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Revanche für die Sechs-Tore-Schmach

Fußball: Pesterwitz will im Pokal schlechte Erinnerungen tilgen. Höckendorf versucht derweil, die eigene Festung zu sichern.

Wo geht die Reise hin? Während Pesterwitz (in weiß) es im Top-Duell mit Langburkersdorfs Erster Mannschaft zu tun bekommt, sind die Pirnaer FC-Kicker (in rot) gegen die Reserve klarer Favorit.
Wo geht die Reise hin? Während Pesterwitz (in weiß) es im Top-Duell mit Langburkersdorfs Erster Mannschaft zu tun bekommt, sind die Pirnaer FC-Kicker (in rot) gegen die Reserve klarer Favorit. © Daniel Förster

Von Falk Rösler

Bereits zum dritten Mal in der noch jungen Saison wird am Wochenende der Fußball-Ligabetrieb auf Kreisebene zugunsten des Pokalwettbewerbes unterbrochen. Inzwischen ist man hier, abgesehen von noch zwei ausstehenden Spielen der 2. Runde, schon im Achtelfinale angekommen.

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Die favorisierten Kreisoberliga-Teams gehen sich dieses Mal aus dem Weg - bis auf eine Ausnahme: Dem Spitzenspiel zwischen Pesterwitz und Langburkersdorf. Beide Teams standen sich erst vor drei Wochen im Kampf um Punkte gegenüber. Die 1:6-Heimpleite von damals steckt den Randfreitalern mit Sicherheit noch in den Köpfen. SVP-Trainer Bernd Noack macht klar, dass man die Schmach vergessen machen will. „Unser Team konnte mit dem ersten Ligadreier gegen Schönfeld am vergangenen Wochenende endlich neues Selbstvertrauen schöpfen“, sagt er. „Wir gehen mit voller Motivation ins Spiel und wollen ins Viertelfinale.“

Die Dritte Mannschaft des SC Freital reist am Sonnabend nach Heidenau und trifft dort auf die in der Kreisliga A aktive Landesklassen-Reserve. SC-Trainer Ronny Schulz, der mit seiner Mannschaft nach dem Sieg im Elfmeterschießen in Graupa in Runde 2 erneut auf einen Neuntligisten trifft, warnt vor einer Unterschätzung des Gegners. „Wir gehen das Spiel an, als ginge es gegen die Erste HSV-Mannschaft. Wir wollen natürlich gewinnen, haben aber auch die Partie in Graupa mit ihren Klippen als Mahnung vor Augen.“

Kreisliga A kontra Kreisoberliga heißt es auch im Duell zwischen Höckendorf und Neustadt. Spieler, Trainer und die treue Fangemeinde des HVF „brennen“ auf das Spiel, berichtet Trainer Michael Trobsch. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten in einem Pflichtspiel gab es ebenfalls im Pokal an gleicher Stelle im September 2014. Damals siegten die Gäste in einer Schlammschlacht, nachdem der Himmel schon in der ersten Halbzeit alle Schleusen öffnete, mit Mühe 3:1. Diesmal soll nun die „Festung Schenkberg“ unbezwungen bleiben. Michael Trobsch, dessen Bruder Andre immer noch zu den besten Torjägern der Region zählt, hofft auf die Überraschung: „Zuhause und endlich mal Achtelfinale – wir werden alles versuchen, diese Ausgangsposition trotz klarer Außenseiterrolle mit einem Sieg zu krönen.“

Nur Auswärtsspiele bescherte das Los im diesjährigen Pokalwettbewerb den Dorfhainern. Nach zwei erfolgreichen Reisen in Richtung Osterzgebirge, Hermsdorf und Hartmannsdorf II schaltete man jeweils 3:2 aus, geht es diesmal für den A-Kreisligisten zu einer Liga tiefer spielenden Elf aus Struppen.

Für die größte Überraschung im laufenden Wettbewerb bisher sorgte die SpG Reinhardtsgrimma/Dippoldiswalde II per 1:0 in Runde 2 über den in der Liga überragend gestarteten Kreisoberliganeuling Rabenau. Die nächste Aufgabe für die Pokalhelden aus der Kreisliga A heißt SpG Saupsdorf/Sebnitz II und ist eine Liga tiefer aktiv.

Am Sonntag stehen dann noch die zwei Nachholspiele aus der 2. Runde auf dem Programm. Pokalverteidiger 1. FC Pirna muss bei der Langburkersdorfer Reserve antreten und gilt dabei als klarer Favorit. Der einzig noch verbliebene Kreisklassenvertreter, die Graupaer Reserve, empfängt zur gleichen Zeit die SG Braunsdorf. Besonders die Kesselsdorfer Kreisoberligisten dürften hier den Gästen aus der Kreisliga B die Daumen drücken, wären doch die Ortsnachbarn Gegner im Kampf um das Viertelfinale zum Ausweichtermin am Buß- und Bettag.

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