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Man kann nicht genug Praktika machen

Viele junge Menschen wissen nicht, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll. Praktika sind der beste Weg, das herauszufinden - ein Kommentar.

SZ-Volontärin Angelina Sortino findet, dass Jugendliche so viele Praktika wie möglich absolvieren sollten.
SZ-Volontärin Angelina Sortino findet, dass Jugendliche so viele Praktika wie möglich absolvieren sollten. © Bildstelle

Wenn das Ende der Schulzeit näher rückt, dann müssen sich junge Erwachsene zwangsläufig mit der Frage beschäftigen, wie es danach für sie weitergeht. Da hilft nur eins: ausprobieren! Praktika und Ferienjobs sind eine tolle Möglichkeit, in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern.

Dabei sollten Schülerinnen und Schüler bestenfalls nicht nur das eine Betriebspraktikum absolvieren, das das sächsische Kultusministerium ohnehin vorschreibt. Besser ist es, ab dem Wechsel in die achte Klasse mindestens eine Woche in den Sommerferien für ein Praktikum zu verwenden. Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung gibt es in Deutschland derzeit 324 nämlich anerkannte Ausbildungsberufe. Nur in einen möglichen Lehrberuf hineinzuschnuppern, ist deshalb zu wenig.

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Bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz kann es sich auszahlen, wenn man sich initiativ bei spannenden Unternehmen in der Region bewirbt. Über Absagen muss man sich dabei nicht ärgern. Denn auch das Verfassen einer gelungenen Bewerbung will geübt sein.

Sollte das Praktikum am Ende keinen Spaß bereiten, ist das ebenfalls kein Grund frustriert zu sein. Die investierte Ferienwoche hat sich dennoch gelohnt. Denn nun weiß man wenigstens, welchen Beruf man schonmal nicht erlernen möchte. Außerdem hat man Fähigkeiten wie Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Selbstorganisation trainiert, die man in jedem Beruf gebrauchen kann.

Manche Unternehmen bezahlen ihren Praktikanten und Ferienjobbern sogar ein kleines Taschengeld. Bei kurzen Praktika ist das eine nette Geste der Wertschätzung. Sollte ein junger Erwachsener jedoch mehrere Wochen oder sogar einen Monat für ein Unternehmen arbeiten, dann gehört er vom Unternehmen entlohnt. Ansonsten werden Praktika nämlich zu einem Privileg, das sich nur Jugendliche aus wohlhabenden Elternhäusern leisten können.

Dass wäre sehr schade. Denn im besten Fall findet man bei einem Praktikum nicht nur heraus, welche Ausbildung die richtige für einen ist, sondern lernt auch tolle Unternehmen kennen, die ein späterer Arbeitgeber sein könnten. Wenn man dann noch einen guten Eindruck hinterlassen hat, hält man eventuell im Anschluss an das Praktikum bald einen Ausbildungsvertrag in den Händen.

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