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Oskarshausen sagt Lichterspektakel in Freital ab

Lange hatten die Macher gehofft, die Freiluftveranstaltung doch noch starten zu können. Am Jahresende gibt es einen gänzlich neuen Anlauf.

Für die Winterzeit als glühender Höhepunkt gedacht, muss Lichterhausen nun erneut verschoben werden.
Für die Winterzeit als glühender Höhepunkt gedacht, muss Lichterhausen nun erneut verschoben werden. © PR/Oskarshausen

Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetroffen. Nachdem das Entdeckerland Oskarshausen in Freital bereits mehrmals sein Spektakel "Lichterhausen" verschieben musste, wurde das Event nun endgültig abgesagt. Zumindest für diese Wintersaison.

"Wir hatten bereits mehrmals verschoben, vom Start im November auf den Dezember, dann auf den Januar. Das Event in das Frühjahr hinein zu verlegen, ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll", sagte Theresa Tamme, Marketingleiterin bei Oskarshausen. Deshalb falle Lichterhausen für diese Saison nun ganz aus.

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Umsonst sollen aber die vielen Ideen, Vorbereitungsarbeiten und Investitionen nicht gewesen sein. Tamme: "Wir wollen "Lichterhausen" in der nächsten Wintersaison durchführen." Alle Interessenten, die bereits Tickets gebucht hatten - immerhin mehr als 1.000 Vorbestellungen gab es - werden kontaktiert. Wer möchte, bekomme dann im Herbst einen neuen Termin mitgeteilt, sagt die Marketingleiterin.

Lichttechniker suchten nach Aufträgen

Dem Entdeckerland für Familien ergeht es nicht anders als Schwimmbädern, Sportstudios, Kinos oder Museum. Aufgrund der Corona-Pandemie ist seit November geschlossen. Lediglich der Handelsbereich blieb bis Anfang Dezember noch geöffnet, sodass Oskarshausen-Fans zumindest durch die Regalreihen flanieren konnten. Der der gesamte Freizeit- und Spielebereich ist seit Wochen stillgelegt.

Damit fiel auch "Lichterhausen" aus, wo es doch hätte neues Publikum anziehen und der Veranstaltungsbranche auf die Beine helfen sollen. Die Idee, eine fantasievolle und fantastische Lichterinstallation im Außengelände aufzubauen, kam nämlich krisenbedingt zustande.

"Wir wurden im Sommer von Technikern und Unternehmern aus der Veranstaltungsbranche angesprochen, ob wir nicht Aufträge für sie hätten", berichtet Oskarshausen-Chef Christian Wehlan. Schon damals fürchtete die Kunst- und Kulturszene weitere Einbußen aufgrund der Pandemie.

Konzept wurde sogar prämiert

Gemeinsam entwarf man das Projekt "Lichterhausen", von dem man annahm, pandemie-unabhängig zu sein. Das Konzept: Die Veranstaltung sollte immer abends nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden. Es wurden separate Eingangs- und Ausgangsbereiche angelegt, die Tickets sollten nur auf Bestellung und personalisiert verkauft werden.

"Damit hätten wir gewährleistet, dass lediglich eine bestimmte Anzahl Besucher im Gelände unterwegs ist. Alle Hygienevorschriften hätten wir einhalten können", sagt Tamme. Das Konzept überzeugte auch die Jury eines vom sächsischen Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus ausgelobten Wettbewerbs. Prämiert wurden im Herbst Veranstaltungsreihen, die sich extra auf alle Bedingungen im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen eingestellt hatten.

Das Vorbereitungsteam von "Lichterhausen", in dem unter anderem auch das Freitaler Unternehmen Stageport mitarbeitete, gewann dabei ein Preisgeld von 30.000 Euro.

Team hofft auf eine Öffnung vor Ostern

Derart bedacht, glaubten die Macher von Oskarshausen, gegen die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gewappnet zu sein. Dann kam Mitte Dezember die komplette Schließung der Freizeiteinrichtung.

Nun hofft man, Ende Februar/Anfang März grünes Licht für eine Wiedereröffnung zu bekommen. "Wir hoffen auf Ostern", sagt Theresa Tamme. 14 Tage Vorlauf brauche man.

Die Hoffnung ist, dass viele Menschen sozusagen ausgehungert nach Freizeitattraktionen sind. Zumindest entnimmt Theresa Tamme das den zahlreichen Zuschriften, die wöchentlich per E-Mail eintreffen. "Wir bekommen viel Zuspruch. Das motiviert uns."

Neue Attraktionen bereits aufgebaut

Und es hilft, die kommenden Saison zu planen. Die Sommermonate sind die besucherstärksten Monate im Oskarshausen. Das Lichterspektakel einfach in die warme Jahreszeit zu schieben, so aber keine Option, so die Marketing-Expertin. "Das passt von der Atmosphäre her nicht und außerdem wird es spät dunkel." Für Familien wären späte Abendtermine nach 22 Uhr unattraktiv.

Vielmehr plane man für die Zeit von April bis Oktober wieder zahlreiche Einzelveranstaltungen und baue neue Attraktionen auf. Einige davon stehen schon, wie eine neue Wellenrutsche oder Oskars Cookies-Welt.

Auf die Hygienevorschriften und Einschränkungen sei man eingestellt. "Wir hoffen aufgrund der Situation, dass viele Menschen Urlaub im eigenen Land machen und auch mal ins Oskarshausen kommen."

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