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Nachrücker im Freitaler Stadtrat

Thomas Käfer wurde als Stadtrat verpflichtet. Er entscheidet sich für eine Fraktion. Ein anderer Stadtrat ist nun Einzelkämpfer.

Thomas Käfer, Ortsvorsteher von Kleinnaundorf, ist jetzt auch Stadtrat.
Thomas Käfer, Ortsvorsteher von Kleinnaundorf, ist jetzt auch Stadtrat. © Egbert Kamprath

Freitals Kommunalparlament hat ein neues Mitglied. In der Sitzung am Donnerstagabend wurde Thomas Käfer verpflichtet. Er rückt für Sven Heisig nach, der den Rat verlässt. Heisig war kürzlich zum Stadtwehrleiter berufen worden. Als Angestellter der Stadt in solch einer Führungsposition darf er jedoch nicht gleichzeitig Mitglied im Rat sein.

"Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagte Sven Heisig zum Abschied. Zwar sei er nur etwas mehr als ein Jahr Stadtrat gewesen, habe in dieser Zeit aber viele neuen Erfahrungen gesammelt. "Das hat meinen Horizont noch mal erweitert, was Kommunalpolitik anbelangt."

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Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg bedankte sich für Heisigs Mitarbeit im Rat und wünschte ihm für die Arbeit als Wehrleiter alles Gute.

Käfer wählt die Konservative Mitte

Für Sven Heisig, der bei der Wahl 2019 auf der Liste der CDU angetreten war, aber die Fraktion zwischenzeitlich verlassen und sich Freitals konservativen Mitte angeschlossen hatte, rückt Thomas Käfer nach.

Käfer stand bei der Wahl ebenfalls auf der CDU-Liste. Der Ortsvorsteher aus Kleinnaundorf wurde noch am Donnerstagabend verpflichtet und erklärte, sich ebenfalls den Konservativen um Fraktions-Chef Martin Rülke anzuschließen. "Ich habe Gespräche mit mehreren Stadträten geführt und mich auch mit mehreren Fraktionen beschäftigt. Mir ist es wichtig, dass ich mich 100-prozentig mit dem, was ich mache, identifizieren kann."

Wichtig seien für ihn Werte wie Familie, Heimat und Tradition - Freitals konservative Mitte lag da nahe.

AfD-Fraktion schrumpft

Ein anderer Stadtrat ist hingegen nun als Einzelkämpfer unterwegs. René Seyfried ließ seiner Ankündigung bei Facebook, die AfD-Fraktion zu verlassen, Taten folgen. Er erklärte seinen Austritt und sitzt nun als fraktionsloses Mitglied im Stadtrat. Damit verliert Seyfried seine Sitze in Ausschüssen und Aufsichtsräten.

Dort ändern sich durch die erneuten Wechsel auch noch einmal die Zusammensetzungen. Nachteilig wird sich dies vor allem auf die AfD auswirken. Sie bilden nun nicht mehr eine der beiden stärksten Fraktionen und müssen in Ausschüssen und Aufsichtsräten Sitze an die Mitte-Links-Fraktion abtreten.

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