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Neues Bauhofauto startet in Bannewitz

Die Gemeinde Bannewitz hat sich ein neues Fahrzeug gegönnt. Die Anschaffung des 100.000-Euro-Mobils hatte im Vorfeld bei den Gemeinderäten für Wirbel gesorgt.

Die Gemeinde Bannewitz hat am 8. Dezember das neue Bauhofauto bekommen.
Die Gemeinde Bannewitz hat am 8. Dezember das neue Bauhofauto bekommen. © Gemeinde Bannewitz

Im Sommer hatte der Bannewitzer Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos) den Kauf von zwei Fahrzeugen trotz Widerständen durchgeboxt. Für insgesamt rund 190.000 Euro wurden ein neues und ein gebrauchtes Fahrzeug in den Dienst angeschafft. Beide Autos sollen unter anderem den Winterdienst erledigen. Doch die Gemeinderäte durften dabei nicht so mitbestimmen, wie sie wollten.

Welche Kritik gab es?

Die Entscheidung über die Fahrzeuganschaffungen war in einer eilig einberufenen und von den Räten nicht gewünschten Sondersitzungen während der Sommerpause gefallen. Da viele Räte nicht anwesend waren, stimmten nur sechs Politiker den Käufen zu.

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Doch trotz aller Kritik: Die umstrittenen Vergabeentscheidungen der Gemeinde Bannewitz zu den genannten Anschaffungen "sind korrekt verlaufen". Das teilte Thomas Obst, Leiter des Kommunalamtes des Landratsamtes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, mit. Er erklärt unter anderem, dass ein Bürgermeister jederzeit Sondersitzungen einberufen kann. "Eine form- und fristlose Ladung zur Sitzung kann dann erfolgen, wenn eine Angelegenheit so dringend ist, dass die regelmäßige Ladungsfrist nicht eingehalten werden kann. Das gilt auch für die zweite Sitzung eines Gemeinderates nach der Beschlussunfähigkeit in der ersten Sitzung", betont Thomas Obst.

Welche Aufgaben erledigt die neue Technik?

Nun ist das Fahrzeug da. Es wurde am 8. Dezember angeliefert und steht den Bauhofmitarbeitern zur Verfügung. An dem "MUVO-Auto" der Firma Max Holder sind multifunktional einsetzbare Geräteträger befestigt, die zum Beispiel beim Winterdienst für Rad- und Gehwege sowie im Mäheinsatz für die Randmahd an Gemeindestraßen und für den Heckenschnitt eingesetzt werden können. Zudem ist das Fahrzeug mit einer kippbaren Pritsche ausgerüstet, so dass es auch als Transportfahrzeug für Stück- und Schüttgüter dienen wird, teil die Gemeindeverwaltung mit.

Die Anschaffungskosten in Höhe von 126.568 Euro wurden mit Eigenmitteln der Gemeinde Bannewitz finanziert, welche regulär im Haushalt 2020 geplant waren.

Das andere Fahrzeug für den Bauhof, ein "Boki 1152 B" ist bereits da und hat den defekten Multicar ersetzt. Kostenpunkt hier: rund 62.000 Euro. Dieser Kipper ist für Transportarbeiten und den Winterdienst vorgesehen.

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