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Wie geht’s weiter mit 100 Jahre Freital?

Die Stadt plant seit Jahren für ihr großes Jubiläum – und wird jetzt ausgebremst. Die Corona-Situation macht Veranstaltungen unmöglich. Manches funktioniert trotzdem.

Zum Start ins Freitaler Jubiläumsjahr wurde das Wahrzeichen der Stadt – das König-Albert-Denkmal auf dem Windberg – farbig angestrahlt.
Zum Start ins Freitaler Jubiläumsjahr wurde das Wahrzeichen der Stadt – das König-Albert-Denkmal auf dem Windberg – farbig angestrahlt. © Marko Förster

Haben Sie’s schon gemerkt? „100 Jahre Freital - wir feiern 2021 das ganze Jahr mit vielen Programmpunkten.“ So steht es am Fenster des Projektbüros, das die Feierlichkeiten organisiert und koordiniert, direkt neben dem Rathaus Potschappel. Und in der Tat: Mit dem in verschiedenen Farben erleuchteten Windbergdenkmal in der Neujahrsnacht und an den folgenden beiden Abenden gelang Freital ein weithin sichtbarer Start ins Festjahr. Und jetzt?

Es ist still geworden um das im Oktober bevorstehende Jubiläum. Die Corona-Situation fordert auch hier ihren Tribut. Thoralf Gorek, eigens für die Vorbereitungen zum großen Festjahr von der Stadt Freital eingestellt, sitzt im Projektbüro an der Dresdner Straße und wirkt etwas resigniert. „Corona hat dafür gesorgt, dass vieles nicht stattfinden kann“, sagt er. „Veranstaltungen mit Publikum sind vorerst alle gestoppt.“

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Aber aufgeben ist nicht sein Ding. Im Sinne des Mottos „Von Freitalern für Freitaler“ gebe es nach wie vor Projekte, die funktionieren. Er hebt die beiden Pflanzaktionen hervor. „100 Bäume für eine Hundertjährige“ und „100 Pflanzoasen für Freital“. Inzwischen seien für alle Bäume Spender gefunden worden. Immerhin 400 Euro braucht es pro Baum. Hinzu kommt der freiwillige Einsatz von Firmen beim Einpflanzen. „Diesen schönen Erfolg wollen wir nachhaltig fortsetzen“, sagt Gorek. Die Aktion werde über den Stadtgeburtstag hinaus weitergeführt. „Wer also noch Geld für einen Baum spenden möchte, kann dies gerne tun.“

Mehr Grün für Freital

Mehr Grün für Freital kann nicht schaden. Deshalb freuen sich die Beteiligten auch über die 100 Pflanzoasen. „Diese Aktion geht auf eine private Initiative zurück und wird mit viel Engagement von der Ideengeberin und ihren Mitstreitern belebt“, sagt Thoralf Gorek. Das sei das Prinzip der Jubiläumsfeier. Er als Koordinator bündelt die Ideen und bringt verschiedene Akteure zusammen. Aber auch das sei aufgrund der momentanen Lage sehr schwierig. Immer nur am Telefon oder per Video-Konferenz Menschen zusammenzubringen, sei eben nicht dasselbe, wie vor Ort ein Treffen mit allen Beteiligten abzuhalten.

Die Countdown-Uhr hängt im Schaufenster neben dem Rathaus in Freital-Potschappel. Das Foto entstand am 28. Januar.
Die Countdown-Uhr hängt im Schaufenster neben dem Rathaus in Freital-Potschappel. Das Foto entstand am 28. Januar. © SZ/Tilman Günther

Dennoch arbeitet das Projektbüro auch an digitalen Formaten, die ein kleines Stück dessen ersetzen sollen, was im realen Leben gerade nicht möglich ist. „Zum Frauentag soll es eine Aktion geben“, sagt Maria Migawa, die im Team der Stadt ursprünglich als Koordinatorin für den Tag der Sachsen eingestellt worden war. Der ist inzwischen auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Für den 100. Stadtgeburtstag kann sie sich dennoch einbringen.

Es ist nicht leicht dieser Tage. Umso mehr versucht auch Stadtsprecher Matthias Weigel, das Positive herauszustellen. „Der Windbergbahnverein hat ein großartiges Projekt, für das viele Ehrenamtliche sehr viel Zeit opfern“, sagt er. Eigentlich ein Dresdner Verein, unterstütze Freital die Eisenbahnfreunde so gut es geht, so Weigel. „Im Mai sollen drei Kilometer der historischen Strecke fertig sein“, erklärt er.

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Das Projektbüro für den Stadtgeburtstag bietet Termine für Besucher an. Ideen, Wünsche und Fragen können persönlich vorgetragen werden.

Am so entstehenden Endpunkt werde ein Haltepunkt eingerichtet, der „An der Leisnitz/Schloss Burgk“ heißen soll. Im Mai könne er angefahren werden. „Dann ist das hoffentlich wieder möglich.“ Überhaupt blicke man optimistisch in das Jahr. Auch das Windbergfest, das im Jubiläumsjahr auf den 7. bis 9. Mai gelegt wurde, wird in der Planung vorangetrieben. „Wir halten an diesem Termin fest“, sagt Matthias Weigel. „Sollte es da nicht möglich sein, muss es leider ausfallen. Verlegt wird es nicht.“

Alle Infos zu 100 Jahre Freital, inklusive tatsächlich stattfindender Programmpunkte, finden Sie immer aktuell im Internet.

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