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Fußball: Landesliga mit Freital und Wilsdruff steht irrer Abstiegskampf bevor

Der Verband will die Liga verkleinern. In der neuen Saison könnte es deshalb bis zu sieben Absteiger geben.

Hier noch im Bischofswerda-Dress, bald wohl in Freital: Ex-Dynamo Oliver Genausch (vorn). Beim Sportclub dürfte der Angreifer mit dem womöglich turbulenten Abstiegskampf wohl wenig zu tun bekommen.
Hier noch im Bischofswerda-Dress, bald wohl in Freital: Ex-Dynamo Oliver Genausch (vorn). Beim Sportclub dürfte der Angreifer mit dem womöglich turbulenten Abstiegskampf wohl wenig zu tun bekommen. © Steffen Unger

Jeweils 28 Punktspiele müssen der SC Freital und die SG Motor Wilsdruff in der kommenden Saison in der Fußball-Landesliga absolvieren. Dabei steht zunächst eine einfache Runde mit 19 Spieltagen an, danach wird das Feld geteilt. Zehn Teams ermitteln in der Aufstiegsrunde den Sachsenmeister, die verbleibenden Mannschaften spielen um den Liga-Verbleib. „Kommt keine sächsische Mannschaft aus der Oberliga runter, gibt es fünf Absteiger in der Landesliga“, sagt Volkmar Beier, Vorsitzender des Spielausschusses des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV). „Es gibt aber auch einen Härtefall, denn im ungünstigsten Fall werden es sieben Absteiger.“ Eröffnet wird die Punktspielserie am 13. August im Radebeuler Weinbergstadion, wo der SC Freital zu Gast sein wird.

Hintergrund der neuen Abstiegsregelung ist die Tatsache, dass der SFV die Staffelstärke der Sachsenliga bis 2023 wieder auf 16 Mannschaften verringern möchte. „Daraus ergibt sich, dass wir im Normalfall 14 freie Plätze in den vier Landesklasse-Staffeln benötigen.“ Heißt im Umkehrschluss: Die drei Letztplatzierten jeder Staffel gehen in die Kreisoberliga. „Dazu gesellen sich die beiden Tabellen-13, die den schlechtesten Quotienten aufweisen“, so Beier. Festgelegt wurde auch, wie nach einem Saisonabbruch verfahren wird. „Haben mindestens 75 Prozent der Teams wenigstens 50 Prozent ihrer Spiele bestritten, wird die Saison gewertet“, sagt Beier.

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Starker Test gegen Babelsberg

Diese Entscheidung dürfte auch eine Reaktion auf den Ausgang der jüngsten Spielzeit sein. Dabei war es zu hitzigen Diskussionen gekommen, als nach dem Abbruch der Landesligaserie 2020/21 eine Relegation zwischen Spitzenreiter SC Freital und Verfolger Budissa Bautzen (einen Zähler zurück) angesetzt wurde. „Eine Wertung nach sieben Spiele war gegenüber den Spreestädtern nicht zu vertreten“, hatte der Verband argumentiert. Bautzen gewann das Aufstiegsspiel mit 2:1 und spielt nun in der Oberliga.

Offizieller Saisonstart ist bereits am 7./8. August mit der ersten Runde um den Landespokal. In Leipzig werden am 13. Juli die 42 Erstrundenpartien ausgelost. Insgesamt haben 105 Mannschaften gemeldet, wobei die sächsischen Regional- und Oberligisten sowie Drittligist FSV Zwickau noch nicht dabei sind. Der SV Wesenitztal verzichtet auf eine Teilnahme, womit sich bei der Auslosung 93 Vereinsnamen in der Lostrommel befinden. „Neun Mannschaften ziehen also ein Freilos“, sagt Beier.

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Bis es so weit ist, wird getestet. Dabei kam der SC Freital in der Vorwoche zu einem bemerkenswerten 2:2 gegen Regionalligist SV Babelsberg. Nach einem 0:2-Rückstand trafen Kevin Schur und Routinier Michael Heera für den Sportclub. Mit von der Partie war auch der 19 Jahre alte Lucas Danz, der vom Regionalliga-Aufsteiger FC Eilenburg kommt und im zentralen Mittelfeld seine Stärken ausspielen soll. „Er studiert in Dresden und wird uns ganz sicher helfen“, sagt Freitals Abteilungsleiter Daniel Wirth. Und der dürfte in dieser Woche einen weiteren Zugang bestätigen: Angreifer Oliver Genausch soll vom Viertliga-Absteiger aus Bischofswerda kommen. Der 30-Jährige stand bis 2014 bei Dynamo Dresden II unter Vertrag, spielte anschließend für den FSV Zwickau, Wacker Nordhausen, den VfB Auerbach und ab 2020 für „Schiebock“. Insgesamt kommt er auf 142 Drittliga- und Regionalligapartien sowie 115 Oberligaspiele.

100 Jahre Fußball in Wilsdruff

Am kommenden Sonnabend gastieren die Freitaler ab 16 Uhr beim Liga-Kontrahenten in Wilsdruff, wo 100 Jahre Fußball in der Stadt mit einem großen Rahmenprogramm gefeiert werden. Die Wilsdruffer probten am Wochenende beim von Stefan Minge trainierten Landesklasse-Team des FV Gröditz (1:1). Bis zur 90. Minute führte Motor durch den Treffer von Sebastian Kindermann (74.), ehe Fabien Hennig noch der Ausgleich glückte.

Der VfL Pirna-Copitz gewann gegen den BSV 68 Sebnitz mit 4:2 (2:1). Stefan Martin, John-Benedikt Henschel, Philipp Kötzsch und Kai Kemter waren für den VfL erfolgreich, Michael Kunze und Gerrit Hamel hatten jeweils ausgeglichen. Am Sonnabend gastierten die Copitzer beim Oberligisten VfL Halle (1:3). Stefan Martin erzielte in der 59. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Die SG Empor Possendorf kam im ersten Testspiel in Vorbereitung auf die Saison in der Landesklasse Mitte gegen den Post SV Dresden zu einem 3:2 (1:0)-Erfolg. Kapitän Rene Schmidt, Liven Hennig und Felix Janicke erzielten die Tore für Emport. Der SV Wesenitztal mit Ex-Freital-Coach Uwe Rahle aus der Landesklasse Ost testete gegen den Heidenauer SV aus der Mitte-Staffel. Die Partie ging für den SVW mit 1:3 (1:1) verloren. Chemie Dohna spielte beim SV Sachsenwerk 1:1 (1:1), die „Zweite“ des VfL Pirna-Copitz trennte sich vom Bischofswerdaer FV II 2:3 (1:2).

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