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Spannende Versteigerung in Tharandt

Es wurden 20 Kunstwerke für einen guten Zweck versteigert. Die Resonanz war weit über den Erwartungen.

Alexa Wolff von der Sahl, leitet die Versteigerung, die in der Findus-Buchhandlung von Annaluise Erler, stattfand. Rechts neben ihr Sebastian Guggolz, Verleger aus Berlin und Gabriele Sternitzky, Vorsitzende vom Lions Club (v.l.).
Alexa Wolff von der Sahl, leitet die Versteigerung, die in der Findus-Buchhandlung von Annaluise Erler, stattfand. Rechts neben ihr Sebastian Guggolz, Verleger aus Berlin und Gabriele Sternitzky, Vorsitzende vom Lions Club (v.l.). © Daniel Schäfer

Darauf war der Lions Club Tharandt nicht vorbereitet. Jetzt muss er vermutlich tiefer in die Tasche greifen, als erwartet. Die endgültigen Abstimmungen laufen noch. "Aber ich gehe davon aus, dass alle ihre Zustimmung geben werden", sagt Annaluise Erler, Inhaberin der Buchhandlung Findus in Tharandt.

Was war passiert. In ihrem Laden fand eine Versteigerung statt, von der sowohl die Künstler der 20 zur Auswahl stehenden Werke profitieren sollten, als auch die Spielbühne Freital. Den Erlös aus dem Startpreis bekamen die Künstler. Was bei der Versteigerung darüber hinaus ging, sollte an die Spielbühne gespendet werden. In Corona-Zeiten durften sie nicht auftreten, Einnahmen fehlten.

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Diesen Betrag aus der Versteigerung wollte der Lions Club dann verdoppeln. Natürlich war die Ausgabe eingeplant. "Aber nicht in der Höhe", sagt Erler. Denn zum einen wurden tatsächlich alle 20 Kunstwerke versteigert. Zum anderen liegt die Spendensumme für die Spielbühne bei knapp 3.000 Euro, die nun aller Voraussicht nach noch verdoppelt wird.

Gebote kamen auch online

Der Andrang der Interessierten war groß. Mehr hätte in den Laden zur Versteigerung gar nicht reingedurft. So passte es sehr gut, dass man in Tharandt auch online per Internet Gebote abgeben durfte. "Das war alles schon sehr spannend", sagt Erler. Es gab einen richtigen Katalog und es konnten auch schon vorab die Werke im Laden begutachtet und Gebote abgegeben werden. Davon machten viele Gebrauch.

Im Angebot war unter anderem Keramik, eine Skulptur, Grafiken, eine Radierung und auch ein Ölbild. Alexa Wolff von der Sahl leitete die Versteigerung souverän. Nicht nur bei der Skulptur von Matthias Jakisch gab es regelrechte Bietergefechte. Tatsächlich erhielten auch Online-Bieter den Zuschlag.

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Am Ende war die Aktion von Künstlern für Künstler ein voller Erfolg. Bei keiner der sieben vorangegangenen Versteigerungen war die Resonanz so groß wie dieses Mal. Im nächsten Jahr wird es wieder eine Versteigerung geben. Möglicherweise spart der Lions Club Tharandt jetzt schon dafür an.

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