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Warum bleibt die Baustelle an der B170?

Obwohl gar nicht gebaut wird, bleibt die Baustellenabsperrung an der B 170 in Bannewitz als Zwischenlösung stehen. Das soll Autofahrern in die richtige Spur helfen.

Die Baustellenabsperrung auf der B 170 soll noch eine Weile stehenbleiben, um Autofahrern in die richtige Spur zu helfen.
Die Baustellenabsperrung auf der B 170 soll noch eine Weile stehenbleiben, um Autofahrern in die richtige Spur zu helfen. © Daniel Schäfer

Mitte September sind die letzten Arbeiten im Bereich der B 170 in Bannewitz abgeschlossen worden. Die Staub und Lärm abhaltende Schutzwand wurde wieder aufgebaut, nachdem sie wegen der Errichtung einer Haltestelle und eines Fußweges an der Bundesstraße seit Anfang des Jahres gefehlt hatte. Doch die Baustellenabsperrung steht immer noch.

"Damit sich die Verkehrsteilnehmer nicht verfahren", heißt es vom sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). "Das Einziehen auf einen Fahrstreifen im Bereich des Ortseingangs Bannewitz, kurz vor der Kreuzung Boderitzer Straße, hat zum Ziel, sowohl die Verkehrssicherheit, als auch die Begreifbarkeit der Verkehrsführung an der Kreuzung zu erhöhen", sagt Lasuv-Sprecher Franz Grossmann auf Nachfrage zur bestehenden Situation. Die Autofahrer fädeln sich also in eine einspurige Straßenführung auf der B170 ein, damit sie dann wählen können, ob sie auf die Rechts- oder Linksabbiegerspur wechseln oder geradeaus fahren wollen.

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"Hier spricht man umgangssprachlich von einem gefangenen Abbieger", erklärt Grossmann. Im Amtsdeutsch heißt das: "Die Hauptursache für den Einzug liegt darin begründet, dass ab der Kreuzung Boderitzer Straße derzeit nur ein Geradeaus-Fahrstreifen in Richtung Dippoldiswalde zur Verfügung steht. Bestände der Fahrstreifeneinzug nicht, besteht die Gefahr, dass Richtung Dippoldiswalde wollende und insbesondere ortsunkundige Verkehrsteilnehmer, die sich auf dem linken Fahrstreifen befinden, auf den derzeitigen Linksabbiegerstreifen Richtung Ortsmitte Bannewitz fahren und verpassen, rechtzeitig auf den einen bestehenden Geradeaus-Streifen zu wechseln." Alles klar? Zudem diene die "Gleitwand als optische Führung und zum Schutz vor Falschfahrten in den Gegenverkehr."

Um solche Situationen zu vermeiden hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr also sicherheitshalber vorgebeugt und wird diesen vorübergehenden Straßenverlauf auch so beibehalten, denn, so heißt es weiter: "Die derzeitige Führung des Verkehrs in Richtung Dippoldiswalde ist eine Zwischenlösung, die bis zum Beginn der Bauarbeiten am nächsten Bauabschnitt im Frühjahr 2021 Bestand hat."

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Abgebaut werde diese Verkehrsführung nach Fertigstellung des nächsten Bauabschnittes an der B 170. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich im späten Frühjahr des kommenden Jahres beginnen. Dann soll die Bundesstraße ab dem Bereich kurz vor dem Knotenpunkt Windbergstraße in Richtung Dippoldiswalde zweistreifig ausgebaut werden. 

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