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Zauckerode: Drei Probleme, drei Baustellen

Kaputte Fußwege, kaum Parkplätze, keine barrierefreien Haltestellen - die Stadt Freital will das nun ändern. Das ist der Plan.

An der Glück-Auf-Straße in Freital-Zauckerode werden die Bushaltestellen umgebaut.
An der Glück-Auf-Straße in Freital-Zauckerode werden die Bushaltestellen umgebaut. © Egbert Kamprath

Als vor zweieinhalb Wochen an der Oppelstraße und der Glück-Auf-Straße Warnbaken und Sperrschilder aufgebaut wurden, war das endlich der sichtbare Hinweis auf eine seit langem angekündigte Baumaßnahme. In Freitals am dichtesten besiedeltem Wohngebiet gibt es - den Verkehr betreffend - vor allem drei Probleme: enge Straßen, fehlende Parkplätze und schlechte Fußwege. Zumindest in einem Bereich Zauckerodes soll das nun der Vergangenheit angehören. Hier wird bis Frühjahr nächsten Jahres gebaut.

Die Haltestellen: Bequemes Ein- und Aussteigen

An der Glück-Auf-Straße befinden sich vor dem Ambulatorium zwei große Bushaltestellen - eine je Fahrtrichtung. Drei Stadtlinien halten hier, zudem auch Überlandlinien, die weiter in Richtung Kesselsdorf/Gompitz fahren. "Die Frequenz der Haltestellennutzung an der Glück-Auf-Straße hat sich nach Fahrplanänderungen und mit einem deutlich größeren Fahrgastaufkommen in den vergangenen Jahren stark erhöht", heißt es seitens der Stadt.

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Halten die Busse in jede Richtung gleichzeitig, ist auf der Straße selbst für Pkws kein Durchkommen mehr. Zudem sind die Bordhöhen auf einem Niveau, welches ein bequemes Ein- und Aussteigen für Menschen mit Gehbehinderung unmöglich macht. Die Haltestellen werden deshalb barrierefrei umgebaut, also mit höheren Borden versehen. Außerdem wird für den Stopp in Fahrtrichtung Moritz-Fernbacher-Straße eine Busbucht angelegt.

Einmal beim Bauen, möchte die Stadt gleich noch den Straßenabschnitt erneuern. Zudem wird auf Höhe der Treppenanlage, die zur Heinrich-Heine-Straße und zum Weißiger Hang führt, ein Fußgängerüberweg markiert. Die Kosten liegen bei 221.000 Euro. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben zu 75 Prozent.

Während der Bauphase, die bis Mitte April geplant ist, ist die Glück-Auf-Straße als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Oppelstraße ausgeschildert. Fußgänger werden teilweise über provisorisch angelegte Wege geleitet. Die Bushaltestellen sind verlegt.

Die Parkplatznot: Neue Flächen an der Oppelstraße

Ein immer wiederkehrendes Diskussionsthema in Zauckerode ist das Parkplatzproblem. Besonders Bürger, die erst spätabends von der Arbeit kommen, müssen oft lange suchen. Zumindest an der Oppelstraße soll sich die Situation bald entspannen. Dort möchte die Stadt die kaputten Fußwege reparieren.

Insgesamt handelt es sich um 260 Meter beidseitig der Oppelstraße - ausgehend von der Einmündung Glück-Auf-Straße in Richtung Wilsdruffer Straße. Die Oberflächen der Fußwege sind oft repariert, die Borde sind abgetreten oder haben sich gesenkt. Weil die Bürgersteige mit gut drei Meter Breite sehr großzügig ausgelegt sind - normal sind 2,50 Meter- sollen sie in Zukunft schmaler sein. Der gewonnene Raum wird der Straße zugeschlagen und als Parkstreifen ausgeschildert werden. Etwa 17 Pkw-Stellplätze können so geschaffen werden. Die vorhandenen Überquerungsstellen für Fußgänger bleiben erhalten und werden ausgebaut. Die Beleuchtung des Fußgängerüberwegs wird entsprechend dem aktuellen Stand der Technik erneuert, ebenso die Straßenentwässerung angepasst.

Gebaut wird hier ab Januar. Voraussichtlich im Mai soll alles fertig sein. Gebaut wird auch hier unter Teilsperrung. Das heißt, dass die Oppelstraße nur in Richtung Wilsdruffer Straße befahrbar ist.

Die Fußwege an der Oppelstraße werden saniert und dabei zurück gebaut, sodass Parkstreifen angelegt werden können..
Die Fußwege an der Oppelstraße werden saniert und dabei zurück gebaut, sodass Parkstreifen angelegt werden können.. © Egbert Kamprath

Die Gehwege: Neues Betonpflaster statt Stolperstellen

Nach zwei Wochen Bauzeit schon gut vorangekommen sind die Arbeiten an der Ringstraße. Hier war der Fußweg eine dieser typischen Stolperstrecken. Kurzerhand wurde der komplette Gehweg weggebaggert. Nun legen die Bauarbeiter den Bürgersteig komplett neu an. Er bekommt ein Betonpflaster, wie dann auch die Bürgersteige an der Oppelstraße.

Begonnen haben die Arbeiten zuerst am Fußweg Ringstraße. Hier wurde die Stolperstrecke abgerissen und komplett neu aufgebaut.
Begonnen haben die Arbeiten zuerst am Fußweg Ringstraße. Hier wurde die Stolperstrecke abgerissen und komplett neu aufgebaut. © Egbert Kamprath

Die Arbeiten an der Ringstraße sollen noch im Dezember erledigt sein. Damit ist das erste Teilstück der Baumaßnahme fertig. Ganz billig wird das alles nicht. Die Gesamtkosten für das Projekt Oppelstraße/Ringstraße liegen bei rund 395.000 Euro. Für das Bauvorhaben wurden Fördermittel des kommunalen Straßen- und Brückenbaus vom Freistaat Sachsen in Höhe von rund 245.000 Euro gewährt. Am Bauvorhaben beteiligt sich die Freitaler Stadtwerke GmbH (FSW) mit der Umverlegung von Glasfaserkabeln und Gasleitungen.

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