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Großbrand in Höckendorf mit Millionenschaden

Mittwochnacht müssen mehrere Feuerwehren zu stundenlangen Löscharbeiten ausrücken. Eine Lagerhalle stand in Flammen.

Die Lagerhalle war nicht mehr zu retten.
Die Lagerhalle war nicht mehr zu retten. © Roland Halkasch

Am Donnerstag gegen 22.20 Uhr ist in Höckendorf auf der Obercunnersdorfer Straße ein Großbrand ausgebrochen. Im Gewerbegebiet brannte die 40 mal 50 Meter große Lagerhalle eines Kaminofenhandels. Als kurz darauf die Feuerwehr eintraf, brannte es im Innern der Halle bereits lichterloh und Flammen bahnten sich gerade ihren Weg durch das Dach.

Lichterloh brannte es im Innern der Halle.
Lichterloh brannte es im Innern der Halle. © Roland Halkasch

Mit mehreren Strahlrohren bekämpften 95 Feuerwehrleute über Stunden die Flammen im sogenannten Außenangriff. Ein Innenangriff war nicht mehr möglich, da das Gebäude einsturzgefährdet war. Das Feuer griff auch auf ein zweistöckiges Bürogebäude über. Die Feuerwehr löschte den Brand. Die Halle wurde komplett zerstört und das Bürogebäude stark beschädigt. Der Schaden an den Gebäuden wurde noch nicht beziffert, der Wert des verlorenen Lagerguts wird mit einem siebenstelligen Betrag angegeben.

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Die Feuerwehr konnte nur im Außenangriff löschen.
Die Feuerwehr konnte nur im Außenangriff löschen. © Roland Halkasch

Die örtliche Agrargenossenschaft unterstützte die Feuerwehr bei der Wasserversorgung mit mehreren Wasseranhängern. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Klingenberg, Dippoldiswalde, Tharandt, Rabenau und Freital. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Es ist der dritte schwere Brand in der Gemeinde binnen kurzer Zeit. Anfang 2019 ist in Obercunnersdorf die Gaststätte „Waldschänke“ abgebrannt. Das war ein Feuerwehreinsatz, bei dem vor allem das Winterwetter Schwierigkeiten bereitet hat.

Im August 2020 brannte an der Milchviehanlage in Ruppendorf ein Strohlager ab. Hier zogen sich die Löscharbeiten lange hin, weil das Feuer im Stroh immer neue Nahrung fand. Die Feuerwehren und die Agrargesellschaft zogen das gesamte Lager auseinander und löschten die Ballen einzeln ab. Das dauerte mehrere Tage.

Der Hallenbrand im Gewerbegebiet Ruppendorf war wieder ein Großeinsatz für die Feuerwehr. Die Halle hat schon eine wechselhafte Geschichte hinter sich. 2003 ist hier die Kaffeefilterfabrik Filteretta eingezogen, deren Räume im Dippser Ortsteil Ulberndorf bei der Flut 2002 schwer beschädigt worden waren. Die Kaffeefilterherstellung in Höckendorf endete 2010 nach zwei Insolvenzverfahren. In der Folge kaufte die Firma EHV die Halle sowie eine benachbarte Wiese für einen Erweiterungsbau. Sie betreibt dort einen Onlinehandel mit Öfen und Kaminen. (Halkasch/mit SZ/fh)

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