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Neue Bestattungsform in Possendorf

Der Friedhof an der B170 in Possendorf wird ein Aceretum bekommen. Im ersten Schritt sollen Urnen-Gräber rund um eine Linde entstehen.

Kirchenvorsteher Peter Behrendt steht auf dem künftigen Friedhof der evangelischen Kirche Possendorf. Hier soll es bald naturnahe Bestattungen geben.
Kirchenvorsteher Peter Behrendt steht auf dem künftigen Friedhof der evangelischen Kirche Possendorf. Hier soll es bald naturnahe Bestattungen geben. © Daniel Schäfer

Der neue Possendorfer Friedhof an der B 170 gegenüber der Kirche und dem alten Friedhof bekommt eine neue, naturnahe Bestattungsform. Vor allem die Nachfrage nach dieser Art der letzten Ruhestätte hätte Kirchenvorsteher Peter Behrendt dazu veranlasst, den Friedhof neu zu gestalten: "Die Überlegungen von unserer Seite her waren schon eher da, doch nun setzen wir die Idee eines Aceretums um."

Das bedeutet, dass in den nächsten Jahren Ahornbäume verschiedener Arten auf der linken Wiesenfläche des neuen Friedhofs gepflanzt werden. Unter ihnen sollen ringförmig je zwölf Urnen beigesetzt werden können. Im letzten Abschnitt der Umgestaltung sollen Rhododendren das Gelände vom Fußweg abgrenzen. "Wir haben alle Unterlagen an das Regionalkirchenamt eingereicht und hoffen, im November das Okay zu erhalten", sagt Behrendt. Noch im Dezember hofft er dann auf den Beschluss des Kirchenvorstandes, sodass die ersten naturnahen Bestattungen im Januar oder Februar 2021 angeboten werden könnten.

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Was wird die naturnahe Bestattung kosten?

Ein Urnenplatz rund um die Linde oder später einen Ahorn ist derzeit mit rund 3.000 Euro kalkuliert, sagt Peter Behrendt: "Das beinhaltet die Liegezeit von 20 Jahren, die Pflege durch uns, die Nutzung der Trauerhalle, die Beisetzung der Urne, den Liegestein mit dem Namen des Verstorbenen und die Friedhofsunterhaltungsgebühr." Endgültig würden die Preise aber vom Regionalkirchenamt festgelegt werden, sagt Behrendt.

Zum Vergleich: Auf dem evangelischen Possendorfer Friedhof kostet die Urnenbestattung in der Gemeinschaftsanlage mit den selben Leistungen rund 2.900 Euro, also ähnlich viel.

Mit der schnellen Errichtung des neuen Angebotes möchte Behrendt auch der geplanten Waldbestattungsstätte in der Grimmschen Heide bei Reinhardtsgrimma entgegentreten. Dort will der Privatmann Johannes von Hertell den "Waldfriedhof Osterzgebirge" errichten. Die kirchlichen und kommunalen Träger von Friedhöfen befürchten dadurch Konkurrenz, bei der sie preislich nicht mithalten können.

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