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Mit guter Form ins große Derby

Fußball: Freital siegt erneut, auch Wilsdruff punktet. Nun blicken die Fans auf das direkte Duell am Sonnabend.

Traf früh zur Wilsdruffer Führung: Yves Morgenstern (vorn links, hier in einem früheren Spiel).
Traf früh zur Wilsdruffer Führung: Yves Morgenstern (vorn links, hier in einem früheren Spiel). © Andreas Weihs

Was haben der amtierende Meister Einheit Kamenz, Ex-Regionalligist Budissa Bautzen und Landesliga-Neuling SC Freital gemeinsam? Die drei Mannschaften haben alle einen optimalen Saisonstart hingelegt, stehen nach zwei Spieltagen in der 6. Liga mit jeweils sechs Zählern zu Buche. Der Sportclub von der Weißeritz behauptete sich dabei am Sonnabend im ersten Sachsenliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte mit 1:0 (1:0) gegen den FV Eintracht Niesky. Auch die SG Motor Wilsdruff ließ wieder aufhorchen. Nach dem 2:0-Punktspielstart zu Hause gegen Lößnitz, kehrte die Sportgemeinschaft mit einem 1:1 (1:1) aus Marienberg zurück.

In Freital-Hainsberg versetzte der 36 Jahre alte Michael Heera die meisten der 171 Zuschauer in der 86. Minute in Feierlaune. Sein später Siegtreffer sorgte auch bei Trainer Knut Michael für Sonderapplaus: „Nach einem Eckball trifft Michael mit der Hacke ins kurze Eck. Eine feine Aktion.“ Zuvor hatten sich beide Teams nichts geschenkt. „Es war ein intensives Spiel, in dem jede Mannschaft hätte gewinnen können. Beide Teams hatten Chancen, haben aber auch insgesamt nicht allzu viel zugelassen. Wir haben uns am Ende den Sieg erarbeitet“, sagte Michael.

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Wilsdruff muss improvisieren

„Wir werden in Marienberg definitiv eine andere Wilsdruffer Mannschaft sehen“, hatte vor dem Wochenende Trainer Paul Rabe nach der 0:4-Pokalpleite beim Landesklässler Borea Dresden versprochen. Schon nach 180 Sekunden untermauerte Yves Morgenstern nun im Punktspiel im Erzgebirge vor 156 Zuschauern das Vorhaben mit dem 1:0 für die Gäste. Maximilian Schreiter sorgte noch vor der Pause (39.) für den Endstand.

„Mit dem Punkt müssen wir am Ende leben“, sagte Rabe, der auf Sebastian Göldner und Antonio Knop (beide verletzt) sowie den gesperrten Georg Bormann verzichten musste. „Zudem verletzte sich nach wenigen Minuten Max Rehwald, sodass wir improvisieren mussten.“ Nach guten Beginn überließen die Wilsdruffer in einer eher durchschnittlichen Partie den Gastgebern frühzeitig die Initiative. „Es war dann nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fällt“, so Rabe.

„Im zweiten Abschnitt haben wir dann zu schnell die Bälle verloren und mussten dadurch viel Laufarbeit verrichten.“ Dennoch ist der Motor-Coach äußerst zufrieden mit dem Abschneiden seiner Schützlinge in den ersten beiden Saisonspielen. „Für uns ein Superstart mit vier Punkten“, sagt er.

Nun fiebern die Fans dem Derby im Parkstadion entgegen. Am Sonnabend gastiert ab 15 Uhr der SC Freital in Wilsdruff. „Wir wollen es dem Favoriten so schwer wie möglich machen und an die Leistung vom ersten Heimspiel gegen Lößnitz anknüpfen“, sagt Rabe bereits kämpferisch.Den ersten Zähler auf seinem Konto verbucht hat der VfL Pirna-Copitz. Die Mannschaft um Kapitän Tim Baumann kam beim FC Lößnitz zu einem 1:1. Vor nur 88 zahlenden Besuchern brachte Kay Weska die Gäste nach 50 Minuten in Führung, Philipp Wanzek glich in der Schlussphase aber noch aus (79.).

Trotz Etatkürzung um 40 Prozent scheint unterdessen der amtierende Meister Einheit Kamenz im Titelkampf wieder ein ernsthaftes Wörtchen mitzureden. Die Lessingstädter ließen zu Hause dem Großenhainer FV keine Chance (4:2). Oliver Pohling (27., 74), Miguel Pereira Rodrigues (58.) und Jonas Krautschick (30.) hatten Einheit mit 4:0 in Vorhand gebracht, ehe Karl-Ludwig Zech (84.) und Tom Ruhner (90./Strafstoß) den 18 Jahre alten Florian Kopittke überwanden.

Eröffnet hatten den 2. Spieltag Budissa Bautzen und Neusalza-Spremberg am Freitagabend unter Flutlicht (2:1). Fast 400 Zuschauer „sorgten für eine beeindruckende Stimmung“, sagte Thomas Hentschel. Der Budissa-Coach sah eine starke erste Halbzeit seiner Schützlinge, die Oldie Karel Vrabec (5.) und Florian Baudisch (36.) mit zwei Toren belohnten. Nach dem Wechsel kamen die Gäste auf und durch ihren Neuzugang Kamil Kurianowicz zum Anschluss (79.). Der Pole hatte bereits beim Auftaktspiel gegen Radebeul (3:1) alle Tore für Neusalza markiert.

Die ersten Zähler buchten die BSG Stahl Riesa beim 1:0 gegen Handwerk Rabenstein und die Radebeuler gegen Markkleeberg (3:1). „Not gegen Elend“, hatte Stahl-Coach Karsten Oswald in der ersten Halbzeit gesehen. Hinzu kam eine Gelb-Rote Karte nach dem Wechsel. „Meine erste Ampelkarte als Trainer“, sagte der Ex-Dynamo-Profi nach dem Abpfiff. Das Tor des Tages vor 270 Zuschauern erzielte Marvin Reinkober nach einer Stunde Spielzeit. Im Radebeuler Weinbergstadion war Oliver Birnbaum, Torwart der Hausherren, der beste Mann auf dem Platz. Unter den RBC-Torschützen befand sich auch der Ex-Pirnaer Marius Riedel.

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