merken
Freital

Vortrag über Freitals Industrie verschoben

Im Technologiezentrum sollte die Geschichte der Freitaler Industrie vorgestellt werden. Dies musste jetzt kurzfristig abgesagt werden.

Dem ehemaligen Schmelztiegelwerk widmet sich ein Teil von Klaus Dimters Veranstaltung.
Dem ehemaligen Schmelztiegelwerk widmet sich ein Teil von Klaus Dimters Veranstaltung. © Egbert Kamprath

Eigentlich war schon alles vorbereitet: Die Plakate, welche Ausstellungsstücke ihren Platz finden und wie sie angeordnet werden. Doch die aktuelle Corona-Lage hat Heimatforscher Klaus Dimter einen Strich durch seine Rechnung gemacht. Er hatte geplant, eine Ausstellung zu Freitals Industriegeschichte zu veranstalten, inklusive Vortrag. Die Veranstaltungsreihe kann jetzt zwar nicht stattfinden, wird aber nur verschoben und nicht ganz abgesagt. Wahrscheinlich holt Klaus Dimter das Projekt im April oder Mai 2022 nach.

„Von 100 Jahren Freital war ich 75 Jahre dabei“, sagt Klaus Dimter scherzhaft. Ganz so lange lebt der 77-Jährige noch nicht hier. 1952 kam er mit seiner Familie nach Hainsberg und ist seitdem in Freital geblieben. Mit dabei waren immer die Liebe und Begeisterung für die Industrie. Angefangen hat es mit der Ausbildung als Werkzeugmacher dann die Arbeit im Prüfgerätewerk, im Bereich Umwelttechnik und Landschaftsbau.

Anzeige
Nicht irgendein Neben-Job, sondern einer mit Verantwortung und Sinn
Nicht irgendein Neben-Job, sondern einer mit Verantwortung und Sinn

Die KLINIK BAVARIA Kreischa sucht Schreibkräfte (w/m/d) und medizinisches Personal (w/m/d).

Die Idee zum Vortrag kam schließlich bei einem Osterspaziergang. Von Weitem hat er die Spinnerei gesehen und einem Freund geschrieben: Mensch, was sich hier verändert hat, von früher zu heute, erzählt Dimter. Da war für ihn klar: Er muss unbedingt was machen. Die Veranstaltungsreihe 100 Jahre Freital kam ihm dabei gelegen und so hat er angefangen, seine Ausstellung zu organisieren.

Ausstellung soll an frühere Generationen erinnern

Mit seinem Projekt will Dimter in erster Linie den früheren Generationen Anerkennung schenken und wertschätzen. „Die Leute haben das früher erst mal überhaupt alles zum Laufen gebracht“. Die Ausstellung soll die Vielfalt der Industrie zeigen – mit Bildern, Videos und besonderen Erfindungen der sogenannten Schattenwirtschaft der DDR.

Sein Vortrag und die Ausstellung beschäftigen sich mit der industriellen Vergangenheit. Die Leute sollen sich dort wiedererkennen, erinnern aber auch den Enkeln zeigen, wo sie zum Beispiel früher gearbeitet haben. Dann erfolgt der Schritt in die Gegenwart. Vier Firmen aus dem Technologiezentrum öffnen ihre Türen und stellen ihre Arbeit vor.

Ursprünglich sollten der Vortrag und die Firmenbesichtigungen am 19. November ab 17 Uhr stattfinden. Die Ausstellung sollte daraufhin drei Wochen lang geöffnet sein. Im Frühjahr 2022 wird die Veranstaltung nachgeholt.

Mehr zum Thema Freital