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Kreischa bestellt Schulcontainer

Es geht um drei zusätzliche Klassenzimmer. Erstmals wird auch ein Aufbautermin genannt. Bis dahin gibt es aber noch viel Arbeit.

Die Container werden auf dem bisherigen Parkplatz an der Grund-und Oberschule aufgestellt.
Die Container werden auf dem bisherigen Parkplatz an der Grund-und Oberschule aufgestellt. © Andreas Weihs

Die Zeit, in der Kreischas Schulleiter nicht so richtig wissen, wie sie ihre Grund- und Oberschulklassen im Haus verteilen sollen, könnte bald vorbei sein. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen, dass Schulcontainer gemietet werden. Insgesamt lagen vier Angebote vor. Die Räte erteilten den Zuschlag an die Firma Fagsi aus Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Vermietung von mobilen Raumlösungen - vom Baucontainer bis zum Wohngebäude.

In Kreischa soll ein kleiner Containertrakt mit drei Klassenzimmern, einem Flur, Garderobe und Sanitäranlagen errichtet werden. Es handelt sich um gebrauchte Container, die derzeit noch in Dresden-Hellerau stehen, dort aber nicht mehr genutzt werden.

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Kreischa muss erst für Strom und Wasser sorgen

Bevor sie nach Kreischa kommen, muss allerdings das Gelände vorbereitet werden. Die Container werden auf der Fläche des Parkplatzes vor dem Schulhaus aufgestellt. Dafür muss zunächst ein Fundament angelegt werden. Zudem ist es notwendig, den Grünstreifen bis an den Fußweg heran abzugraben und mit einem entsprechenden Unterbau zu versehen. Darüber hinaus müssen die Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser hergestellt werden.

Für die diese Arbeiten sowie die Umsetzung der Container nach Kreischa inklusive Montage werden rund 52.000 Euro fällig. Die monatliche Miete kostet knapp 3.900 Euro. Auf eine Laufzeit von zwei Jahren gerechnet, was der Mindestmietzeit entspricht, macht das Kosten von etwa 93.500 Euro. Die Gemeinde behält sich die Option vor, den Mietvertrag zu verlängern, zum Beispiel auf bis zu fünf Jahre.

Parkplatz wird an Hermsdorfer Straße verlagert

Im Gemeinderat wurde seitens der Freien Bürgervertretung die Frage aufgeworfen, ob man die Container statt mit Strom zu heizen, ans Heiznetz der Schule anschließen könnte. Standardmäßig sind in den Modulen Elektroheizkörper installiert. Bürgermeister Frank Schöning sicherte zu, dies prüfen zu lassen. "Wir müssen durchrechnen, was so ein Umbau kostet und ob damit das Heizen günstiger wird als mit den Elektroheizkörpern."

Hintergrund der Frage ist, dass die Gemeinderäte davon ausgehen, dass die Container länger als zwei Jahre stehen werden. Denn die Schülerzahlen steigen weiter. Außerdem plant die Gemeinde einen Grundschulneubau sowie die Generalsanierung samt Erweiterung des Schulaltbaus. Ausweichräume werden somit in den kommenden Jahren durchaus noch öfter gebraucht.

Eine Alternative brauchen auch die Lehrer und Besucher - und zwar zum Parken. Die Gemeinde plant, an der Hermsdorfer Straße neue Stellplätze zu schaffen. Die Baukosten dafür kämen dann noch extra obendrauf.

Landkreis muss Container für Kreischa noch genehmigen

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Genaue Termine für alle Baumaßnahmen gibt es noch nicht. Zunächst muss eine Genehmigung für den Interimsbau beim Landkreis beantragt werden. Erfahrungsgemäß dauert es gut drei Monate, bis ein solcher Antrag bearbeitet ist. Bürgermeister Schöning geht davon aus, dass die Schulcontainer demnach wohl erst in den Winterferien nach Kreischa umgesetzt werden können. Erste Vorbereitungsarbeiten auf dem Gelände sollen aber noch in diesem Jahr beginnen.

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