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Gefahrenquelle Schulweg - wie man Kinder schützen kann

Die Ferien sind bald vorbei. In ganz Freital machen sich Kinder also wieder auf den Schulweg. Der birgt Gefahren. Was für die Sicherheit der Kinder getan wird.

Damit Kinder sicher in der Schule ankommen, sollten Eltern mit ihnen das Verhalten im Straßenverkehr trainieren.
Damit Kinder sicher in der Schule ankommen, sollten Eltern mit ihnen das Verhalten im Straßenverkehr trainieren. © Symbolbild:123rf.com

Am 6. September enden die Ferien in Sachsen. Das bedeutet, dass Verkehrsteilnehmer ab kommenden Montag wieder mit mehr Kindern im Straßenverkehr rechnen müssen. Weil auch viele jüngere Schüler den Weg zur Schule alleine zurücklegen, sollten Autofahrer also besonders vorsichtig fahren.

Auch bei der Polizei bereitet man sich auf den Schulstart vor. "Das Polizeirevier Freital-Dippoldiswalde führt – wie jedes Jahr zum Schuljahresbeginn – im Zeitraum vom 6. September bis 21. September zahlreiche Verkehrskontrollen vor Grundschulen im Zuständigkeitsbereich durch", sagt Polizeisprecher Marko Laske. Die Kontrollen übernehmen vor allem Bürgerpolizisten im Zusammenwirken mit dem Streifendienst des Polizeireviers.

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Doch auch die Kinder selbst können durch ihr Verhalten das Risiko für einen Unfall senken. Deshalb führen viele Grundschulen in Freital mit ihren Erstklässlern ein Training für das richtige Verhalten auf dem Schulweg durch.

Grundschulen bieten Training für Erstklässler an

Eine dieser Einrichtungen ist die Geschwister Scholl Grundschule in Hainsberg. Die stellvertretende Schulleiterin Heike Gawantka sagt: "Bei uns kommt der ADAC, der den Schülern das richtige Verhalten im Straßenverkehr erklärt. In der Regel findet das zeitnah nach den Sommerferien statt." Die Schulung dauert laut der Konrektorin ungefähr eine Stunde und wird auf dem Schulgelände durchgeführt.

Florian Heuzeroth, Pressesprecher des ADAC Sachsen erklärt, wie ein solches Training in der Regel abläuft: "Pädagogisch ausgebildete Moderatoren besprechen mit den kleinen Verkehrsteilnehmern die ersten Erlebnisse im Straßenverkehr." Das laufe sehr spielerisch ab: "Das gemeinsame Singen des Liedes 'Bei Rot bleib‘ ich stehen, bei Grün kann ich gehen' verinnerlicht erste Verhaltensweisen", sagt Heuzeroth.

Im praktischen Teil lernten die Kinder den Verkehrsablauf an Fußgängerampeln und -überwegen und übten das richtige Verhalten. "Im Mittelpunkt stehen der wichtige Blickkontakt und die Interaktion zwischen Fußgänger und Autofahrer." Nach dem Training erhalten die Schüler eine Urkunde als Belohnung.

Eltern sollten Kinder-Perspektive einnehmen

Neben den Angeboten in der Schule sollten auch Eltern versuchen, ihren Kindern zu zeigen, wie man sich im Straßenverkehr sicher bewegt.

Helmut Büschke, Vorstandsmitglied des ADAC Sachsen, erklärt: "Wer seine Kinder sicher auf dem Schulweg wissen möchte, sollte diesen vorher ein paar Mal gemeinsam mit ihnen ablaufen und mögliche Gefahren erklären."

Außerdem kann es helfen, sich den Schulweg mal aus der Perspektive des eigenen Nachwuchses anzuschauen. "Man sollte mal in die Hocke gehen und schauen, welchen Überblick man zum Beispiel zwischen geparkten Autos eigentlich hat", sagt Büschke. Davon das Kind mit dem Eltern-Taxi selbst zur Schule zu bringen, rät der ADAC jedoch ab. Denn das kann sowohl für den eigenen Nachwuchs als auch für andere Schüler gefährlich werden. „Eine Häufung von elterlichen Fahrzeugen, die meist in zweiter Reihe halten und danach zu plötzlichen Wendemanövern ansetzen: Das ist gerade für Kinder eine unübersichtliche Situation im Neuland namens Straßenverkehr“, sagt Helmut Büschke.

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Auch das Landeskriminalamt Sachsen hat einige Tipps für Eltern. Es empfiehlt den Kindern gut sichtbare Kleidung anzuziehen und sie bestenfalls mit Reflektoren auszustatten. Außerdem müsse man den Kindern vermitteln, dass die Straße kein Spielplatz ist.

Zudem sollten Eltern sich selbst an alle Verkehrsregeln halten. "Kinder lernen von Vorbildern. Das größte Vorbild sind Sie", mahnt das Landeskriminalamt.

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