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Kleinnaundorf strahlt noch weihnachtlich

Eine Aktion vor der Schule in der Ortsmitte läuft bis 2. Februar. Das Leuchten der Sterne hat einen besonderen Hintergrund.

Die Fenster der Kleinnaundorfer Schule sind noch bis zum 2. Februar weihnachtlich geschmückt. Dann endet die 40-tägige Zeit nach Weihnachten mit Maria Lichtmess.
Die Fenster der Kleinnaundorfer Schule sind noch bis zum 2. Februar weihnachtlich geschmückt. Dann endet die 40-tägige Zeit nach Weihnachten mit Maria Lichtmess. © Thomas Käfer

Es ist schon eine kleine Attraktion. Für einen Ort wie Kleinnaundorf vielleicht sogar eine große. Wer sie noch nicht gesehen hat, kann bis zu Maria Lichtmess am 2. Februar seine Chance nutzen. Denn bis zum traditionellen Ende der Weihnachtszeit – 40 Tage nach Jesu Geburt – strahlen die Sterne und Lichter rund um die Alte Schule in der Ortsmitte.

Die Aktion „Ein Stern für Kleinnaundorf“ hat in dem Freitaler Ortsteil schnell für große Beteiligung gesorgt. In jedem der 28 Fenster der Schule steht ein Lichterbogen, in den Bäumen vorm Haus hängen 40 Herrnhuter Sterne. Diese wurden von Kleinnaundorfer Bürgern und Firmen gesponsert. Dazu sind auf zwei Tafeln die Spender namentlich vermerkt und jeder hat dazu einen Wunsch aufgeschrieben. Das geht von „Ein frohes Fest wünschen die Familien Lauerbach und Kunze“ über „Wir glauben, der Sinn des Lebens ist glücklich zu sein! Möge der Glücksstern für alle leuchten! Petra und Ingolf Deiseroth“ bis hin zu „In lieber Erinnerung an meinen Günther von Deiner Karin“.

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Ein Zeichen der Hoffnung

Ins Leben gerufen wurde die Aktion vom Kleinnaundorfer Heimatverein nicht nur, weil man gerade in der Corona-Zeit mit all ihren Entbehrungen den Menschen etwas bieten wollte, wie es Ortsvorsteher Thomas Käfer erklärt. Sondern auch, weil die Kleinnaundorfer Friedenskapelle im Dezember 2020 ihr 70-jähriges Kirchweihjubiläum erlebte. Dieses ist auch gefeiert worden, aber unter den gegebenen Umständen war das nicht so möglich, wie sich das die Kleinnaundorfer gewünscht hätten.

Am Zaun hängen diese Tafeln, auf denen alle Spender genannt sind und jeder einen persönlichen Spruch unterbringen konnte. Insgesamt 40 Sterne wurden gesponsert.
Am Zaun hängen diese Tafeln, auf denen alle Spender genannt sind und jeder einen persönlichen Spruch unterbringen konnte. Insgesamt 40 Sterne wurden gesponsert. © Thomas Käfer

„Dafür ist diese Aktion mit den Sternen und Lichtbögen umso besser gelungen“, sagt auch Bernd Peschel, Vorsitzender des Heimatvereins. „Die Sterne waren wirklich schnell vergeben.“ Mit so viel Interesse habe man zunächst gar nicht gerechnet, sei aber natürlich sehr erfreut darüber.

„Mit den Lichterbögen in den Fenstern war es ähnlich“, sagt Peschel. Man habe zunächst geplant, eine Reihe Fenster damit zu schmücken. Die Bögen wurden von den Kleinnaundorfern selber gebaut. „Als wir einmal in Schwung waren, ging das allen mit so viel Freude von der Hand, dass wir sogar alle 28 Fenster der Fassade geschmückt haben.“

Ortsvorsteher Thomas Käfer hat zumindest in der Weihnachtszeit täglich zahlreiche Beobachter und Bewunderer gezählt. „Ich denke, wir hatten etwa 30 bis 50 Besucher pro Tag“, sagt er. Es sei ein Zeichen der Hoffnung, was man aussenden wolle.

Wer es noch nicht gesehen hat, muss sich nun beeilen. Aber es lohnt sich. Die Tallage macht es schon aus der Ferne gesehen zu einem Erlebnis, das bei einem Spaziergang durch den Ort und mit einem Blick auf die Sprüche der Spender bestimmt im Gedächtnis bleibt.

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