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„Vereinen muss ich ein Kompliment aussprechen“

Julian Schiebe, Präsident des Fußball-Kreisverbandes, zieht eine kleine Jahresbilanz, in der es nicht nur um Corona geht.

Ist stolz auf die Vereine der Region: Julian Schiebe, Präsident des Fußball-Kreisverbandes.
Ist stolz auf die Vereine der Region: Julian Schiebe, Präsident des Fußball-Kreisverbandes. © Daniel Schäfer

Von Falk Rösler

Auch für den Kreis-Fußball geht in diesen Tagen ein Jahr ohnegleichen zu Ende. Der Trainings- und Spielbetrieb aller Vereine im Landkreis wurde durch die Corona-Pandemie ganz erheblich beeinflusst.

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Zur Erinnerung – bereits Anfang März musste die Saison 2019/20 nach dem ersten Rückrundenspieltag abgebrochen werden. Trotz großer Hoffnung noch im Frühjahr kam es zu keiner Fortsetzung des Spielbetriebes. Die Staffelsieger wurden durch eine Quotenregelung ermittelt und durften ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen.

Der herbeigesehnte Saisonstart 2020/21 erfolgte schließlich planmäßig, zunächst mit der Fortsetzung des alten Pokalwettbewerbes, im August. Es folgten zwei Monate weitgehender Normalität in Anlehnung an den Rahmenterminkalender. Die geforderten Hygienemaßnahmen wurden durch die Vereine inzwischen routiniert und gewissenhaft umgesetzt. Anfang November, nach drei Pokalrunden und sieben regulären Liga-Spieltagen ereilte dann die Kreis-Fußballer, aufgrund der steigenden Infektionszahlen nicht ganz unerwartet, der erneute harte Lockdown.

Für Julian Schiebe, Präsident des Kreisverbandes, war 2020 trotz aller Widrigkeiten kein gänzlich verlorenes Jahr. Er zog gegenüber der SZ folgende Bilanz: „Für den Amateurfußball geht ein außergewöhnliches Jahr zu Ende. Auf der einen Seite hat die Corona-Pandemie den Amateursport tiefgreifend verändert, so dass hier viel Improvisation gefragt war. Den Vereinen muss ich ein Kompliment aussprechen: Allen Widrigkeiten zum Trotz hat man hier bis zuletzt alles dafür gegeben, den Spiel- und Trainingsbetrieb am Laufen zu halten. Auf der anderen Seite lohnt es sich gerade jetzt auch einmal auf die Bereiche zu schauen. Im Frauenbereich haben wir die neue Kreisliga aus der Taufe heben, bei den Junioren konnten wir als erster Flächenkreis in ganz Sachsen den Funino-Wettbewerb starten, digitale Angebote ausbauen und haben mit der Endrunde im Futsalcup und dem Finale im Kreispokal jeweils wieder mehrere hundert Zuschauer begeistert. Hier können wir auch stolz sein und sagen: Im Fußball bewegt sich etwas!“

Kein Ende des „Stillstandes“ im Amateurbereich in Sicht

Diesen letzten Satz ihres Präsidenten möchten die Kicker aller Altersklassen natürlich allzu gern selbst mit dem Ball am Fuß auf dem Platz oder in der Halle wieder Leben einhauchen. Aktuell ist aber kein Ende des „Stillstandes“ im Amateurbereich in Sicht. Immerhin gibt es von der Videokonferenz des Sächsischen Verbandes mit allen Stadt- und Kreisverbänden am 11. Dezember erste Signale, wie man sich einen Restart 2021 vorstellt. Dabei wird eine sportliche Wertung des Ligabetriebs (Meister, Auf- und Absteiger) angestrebt, für die eine abgeschlossene, einfache Runde Voraussetzung ist.

Zudem sollen die Pokalwettbewerbe zu Ende gebracht werden. Je nach Staffelstärke und Terminsituation können die Staffelleiter aber auch flexiblere Modelle wählen. Man darf durchaus gespannt sein wie die Vereine auf die Zukunftspläne der Funktionäre reagieren.

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