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Freitals Fußballern fehlt noch ein Punkt zum Aufstieg

Der Landesliga-Spitzenreiter gewinnt 2:0 in Kamenz und erhält drei Zähler am Grünen Tisch. Wilsdruff setzt sich im Kellerduell 2:1 durch.

Von Jürgen Schwarz
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Fußballer in Aktion.
Fußballer in Aktion. © Symbolbild: dpa/Frank Molter

Freital/Kamenz. In der Fußball-Landesliga ist der SC Freital auf die Zielgerade in Richtung Oberliga eingebogen. Der Spitzenreiter setzte sich am Sonnabend in Kamenz mit 2:0 (1:0) durch. Philip Weidauer (1.) und Kapitän Marian Weinhold (66.) erzielten die Tore.

„Die drei Punkte aus dem Heimspiel gegen Markkleeberg mit eingerechnet, benötigen wir noch einen Zähler, um den Aufstieg perfekt zu machen“, sagte Freitals Chefcoach Knut Michael. Die Markkleeberger waren in der Vorwoche zum Spiel beim Tabellenführer nicht angereist, die Partie soll mit 2:0 für Freital gewertet werden. Das Urteil des Sportgerichts des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) wird Ende der Woche rechtskräftig.

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Einer der drei ersten Plätze ist notwendig, um sich sportlich für den Aufstieg zu qualifizieren. Der Sportclub hat als einziger Sachsenligist die Zulassung für die Oberliga beantragt. „Wir wollen aber nicht als Zweiter oder Dritter, sondern als Sachsenmeister aufsteigen. Dafür benötigen wir noch sechs Punkte, vorausgesetzt, Verfolger Großenhain gewinnt seine drei ausstehenden Spiele“, erklärte Michael.

„Zum dritten Mal infolge bekommen wir ein zeitiges Gegentor. Damit haben wir dem Spitzenreiter in die Karten gespielt, denn die Freitaler stehen bekanntlich defensiv sehr kompakt“, sagte der Kamenzer Coach Andre Kohlschütter. „Uns hat es nach dem 0:1 bis zur Pause an Aggressivität und Intensität gefehlt, daher war uns Freital überlegen. In der zweiten Halbzeit wurde es besser und wir waren die spielbestimmende Mannschaft. Die Abschlüsse waren da, aber leider konnten wir keine Chance nutzen.“

Die Freitaler, die in 15 Partien lediglich zwei Gegentore kassierten, behielten die Ruhe und lauerten auf Konter. „Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld war der Sportclub sofort zur Stelle und erhöhte 2:0. Es war ein verdienter Sieg für Freital, auch weil uns die Durchschlagskraft fehlte“, sagte Kohlschütter.

Wilsdruff gibt Kampf um den Ligaverbleib nicht auf

Im Kampf um den Klassenverbleib in der Landesliga spitzt sich die Lage immer mehr zu, auch weil die SG Motor Wilsdruff Woche für Woche verbissen um jeden Zähler kämpft. „Nun haben wir uns noch drei Endspiele erarbeitet“, sagte Motor-Coach Paul Rabe nach dem 2:1-Last-Minute-Sieg im Kellerduell bei Kickers Markkleeberg. Die Gastgeber waren durch einen von Christian Blochwitz verwandelten Strafstoß in Führung gegangen (33.). Praktisch mit dem Pausenpfiff erzielte Pitt Krahl, ebenfalls vom Elfmeterpunkt, den Ausgleich.

Als alles auf ein Remis hindeutete, setzte Wilsdruff den entscheidenden Angriff und kam durch Roma Stührenberg in der zweiten Nachspielminute noch zum Siegtreffer. „Die Partie hatte sicher kein Landesliga-Niveau. Wir haben uns mit viel Moral und dem notwendigen Quäntchen Glück diese drei Punkte erkämpft“, so Rabe, der seinen Trainer-Vertrag nicht verlängern wird. „Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass das eine ganz heiße Schlussphase im Abstiegskampf geben wird.“

Trotz der Erklärung des Aufstiegsverzichtes bleiben die Kicker des SC Freital II derweil auch nach dem 17. Spieltag der Fußball-Landesklasse Mitte im Kampf um den Staffelsieg im Rennen. Gegen den Meißner SV gab es auf dem Rasenplatz am Burgwartsberg einen 3:1-Erfolg. Zwar gingen die Gäste durch Scott Spallek in Führung, doch Eric Zimmermann gelang noch vor dem Pausentee der Ausgleich. Ein Doppelschlag nach dem Seitenwechsel durch David Treuner und Philipp Rehn sorgte für die Entscheidung.

„Wir fanden zunächst schwer in diese Spitzenbegegnung. Nach einer taktischen Umstellung lief es besser und es wurde ein letztlich ungefährdeter Sieg“, sagte Freitals Coach Jens Wagner. Sein Team rangiert im Klassement weiterhin auf Platz zwei hinter Fortuna Chemnitz.

Der Hartmannsdorfer SV kassierte gegen Fortuna Langenau eine knappe 0:1-Niederlage. Wesentlich deftiger kam der SV Bannewitz beim FV Gröditz mit 0:5 unter die Räder. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und mit individuellen Fehlern den Gegner zum Toreschießen eingeladen. Nach dem 0:1 scheitert Lev Magazanik mit einem Elfer am Gröditzer Schlussmann. Nun sind wir wieder im Abstiegskampf“, sagte der Bannewitzer Sportchef Mario Bräuer. (mit jj)

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