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Windbergbahn darf doch nicht fahren

Der Verein wollte am Wochenende Sonderfahrten anbieten. Daraus wird wegen der Pandemie-Vorschriften nichts. Aber es gibt einen Ersatz-Termin.

Die Signale stehen für die Windbergbahn weiterhin auf Rot.
Die Signale stehen für die Windbergbahn weiterhin auf Rot. © Egbert Kamprath

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr muss der Windbergbahn-Verein seinen Fahrplan ändern. Nachdem schon der Saison-Auftakt am ersten Mai-Wochenende aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, hat es jetzt auch die nächste Veranstaltung erwischt. Wie der Verein mitteilte, wird der Fahrtag am 6. Juni ausfallen.

"Grund ist, dass die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes Sachsen alle touristischen Zugfahrten bis 13. Juni untersagt", schreibt der Verein in seinem Facebook-Auftritt.

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Dabei hatten sich die Windbergbahner so auf den Termin gefreut. Denn kürzlich konnten sie einen neuen Haltepunkt an der Leisnitz in Betrieb nehmen. Somit ist Pendelverkehr mit Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten zwischen der Leisnitz und dem Bahnhof in Dresden-Gittersee möglich.

Erste Gebirgsbahn Deutschlands

Beim Verein will man aber noch nicht aufgeben. Man hofft, am 20. Juni endlich wieder Publikumsfahrten durchführen zu können.

Der Reiz der alten Industriebahn kommt durch die Streckenführung zustande. Die Trasse windet sich von Freital-Birkigt fast sechs Kilometer den Berg hinauf und überwindet einen Höhenunterschied von 130 Meter. Sie galt bei der Inbetriebnahme 1857 als erste Gebirgsbahn Deutschlands und als zweite derartige Anlage in Europa.

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An der Leisnitz wurde ein Halt für die Windbergbahn angelegt und mit einer Sonderfahrt eröffnet. Damit erfüllt sich ein fast 100 Jahre alter Wunsch.

Von der Windbergbahn aus hat der Fahrgast noch heute manchen schönen Blick auf Freital und kurz vor dem Bahnhof Gittersee auch auf Dresden.

Zudem besitzt der Verein einen original erhaltenen Aussichtswaggon, der extra für die Strecke vor mehr als 100 Jahren gebaut wurde.

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