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Obernaundorfer Mitte wird zur neuen Spaßzone

An der Poisenwaldstraße ist unter freiem Himmel ein Mehrgenerationentreff entstanden. Für diesen muss Rabenau jedoch tiefer in die Tasche greifen.

Von Roland Kaiser
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Ein Platz für alle Generationen: In Obernaundorf gibt es jetzt unter anderem ein Spielgerät in Form eines Traktors samt Anhänger.
Ein Platz für alle Generationen: In Obernaundorf gibt es jetzt unter anderem ein Spielgerät in Form eines Traktors samt Anhänger. © Egbert Kamprath

Es ist vollbracht: Jung und Alt können ab sofort auf dem neu geschaffenen Dorfgemeinschaftsplatz in Obernaundorfs Ortsmitte vom Alltag abschalten. Seit vergangenem Oktober liefen die Bauarbeiten. Am letzten Aprilsonntag wurde das Areal feierlich eingeweiht. Neben einem hölzernen Spielgerät samt Rutsche entstand eine Grillecke. Zu finden sind ebenso ein Schwingbalken, eine rotierende Scheibe sowie ein Power-Bike und Klangkletterstangen. Ein schon vorhandenes Volleyballfeld ließ die Stadt Rabenau an gleicher Stelle aufpeppen.

Bürgermeister Thomas Paul (CDU) zeigt sich begeistert von dem Ergebnis. "Die Spielbereiche wurden den örtlichen Gegebenheiten Veilchental und Wachtelberg nachempfunden. Das Gelände ist so barrierearm wie möglich gestaltet worden, damit es viele Menschen nutzen können." Der Platz soll den Obernaundorfern als Treffpunkt dienen und das Miteinander fördern. Aber auch Bewohnern anderer Ortsteile stehe das Angebot zur Verfügung. "Ziel ist es, eine gute Grundlage für alle Generationen und ein funktionierendes dörfliches Zusammenleben zu schaffen."

Die Idee selbst resultiert aus einer Bürgerbefragung vor wenigen Jahren. Damals ließ die Kommune ein Gemeindeentwicklungskonzept erstellen. Im Zuge der neuen Leader-Förderperiode griff der Ortschaftsrat 2020 das Thema erneut auf. Ein weiteres Jahr ging ins Land, bis das Vorhaben Einzug in den Haushalt der Kleinstadt fand.

Jedoch wurde es deutlich teurer als geplant. Ursprünglich hatte die Verwaltung Gesamtkosten in Höhe von 232.000 Euro angesetzt. Doch aufgrund der gestiegenen Bau- und Materialpreise war schnell die Rede von einem Mehraufwand in fünfstelliger Höhe. Dass es mittlerweile fast 100.000 Euro geworden sind, damit hatte niemand im Rathaus gerechnet. Ärgerlich für die Stadt: Sie muss die Mehrkosten schultern, da sich der Förderanteil an der niedrigeren Gesamtsumme orientiert. Rund 184.000 Euro waren damals ermittelt worden.

Das allerdings hält die Obernaundorfer nicht davon ab, den neuen Platz in Beschlag zu nehmen. "Dank des wunderbaren Wetters war bereits zur Eröffnung sehr viel los", erinnert sich Thomas Paul. "Der Volleyballplatz wurde mit einem kleinen Turnier eröffnet." Die etwas verfallene Dorfmitte, die in den 90er-Jahren gebaut wurde, ist damit endgültig Geschichte.