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SOE: Großes Interesse bei weniger Besuchern

Der Tag der Architektur wurde im Kreis unterschiedlich angenommen - ist aber noch nicht zu Ende.

Ein virtueller Rundgang durch das Gymnasium Wilsdruff ist nach dem Tag der Architektur weiter möglich.
Ein virtueller Rundgang durch das Gymnasium Wilsdruff ist nach dem Tag der Architektur weiter möglich. © Foto: iproplan® Planungsgesells

Als verhalten hat Maren Schober die Resonanz auf den Tag der Architektur am zurückliegenden Wochenende eingeschätzt. Die Sprecherin der Architektenkammer Sachsen zeigte sich dennoch zufrieden, dass angesichts der Corona-Krise die meisten teilnehmenden Objekte zu besichtigen waren.

Möglicherweise seien viele nach der langen Pandemie-Pause noch vorsichtig gewesen oder wollten sich bei nötigen Anmeldungen bei einigen Besichtigungen nicht festlegen.

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Virtuell auf Erkundungstour in Wilsdruff

Trotzdem waren die meisten Verantwortlichen der fünf Objekte im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit dem Interesse zufrieden.

Wie viele Besucher einen virtuellen Rundgang durch das Gymnasium Wilsdruff unternommen haben, das versucht Markus Esche von der Iproplan Planungsgesellschaft Chemnitz gerade herauszubekommen, wie er sagte. "Dass beim Start der Tour aus der Vogelperspektive gleich mit der ans Gelände angepassten Architektur bekannt gemacht wurde, war für viele ein guter Einstieg", sagte Esche. Auch die immer wieder eingeblendeten Erklärungen würden viele als informativ empfinden.

Die Runde durch Klassenzimmer, über Flure und das Außengelände mit Hinweisen zu einzelnen Details soll auch weiterhin per Mausklick möglich sein.

Nur zwei Führungen in Sporthalle in Bannewitz

Nicht ganz erfüllt wurden die Erwartungen der Architekten beim angebotenen Rundgang durch die Dreifeld-Sporthalle in Bannewitz. Projektverantwortlicher Marcus Stevens von Iproconsult Dresden hat nach eigenen Informationen einmal knapp 20 Besucher geführt und das zweite Mal nur fünf.

Gern hätte er mehr Rundgänge angeboten. "Vielleicht sollten wir mit der Gemeinde das nächste Mal noch mehr Werbung machen", so Stevens, der trotzdem jederzeit wieder das für ihn ganz besondere Projekt vorstellen würden.

Den Interessenten, die da waren, erklärte er gern, welche Besonderheiten bei einer solchen Halle zu beachten sind, wie Prallwände gestaltet und die 36 Meter langen Dachträger eingepasst wurden.

Fasziniert von bunten Suiten und Moosdecke in Pirna

Maximal ausgelastet dagegen waren die Möglichkeiten für Besichtigungen im Laurichhof in Pirna. Mit 55 Besuchern an beiden Tagen seien die einstündigen Führungen gut koordinierbar gewesen, sagt Franz Philip Seidel, Marketingchef des Designerhotels. Einige Interessenten hätte er sogar vertrösten müssen.

Erklärungen von der Idee der farbenfroh gestalteten Suiten bis hin zur Möglichkeit nach einem Test im Hotel Einrichtungsgegenstände für daheim zu kaufen, seien für die Besucher neu und interessant gewesen. Großen Anklang hätte die Moosdecke im Wellnessbereich gefunden. Etwa 100 Gäste fanden ebenfalls in Pirna den Weg zur Pestalozzioberschule und interessierten sich dort für die Verbindung von Alt- und Neubau.

Etwas weiter entfernt im Gohrischer Ortsteil Kleinhennersdorf empfing Matthias Könitz zwölf Besucher im entstehenden Holzhaus.

"Das war für mich aber so in Ordnung, weil ich dadurch ganz individuell meine Intensionen zum Holzbau in Umgebindeoptik erläutern konnte", sagt der Architekt des Gebäudes, in dem fünf Ferienwohnungen eingerichtet werden. Immer wieder hätte es auch Fragen zu den Unterschieden zu einem traditionellen Umgebindehaus gegeben.

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