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Freital
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Pesterwitzer Kinder verkaufen Kuchen für Ukraine-Hilfe

Das Backwerk ging bis auf den letzten Krümel weg. Es kam ein vierstelliger Betrag zusammen, der noch vor Ort einem Freitaler Verein weitergereicht wurde.

Von Annett Heyse
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Futtern für den guten Zweck: Beim Kuchenbasar kam eine große Box voller Geld für die Ukraine-Hilfe zusammen.
Futtern für den guten Zweck: Beim Kuchenbasar kam eine große Box voller Geld für die Ukraine-Hilfe zusammen. © Egbert Kamprath

Kuchen futtern für einen guten Zweck: Dazu ließen sich kürzlich viele Pesterwitzer nicht zweimal bitten und kauften beim Kuchenbasar der Grundschule ordentlich ein. Die Mädchen und Jungen hatten mithilfe ihrer Eltern und Großeltern für die Aktion zahlreiche leckere Kuchen gebacken.

Das Ziel: Geld für die Ukraine-Hilfe sammeln. damit auch viele Einwohner von der Aktion erfuhren, wurden in Pesterwitz Plakate ausgehängt. Der Kuchenbasar sprach sich daraufhin so sehr herum, dass am Ende der vierstündigen Aktion tatsächlich kein Stück Kuchen mehr übrig war. Stattdessen war die Kasse voll: 1.766 Euro hatten die Schüler eingenommen.

Die Summe war auch deshalb so hoch, weil viele Kunden nicht nur den Kuchen bezahlten, sondern auch noch zusätzlich Geld spendeten.

Kurz nach dem Ende des Basars wurde das Geld direkt an Vertreter des Vereins "Zusammenleben" aus Freital übergeben. Die Vereinsvorsitzende, Tatjana Jurk, sowie eine Vertreterin des Vereins, Elena Valitova, seien sichtlich begeistert von der Hilfsaktion und dem Engagement der Kinder, Eltern und Lehrkräfte gewesen, heißt es seitens der Organisatoren.

Ukrainer mit dem Nötigsten versorgen

„Wir erziehen unsere Kinder zur Hilfsbereitschaft. Die Situation in der Ukraine ist für uns als Schule Anlass etwas zu tun. Alle sind dabei - Kinder, Eltern und Lehrer. Es tut gut zu sehen, wie alle für eine gute Sache zusammenstehen“, sagte die Direktorin der Grundschule, Gabriele Grande, bei der symbolischen Spendenübergabe.

In Absprache mit der Vereinsvorsitzenden werden vom Erlös nun Medikamente, Verbandsmaterialien sowie SIM-Karten für die Kontaktaufnahme mit den in der Heimat Zurückgebliebenen sowie dringend notwendige Dinge des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise Windeln, Zahnbürsten und Hygieneartikel gekauft.

Beim "Zusammenleben", in den Neunzigerjahren gegründet zur besseren Integration von Einwanderern, arbeiten viele Menschen aus den ehemaligen Sowjetrepubliken mit. Vor allem sie helfen nun den Ukrainern beim Ankommen, ersten Behördengängen und der Versorgung mit dem Nötigsten.