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Baumbestattung in Possendorf ab April

Ab dem Frühjahr werden auf dem neuen Possendorfer Friedhof naturnahe Baumbestattungen angeboten. Ein Urnenplatz soll rund 3.000 Euro kosten.

Peter Behrendt auf dem Areal des neuen Friedhofs der evangelischen Kirche Possendorf. Hier soll ein neues naturnahes Bestattungsangebot entstehen.
Peter Behrendt auf dem Areal des neuen Friedhofs der evangelischen Kirche Possendorf. Hier soll ein neues naturnahes Bestattungsangebot entstehen. © Daniel Schäfer

Eigentlich sollte die naturnahe Bestattungsform auf dem neuen Possendorfer Friedhof der evangelischen Kirche an der B170 bereits ab diesem Winter angeboten werden, doch es gab Verzögerungen.

Am Montag fand dazu nun noch ein Telefonat mit dem Regionalkirchenamt statt, sagt Kirchenvorsteher Peter Behrendt auf Nachfrage von Sächsische.de: "Unsere Pläne sind demnach jetzt Genehmigungsfähig und müssen nur minimal nachgebessert werden."

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Diese Nachbesserungen beträfen einzelne Kalkulationen, welche sich aber nicht auf die Beerdigungskosten im neuen Aceretum auswirken sollen. Eine Urnenbestattung in der geplanten Naturanlage soll etwa 3.000 Euro kosten, sagt Behrendt. "Das beinhaltet die Liegezeit von 20 Jahren, die Pflege durch uns, die Nutzung der Trauerhalle, die Beisetzung der Urne, den Liegestein mit dem Namen des Verstorbenen und die Friedhofsunterhaltungsgebühr."

Der Beginn des neuen Angebotes ist nun für April 2021 angesetzt worden.

Wie soll die naturnahe Bestattung aussehen?

Künftig soll es in Possendorf ein sogenanntes Aceretum geben. Im ersten Schritt sollen rund um eine ältere Linde Urnen-Gräber entstehen. In den nächsten Jahren sollen Ahornbäume verschiedener Arten auf der linken Wiesenfläche des neuen Possendorfer Friedhofs gepflanzt werden. Unter ihnen sollen ringförmig je zwölf Urnen beigesetzt werden können.

Im letzten Abschnitt der Umgestaltung werden Rhododendren das Gelände vom Fußweg abgrenzen.

Mit der schnellen Errichtung des neuen Angebotes möchte Behrendt auch eine Pendant zu der geplanten Waldbestattungsstätte in der Grimmschen Heide bei Reinhardtsgrimma anbieten.

Dort will der Privatmann Johannes von Hertell den "Waldfriedhof Osterzgebirge" errichten. Die kirchlichen und kommunalen Träger von Friedhöfen befürchten dadurch Konkurrenz, bei der sie preislich nicht mithalten können.

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