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Erste Bruchlandung für Rabenauer Kicker

Aufsteiger Rabenau unterliegt im Derby Fußball-Kreisoberliga klar. An der Ligaspitze gibt es derweil einen Wechsel. Wurgwitz verliert doppelt.

Traf doppelt: Pesterwitz’ Johannes Schiller, hier in einem früheren Spiel (l.).
Traf doppelt: Pesterwitz’ Johannes Schiller, hier in einem früheren Spiel (l.). © Andreas Weihs

Von Falk Rösler

Der 1. FC Pirna ist neuer Kreisoberliga-Tabellenführer und steht damit nach dem 5. Spieltag erstmals dort, wo ihn die meisten Experten auch am Ende der Saison erwarten. Neben dem eigenen 3:0-Heimerfolg über Stolpen, bei dem David Henke (2) und Daniel Eichstädt trafen, brauchte die Elf vom Sonnenstein für ihren Sprung auf Platz eins allerdings auch die Schützenhilfe anderer Vereine.

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So profitierte man von der schon etwas überraschenden 1:4-Niederlage des bisherigen Liga-Primus Gorknitz in Schönfeld. Den bisher so torgefährlichen „Almfußballer“ bekam die Dresdner Höhenluft gar nicht, denn nur Eric Nitschke konnte sich zum zwischenzeitlichen 1:3 in die Torschützenliste eintragen. Schönfeld nutzte seine Chancen dagegen fast optimal und holte sich mit einem Strafstoßtor von Patrick Hammermüller nach bereits drei Spielminuten den für einen Favoritensturz nötigen Optimismus. Die weiteren SG-Treffer erzielten Felix Kehr (2) und Jan Kunath.

Den Worten ihres Trainers Ronny Schulz aus der SZ-Vorschau vom Freitag („Wir wollen unsere kleine Siegesserie auch in Reinhardtsdorf ausbauen“) ließ die dritte Mannschaft des SC Freital am Sonnabend überzeugende Taten folgen. 3:0 hieß es am Ende für die Gäste auf dem Kunstrasenplatz an der Waldbadstraße. Entsprechend gut gelaunt, trotz Autopanne, resümierte Schulz die Partie. „Absolut verdienter Sieg, der hätte sogar noch höher ausfallen können“, sagte er.

Neben der vom Trainer immer wieder hervorgehobenen „mannschaftlichen Geschlossenheit“ ragt mit Justin Dubovsky zurzeit besonders ein SC-Spieler heraus. Der gerade 19-jährige Stürmer erhöhte mit drei Toren in Reinhardtsdorf sein persönliches Konto auf aktuell sieben Treffer. Fußballerisch groß geworden ist das Talent beim Hainsberger SV und spielte dort unter anderem mit der A-Jugend in der Landesklasse. Nun startet er nach der Fusion der Freitaler Klubs im Herrenbereich zunächst in der Kreisoberliga durch - womöglich nur ein Sprungbrett für ihn im Großverein.

Zurück in die Warteschleife hieß es für Dippoldiswalde und Neustadt. Ihr am Sonntag in Reinhardtsgrimma angesetztes Duell musste wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Sehr gute Bedingungen, dazu eine stattliche Zuschauerkulisse mit vielen bekannten Gesichtern aus dem Kreisoberliga-Umfeld, fanden dagegen zur gleichen Zeit Rabenau und Pesterwitz im Stadion der Möbelwerker vor. Passend zur Atmosphäre boten beide Teams beim Wiedersehenstreffen ehemaliger Motor-Freital-Spieler eine packende, schnelle und sehenswerte Partie. Am Ende konnte die Pesterwitzer Fraktion über einen 4:1-Auswärtssieg jubeln.

Die Freude darüber stand Marco Tillig, neben Torhüter Florian Koppe einer der Besten auf SVP-Seite, nach Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Er sagte zum Spielverlauf: „In der ersten Halbzeit hatten wir sicherlich auch etwas Glück mit unserer knappen Führung. Das zweite Tor von Johnny (Johannes Schiller traf doppelt, Anm. d. Red.) hat die Rabenauer dann geschockt. Wir waren einfach den Tick cleverer an diesem Tag.“ Justin Liebscher mit einem herrlichen Schlenzer ins lange Eck und Tillig selbst per Schuss von der Strafraumgrenze in der Nachspielzeit erzielten die weiteren Gästetreffer.

Für Rabenau war nur Rene Will vom Elfmeterpunkt zum zwischenzeitlichen 1:3 erfolgreich. Sein Trainer Jan Speckmann sagte nach der ersten Saisonniederlage für den Aufsteiger: „In der ersten Halbzeit waren wir spielbestimmend, machen aber die Tore nicht. Danach hat Pesterwitz sehr diszipliniert verteidigt und am Ende nicht unverdient gewonnen.“

Mit hängenden Köpfen reisten die Wurgwitzer aus Langburkersdorf ab. 0:3 und auch noch Torhüter Sebastian Hille, er musste in der 16. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden, verloren - so lautete die Bilanz der Freitaler nach in jeder Hinsicht harten neunzig Minuten.

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