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So festlich wie es eben geht

Ein Radio-Profi aus Freital moderiert die Festveranstaltung zum 100. Stadtgeburtstag. Ab Montag ist sie im Fernsehen.

Michaela Stahl drängt sich sonst nicht in den Vordergrund, schließlich arbeitet die Journalistin beim Radio, nicht beim Fernsehen.
Michaela Stahl drängt sich sonst nicht in den Vordergrund, schließlich arbeitet die Journalistin beim Radio, nicht beim Fernsehen. © SZ/Tilman Günther

Ihre Stimme ist bekannt, ihr Gesicht eher weniger. „Das ist auch ganz gut so“, sagt Michaela Stahl. „Ich will gar nicht so im Vordergrund stehen.“ In diesem Fall aber nimmt sie es in Kauf.Als die Mitarbeiter des Projektbüros „100“ der Stadt Freital auf sie zukamen mit der Frage, ob sie die Moderation für die Festveranstaltung zum 100. Stadtgeburtstag übernehmen würde, hat sie nicht lange überlegt. „Es hat mich unglaublich gefreut, dass ich gefragt wurde. Das macht mich schon ein bisschen stolz“, sagt sie.

Die 42-Jährige ist gebürtige Freitalerin, an der Weißeritz aufgewachsen, später ins Umland gezogen, wo sie mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie nun schon für Radio Dresden und Hitradio RTL. Als Journalistin berichtet sie vor allem über die Geschehnisse in der Landespolitik. Ihre Nachrichtenbeiträge spricht sie selbst ein, doch eine klassische Moderatorin ist sie nicht.

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Die Moderation hat Michaela Stahl für die Festveranstaltung zum 100. Geburtstag ihrer Heimatstadt „von Herzen gern übernommen“, wie sie sagt. Dabei durfte sie auch das Ensemble Principale vorstellen.
Die Moderation hat Michaela Stahl für die Festveranstaltung zum 100. Geburtstag ihrer Heimatstadt „von Herzen gern übernommen“, wie sie sagt. Dabei durfte sie auch das Ensemble Principale vorstellen. © Stadt Freital

„Deshalb war es für mich schon eine ziemliche Herausforderung, durch so eine Sendung zu führen“, sagt sie. Es sei jedoch vom Team des städtischen Projektbüros alles so gut vorbereitet worden, mit so viel Herzblut, wie sie sagt, dass es ihr leicht gemacht wurde. „Ich konnte mich auf meine Moderation konzentrieren“, sagt sie. „Alles andere, die ganze Organisation, Technik, Ablaufplan und vieles mehr war super vorbereitet.“

Mit Pauke und Trompete

Ein bisschen Lampenfieder habe sie vor der Aufzeichnung trotzdem gehabt. „Das gehört einfach dazu, wenn man eine Sache ernst nimmt.“ Und obwohl es keine Live-Sendung war, kein Publikum in der Kirche dabei sein durfte, sei es doch wirklich sehr festlich gewesen. „Das Gespräch mit Uwe Rumberg und die ganze Zusammenarbeit war wirklich sehr angenehm und professionell.“

Der Oberbürgermeister hält in der Sendung selbstverständlich eine Festrede. Historische und aktuelle Stadtansichten werden gezeigt, es gibt einen Rückblick auf bereits realisierte Veranstaltungen und Projekte zum 100. Stadtgeburtstag genauso wie eine Vorschau auf noch Kommendes. Zudem haben der Dresdner Kreuzorganist Holger Gehring und das „Ensemble Principale“ mit Pauke und Trompete für einen festlichen musikalischen Rahmen gesorgt.

„Wir haben uns lange überlegt, wie wir den Auftakt in das Festjahr gestalten wollen“, sagt Oberbürgermeister Uwe Rumberg. „Ursprünglich sollte ja ein festliches Konzert in der Christuskirche stattfinden. Dabei war es uns ein wichtiges Anliegen, viele Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam das Stadtjubiläum einzuläuten.“ Dass es nun anders kommt, sei schade, habe aber auch Vorteile. „Viele Menschen können von zu Hause über ihren Kabelanschluss oder das Internet teilhaben.“ Denn die Veranstaltung in der Christuskirche in Deuben ist vom Freitaler Sender FRM-TV aufgezeichnet worden. Erstmals gesendet wird sie dort am 5. April um 20.30 Uhr und dann bis 18. April täglich um 8.30, 12.30, 15.30 und 20.30 Uhr ausgestrahlt.

Dabei durfte Michaela Stahl auch mit Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg ins Gespräch kommen.
Dabei durfte Michaela Stahl auch mit Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg ins Gespräch kommen. © Stadt Freital

Die Stadt selber behält sich die Premiere im Internet vor und wird am Ostermontag schon vor 20.30 Uhr damit online gehen. Die festliche Sendung von 45 Minuten Länge kann über www.100.freital.de angeschaut werden. Die Produktion hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit FRM-TV sowie mit Unterstützung des Soziokulturellen Zentrums und dessen Projekt Lifeart TV produziert.

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Michaela Stahl ist auf das Ergebnis genauso gespannt, wie viele Freitaler. „Ich habe den fertigen Beitrag noch nicht gesehen“, sagt sie. „Aber ich habe Vertrauen in das Produktionsteam, dass die Sendung gut geworden ist.“ Gerade in dieser Zeit sei es wichtig, etwas Schönes anbieten zu können. „Das ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit für meine Heimatstadt.“

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