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Bleibt der Wasserpreis konstant?

Der Wilsdruffer Eigenbetrieb hat neue Zahlen vorgelegt. Dabei geht es auch um die Erschließung von Brunnengrundstücken.

Sie sorgen für frisches Nass in Wilsdruff: Betriebsleiter Andreas Clausnitzer (links) und Mitarbeiter Detlef Braun vom Eigenbetrieb Braunsdorfer Höhe.
Sie sorgen für frisches Nass in Wilsdruff: Betriebsleiter Andreas Clausnitzer (links) und Mitarbeiter Detlef Braun vom Eigenbetrieb Braunsdorfer Höhe. © Daniel Schäfer

Gute Nachrichten für die Wilsdruffer. Der kommunale Trinkwasserversorger Braunsdorfer Höhe wird im kommenden Jahr den Trinkwasserpreis nicht verändern. Darüber berichtete der Vorsitzende des Eigenbetriebes, Andreas  Clausnitzer, in der jüngsten Stadtratssitzung. Dort stellte er die Pläne für die kommenden Jahre vor. Die Sächsische Zeitung fasst die Fakten zusammen:

Wann steigt der Trinkwasserpreis?

Seit Anfang Januar 2017 bezahlen die Wilsdruffer neben einer Grundgebühr (Zehn Euro im Monat) 1,98 Euro für den Kubikmeter Trinkwasser. Zumindest im kommenden Jahr bleibt der Preis gleich, bis dahin läuft die aktuelle Kalkulation. "Unser Plan ist, den Wasserpreis bis 2024 stabil zu halten", sagt Clausnitzer. Danach wird er voraussichtlich höher. Ein Unsicherheitsfaktor ist der Einkaufspreis, der steigen kann. Positiv für die Verbraucher ist, dass die Zinsbelastung sinkt.  

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Woher kommt das Trinkwasser?

Der Eigentrieb hat weder einen Tiefbrunnen noch eine Talsperre, aus der er sein Trinkwasser beziehen kann. Um die Wilsdruffer zu versorgen, bezieht dieser Trinkwasser vom Wasserversorger Weißeritzgruppe. Das in Freital tätige Unternehmen leitet pro Jahr mehr als 700.000 Kubikmeter ins Wilsdruffer Netz, Tendenz steigend. 2019 waren es 744.400, in den kommenden Jahren werden es zwischen 760.000 und 775.000 Kubikmeter sein. Von der Wasserversorgung Brockwitz-Rödern bezieht der Eigenbetrieb Braunsdorfer Höhe jährlich um die 10.000 Kubikmeter, um Blankenstein zu versorgen.

Wie sicher ist die Versorgung?

Seit Jahren arbeitet der Versorger daran, die Versorgungssicherheit bei steigenden Bedarf zu verbessern. Deshalb sollte in diesem Jahr eine Transportleitung vom Pumpwerk Dresden-Altfranken nach Kesselsdorf verlegt werden. "Diese Maßnahme wurde nach 2021 verschoben. Derzeit arbeitet das Ingenieurbüro IWB Bannewitz an der Planung", sagte Clausnitzer. Rund 1,5 Millionen Euro soll der Bau kosten. 

Wie weiter mit den Brunnengrundstücken?

Der Eigenbetrieb besitzt ein Netz mit 155 Kilometer langen Leitungen und zwei Hochbehälter. Er versorgt in seinem Zuständigkeitsbereich rund 11.700 Bürger mit Trinkwasser, das entspricht einem Versorgungsgrad von circa 95 Prozent. Die restlichen versorgen sich über Brunnen. Der Eigenbetrieb hat inzwischen ermittelt, was es  kosten würde, diese Grundstücke ans Netz zu holen. Das Fazit: Bei einigen ist es trotz der Förderung von Land  nicht wirtschaftlich, bei anderen ist der Verbrauch so gering, dass sich die Investition nicht lohnen würde. Für die verbliebenen Grundstücke besteht eine Chance. Dazu hat der Betrieb für den Zeitraum 2022 bis 2024 genau 500.000 Euro als Baukosten und 300.000 Euro als Zuschuss eingeplant, sodass - vorausgesetzt, es gibt Fördermittel - Einzelmaßnahmen umgesetzt werden können.

Was plant der Eigenbetrieb noch?

Wilsdruff ist eine Wachstumsregion. Deshalb sind in den letzten Jahren rund 400  Grundstücke dazugekommen, die vom Eigenbetrieb mit Wasser versorgt werden. Zum Jahresende 2019 versorgte der Eigenbetrieb 3.017 Kunden mit Trinkwasser. 2019 wurden 22 Hausanschlüsse in Lückenbebauung und 26 Anschlüsse in neuen Wohngebieten installiert. Außerdem nahm der Eigenbetrieb fünf Anschlüsse ans Netz, die er schon vorher verlegt hatte. Das war deutlich mehr als im Vergleich zu den Vorjahren. Denn im Schnitt erschließt der Eigenbetrieb 25 Grundstücke pro Jahr neu. Mit dieser  Größenordnung rechnet der Betrieb für 2021. Dafür hat er 100.000 Euro eingestellt. 

Der Eigenbetrieb Braunsdorfer Höhe

Der Eigenbetrieb Braunsdorfer Höhe versorgt alle Ortsteile im Wilsdruffer Stadtgebiet mit Trinkwasser bis auf Mohorn, Grund und Herzogswalde. Der Betrieb arbeitet von Wilsdruff, Löbtauer Straße, aus. Der technische Betrieb wird von drei Mitarbeitern abgesichert. Betriebsleiter ist der Beigeordnete Andreas Clausnitzer.

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