im Stadtrat brachte er eine Vorlage ein, die aus drei Flurstücken bestehende Grünfläche einem sogenannten Planänderungsverfahren zu unterziehen. Dann könnte im Anschluss das Areal befestigt oder sogar richtig professionell zu einer Pkw-Stellfläche ausgebaut werden.

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Weiterer Wohnkomplex im Bau

Ein Parkplatz werde in dem Wohngebiet dringend gebraucht, sagt Rülke. Zwar verfügen die Häuser im Bereich Wurgwitzer Straße, Kurt-Heilbutt-Straße und Gustav-Klimpel-Straße über Stellplätze, manche sogar über eine Tiefgarage.

Doch viele Anwohner kritisieren, dies reiche bei Weitem nicht aus. Die Parksituation in den Straßenzügen sei angespannt und unübersichtlich, insbesondere in den Abendstunden und an Wochenenden. Stadtrat Rülke argumentiert, dass dies letztendlich zu einer Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer führe.

Demnächst dürften noch mehr Autos hinzukommen. Denn an der Ecke Wurgwitzer Straße/Gustav-Klimpel-Straße entsteht ein neuer Wohnkomplex. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Zwar lässt der Bauherr, die Freitaler Wohnungsgenossenschaft, eine Tiefgarage mit insgesamt mehr Stellplätzen als Mieteinheiten anlegen. Doch Anwohner befürchten, dass Autos von Besuchern die Parksituation noch mehr verschärfen.

Martin Rülke weist nun noch einmal darauf hin, dass in den Planungsunterlagen zum Bauprojekt die Verkehrsbehörde bereits auf die Problematik der knappen Stellplätze hingewiesen habe. "Konsequenterweise ist damit auch der dort genannte Schritt, das Planänderungsverfahren, einzuleiten", schreibt Rülke in seinem Antrag.

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