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Problem-Container sind umgezogen

Weil an der Freitaler Südstraße immer wieder Müll abgestellt wurde, hat die Stadt den Standort aufgegeben. Das Altglas kann man jetzt an anderswo entsorgen.

Die Altglascontainer stehen jetzt an der Einmündung Hirschbergstraße, gegenüber von Wohnhäusern.
Die Altglascontainer stehen jetzt an der Einmündung Hirschbergstraße, gegenüber von Wohnhäusern. © Annett Heyse

In Freital gibt es einen Stellplatz mit Containern für Altglas. Er befindet sich auf der Südstraße direkt gegenüber der Einmündung Hirschbergstraße. Dort ist man allerdings nicht so glücklich über den Anblick, wie ein Anwohner in einem Brief an Sächsische.de schreibt.

Als die Stellfläche vor Kurzem geschaffen wurde, hätten die Anwohner gehofft, die stählerne "100" mache hier demnächst Halt, schreibt der Mann. Die Stele anlässlich des Freitaler Gründungsjubiläums wandert in Abständen von Stadtteil zu Stadtteil.

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Etwas größeres kam dann tatsächlich an die Hirschbergstraße - in Form von drei Altglascontainern. "Wie frisch vom Schrottplatz geholt!", schimpft der Anwohner. Dies sei ein wahrhaft auffälliger Kontrast zu dem ansonsten gepflegten Umfeld.

Immer wieder illegale Müllentsorgung

Was dem Anwohner von der Hirschbergstraße möglicherweise entgangen ist: Die Container standen bisher nur wenige hundert Meter entfernt. In Sichtweite des Knotenpunktes Südstraße/Tharandter Straße befand sich bis Mitte Dezember der Sammelplatz für Altglas.

Abgeräumt und gereinigt: Der ehemalige Stellplatz für die Altglascontainer an der Freitaler Südstraße.
Abgeräumt und gereinigt: Der ehemalige Stellplatz für die Altglascontainer an der Freitaler Südstraße. © Annett Heyse

Doch der Standort zwischen Bahndamm und Berghang - fernab aller Wohnhäuser - war problematisch. Immer wieder luden dort Bürger ihren Müll ab. So gut wie wöchentlich mussten Mitarbeiter des städtischen Bauhofes ausrücken, um dort zum alte Autoreifen, ausgemusterte Wäscheständer, Elektronikschrott, Matratzen, Altkleider einzusammeln - um nur einige Beispiele zu nennen.

Auch ein Hinweisschild, der Platz werde videoüberwacht, half nicht - zumal keine Kameras zu sehen waren.

Glascontainer jetzt unter Beobachtung

Immer wieder tauchten bei Facebook zudem Fotos von dem Unrat auf, von erbosten Freitalern entsprechend kommentiert. Die Müllsünder hingegen blieben unentdeckt und zahlreich. Nun hat die Stadt kapituliert und die Container umgesetzt.

In der Hirschbergstraße erhofft man sich, das Müllproblem besser in den Griff zu bekommen. Gegenüber des neuen Stellplatz stehen Wohnhäuser, die Container sind somit besser unter Beobachtung. Wer hier noch Müll illegal entsorgt, muss damit rechnen ertappt und angezeigt zu werden.

Der ehemalige Glascontainerplatz hingegen wurde gründlich beräumt, der Erdboden aufgelockert. Ein kleiner Damm am Fahrbahnrand sowie Leitpfosten sollen verhindern, dass jemand auf die Fläche fährt.

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