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Freitaler CDU-Stadtrat gegen Waffenlieferungen an Ukraine

Candido Mahoche hat als junger Mensch den Bürgerkrieg in Mosambik erlebt. Zur Situation in der Ukraine hat er eine klare Meinung.

Von Annett Heyse
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Candido Mahoche lebt seit vielen Jahren in Freital, ist hier Stadtrat und als Fußballtrainer bekannt.
Candido Mahoche lebt seit vielen Jahren in Freital, ist hier Stadtrat und als Fußballtrainer bekannt. © Egbert Kamprath

Es kommt selten vor, dass eine Sitzung des Freitaler Stadtrates zur Bühne für Statements wird, die sich auf die weltpolitische Lage beziehen. Neulich aber war es so weit. CDU-Mann Candido Mahoche ergriff das Wort für eine persönliche Erklärung. Das Thema: der Krieg in der Ukraine.

Mahoche sprach sich vehement gegen Waffenlieferungen aus. "Wer Waffen liefert, der möchte, dass der Krieg weitergeht", sagte er.

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Für seinen Standpunkt lieferte er einige persönliche Hintergründe. Mahoche stammt aus Mosambik. Das Land trudelte nach der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 in einen 16 Jahre währenden Bürgerkrieg. "Ich habe erlebt, was Krieg ist. Das können wir nicht unterstützen. Keine Waffen für die Ukraine", sagte er vor den Stadträten.

Mahoche selbst entkam dem Krieg, weil er als Gastarbeiter Ende der Siebzigerjahre in die DDR ausreisen konnte. Er landete zunächst im Dresdner Stadtteil Coschütz, wo er in der Brauerei eine Berufsausbildung absolvierte. Später erwarb er sogar den Meisterbrief als Braumeister.

Seit vielen Jahren lebt Candido Mahoche in Freital und engagiert sich als Trainer im Nachwuchsfußball des Hainsberger Sportvereins und jetzt beim Sportclub Freital. Er organisiert seit vielen Jahren auch Integrationsturniere speziell für Junioren- und Erwachsenenteams, die in ihren Reihen Spieler oder Spielerinnen mit ausländischen Wurzeln haben.

Dafür bekam er in diesem Jahr eine Ehrenurkunde des Landessportbundes Sachsen überreicht.

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