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Mehr Ladesäulen für Stromer gefordert

Obwohl es im Landkreis immer mehr Elektroautos gibt, fallen in Freital Ladesäulen weg. Die Bürger für Freital wollen dagegenhalten.

Keine öffentliche Ladesäule mehr in Freital: Lokalpolitiker fordern nun ein Umdenken.
Keine öffentliche Ladesäule mehr in Freital: Lokalpolitiker fordern nun ein Umdenken. © SZ/Uwe Soeder

Deutschlandweit werden immer mehr Pkws mit Elektromotoren zugelassen, auch im Landkreis. Doch die Ladeinfrastruktur ist zumindest in Freital auf dem Rückmarsch. Kürzlich wurden zwei Ladesäulen, die bisher öffentlich zugänglich waren, laut Betreiber vom Netz genommen - die am Autohaus Brückner auf der Wilsdruffer Straße und die Ladesäule an der Coschützer Straße.

Eine weitere Ladesäule am Autohaus Wirthgen kann nach Absprache benutzt werden. Auch die Stadtwerke Freital und die Wasserversorgung Weißeritzgruppe haben in ihrem jeweiligen Firmengelände Ladesäulen - aber nur für den eigenen Fuhrpark. "Ich finde es für eine 40.000-Einwohner-Stadt ehrlich gesagt peinlich, im November 2020 nicht eine einzige Lademöglichkeit anbieten zu können", schreibt Leser Rico Böhme in einem Brief an die Sächsische Zeitung.

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Weitere Lademöglichkeiten gibt es im Parkhaus des Technologie- und Gründerzentrums, allerdings auch nur für die eingemieteten Unternehmen.

Fünf Vorschläge auf dem Tisch

Die Bürger für Freital fordern nun die Stadt auf, mehr öffentliche Ladesäulen zu installieren. Sie haben eine Vorschlagsliste bei der Verwaltung abgegeben. Ladesäulen könnten demnach auf dem Neumarkt, am Freizeitzentrum Hains, am Bahnhof Hainsberg, am geplanten Parkhaus in Potschappel und am geplanten Parkplatz von Schloss Burgk entstehen.

Außerdem fordern die Bürger für Freital, auch an die E-Bike-Fahrer zu denken. Fahrräder mit Elektroantrieb machen mittlerweile einen großen Anteil aus. Doch auch hierfür gibt es in Freital bisher keine öffentlichen Ladestationen. Angeregt wird nun, solche Säulen am Bahnhof Hainsberg, am Hains, am Rathaus Potschappel und am Neumarkt oder am Busbahnhof zu schaffen.

"Weiterhin bitten wir die Verwaltung, größere Gewerbetreibende mit großflächigen Parkmöglichkeiten anzuhalten, Ladestationen bereitzustellen", sagte Lars Tschirner, Fraktionsvorsitzender der Bürger für Freital. Ebenso könnte man an die Vermieter von Wohnkomplexen herantreten.

Anschlüsse für Ladesäulen bereits gebaut

Auf der Internetseite der Stadt heißt es, dass es für eine sinnvolle und wirtschaftliche Errichtung von Ladesäulen noch an den notwendigen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingen fehle. Mit andren Worten: Man kann für die wenigen E-Autos in Freital nicht überall Ladestationen bauen, deren Aufbau und Betrieb dann teurer ist als die Summe der Erlöse.

Immerhin gibt es bereits Pläne, wo in Zukunft solche Stromtanken stehen könnten. Bei der Sanierung des Bahnhofgebäudes in Potschappel und dem Umbau zum Bürgerbüro wurden bereits Anschlüsse für eine Ladesäule gelegt. Ebenso wurden bei der Sanierung des Neumarktes bauliche Voraussetzungen für solche Stromtanken geschaffen. Entsprechende Planungen gibt es auch am Freizeitzentrum Hains.

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