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Possendorfer Taufsteinbild ab Ostern zurück?

Seit etwa einem halben Jahr wird das Taufsteinbild aus der Possendorfer Kirche in Dresden restauriert. Am Freitag geht auch der Deckel in die Werkstatt.

Das rund 400 Jahre alte Gemälde aus Possendorf wird derzeit restauriert. Offenbar wurde es nie übermalt.
Das rund 400 Jahre alte Gemälde aus Possendorf wird derzeit restauriert. Offenbar wurde es nie übermalt. © Marion Doering

Am Freitag wird die Dresdner Restauratorin Anke Stenzel den Taufsteindeckel aus der Possendorfer Kirche abholen. Auch er soll in ihrer Werkstatt in Dresden-Mickten restauriert werden.

Auf ihrer Arbeitsplatte liegt bereits seit dem letzten Jahr das fast 400 Jahre alte dazugehörige Taufsteinbild die "Taufe Jesu im Jordan". Das Öl-Tempera-Gemälde wird ebenfalls von Anke Stenzel restauriert und soll voraussichtlich zu Ostern zurück in die Possendorfer Kirche kommen, sagt Kirchenvorsteher Peter Behrendt gegenüber Sächsische.de.

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Anke Stenzel hat während ihrer Arbeit an dem Bild nun festgestellt, dass es so wie es vorliegt ein Original ist und nie übermalt oder geändert wurde. Peter Behrendt erklärt: "Das Institut für Sächsische Geschichte hatte die Vermutung kundgetan, dass das Bild aus einem anderen herausgeschnitten wurde, weil die Taufszene nicht genau mittig abgebildet wurde. Das ist nun offenbar nicht so."

Zum Künstler und der Entstehungszeit des Bildes ist noch vieles unklar. Bis Dezember 2020 war davon ausgegangen worden, dass es aus dem Jahr 1656 stammt. Eine Inschrift auf der Rückseite des Kunstwerks hatte diese Jahreszahl offenbart. Zuvor hatte nur ein Zettel auf der Rückseite mit 1773 auf die Entstehung hingewiesen.

Ob das Bild vom kurfürstlich-sächsischen Hofmaler Joachim Friedrich Schreyvogel gemalt wurde - welcher von 1616 bis 1684 lebte - oder doch von einem anderen Künstler wird immer noch erforscht.

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