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Windbergfest Freital: Zurück zur Party-Stimmung

Karussell, Schlagerparty, Sportmeile: Das Windbergfest ist zurück und lockt Tausende an die Burgker Straße. Das sind die schönsten Bilder.

Bunt und laut: Im Mittelpunkt des Windbergfestes steht der Rummel mit seinen Karussells, Schießbuden und Bratwurstständen.
Bunt und laut: Im Mittelpunkt des Windbergfestes steht der Rummel mit seinen Karussells, Schießbuden und Bratwurstständen. © Egbert Kamprath

Auch wenn oft Kritik kommt, in Freital sei ja nichts los - auf das zweite Septemberwochenende trifft das definitiv nicht zu. Denn da findet traditionell das Windbergfest statt, eine Mischung aus Rummel, Jahrmarkt, Unterhaltung. Etabliert und gemocht von den einen, ignoriert von den anderen. Nun war es nach der Pause im vergangenen Jahr wieder da - und die Besucher strömten an die Burgker Straße.

Auch wenn der Eingang abgesperrt war und Desinfektionsmittelspender alle an die immer noch aktive Corona-Pandemie erinnerte, auf dem Windbergfest war davon nicht mehr viel zu spüren. Gut aufgegangen ist das Konzept der Stadt, das Festgelände in mehrere Bereiche aufzuteilen und entsprechend abzuzäunen.

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Ein Sicherheitsdienst an den Eingangspunkten zählte die Besucher, 1.000 pro Bereich waren möglich. Das funktionierte recht stressfrei und genau das hatten sich viele Besucher gewünscht: Einfach mal wieder losziehen, rumgucken, Bekannte treffen, Bratwurst essen, den Kindern einige Fahrten mit dem Karussell zu spendieren. Kopf freibekommen, an nichts Anstrengendes denken. Bowle trinken.

Schlager im Festzelt

Nur so ist es zu erklären, dass auch das Phänomen deutscher Schlager nach wie vor zieht - auch wenn es alte DDR-Größen sind, die auf der Bühne auftreten. So unterhielt am Freitag bereits Dorit Gäbler mit ihrem "Kessel Buntes" das Publikum, am Sonnabend folgte Olaf Berger. "Es brennt wie Feuer" - wohl jeder, der in den Achtzigern aus dem Windelalter schon raus war, kennt es noch.

Eine andere Art von Kultur wurde unterhalb des Berufsschulzentrums geboten. Da gab es das historische Bühnenprogramm "Freital Anno 1921", durchaus eigenwillig inszeniert. Gleich daneben hatte das Kuta-Werk wieder seine Arena aufgebaut, bis in die Nacht hinein konnte sich dort die Jugend bei satten Beats tummeln. Endlich mal was los in Freital.

Schloss Burgk im Abseits

Schade ist, dass das Schloss Burgk so abseits des Festgeländes liegt. Wer nicht weiß, dass auch dort gefeiert wird, stolpert nicht einmal zufällig hinein. Dabei hatte der Dresdner Irish Pub Tir na n'og wieder einige Folk-, Rock- und Bluesmusiker zusammengeholt, die dort auftraten.

Das wird wohl weiter ein Geheimtipp bleiben, es sei denn, die Stadt als Veranstalter strickt noch einmal am Konzept und erweitert die Festmeile Burgker Straße weiter in Richtung Schloss.

Folgt dann noch eine entsprechende Ausschilderung, bekommen vielleicht auch die Musiker im Schloss Burgk mehr Aufmerksamkeit ab.

Der gute, alte Autoscooter zieht immer: Das Fahrgeschäft war zweieinhalb Tage lang wieder ein Magnet auf dem Windbergfest.
Der gute, alte Autoscooter zieht immer: Das Fahrgeschäft war zweieinhalb Tage lang wieder ein Magnet auf dem Windbergfest. © Egbert Kamprath
An allen Ecken gab es Leckereien, hier lässt es sich Stella aus Freital am Langos-Stand von Patrick Schmidt schmecken.
An allen Ecken gab es Leckereien, hier lässt es sich Stella aus Freital am Langos-Stand von Patrick Schmidt schmecken. © Egbert Kamprath
Was wäre das Windbergfest ohne Schlagerparty? Am Sonnabend trat Olaf Berger auf und gab seine alten Hits wie "Es brennt wie Feuer" zum Besten.
Was wäre das Windbergfest ohne Schlagerparty? Am Sonnabend trat Olaf Berger auf und gab seine alten Hits wie "Es brennt wie Feuer" zum Besten. © Egbert Kamprath
Die Burgker Straße hatte sich in eine Festmeile verwandelt, mit zahlreichen Verkaufsständen auf beiden Seiten.
Die Burgker Straße hatte sich in eine Festmeile verwandelt, mit zahlreichen Verkaufsständen auf beiden Seiten. © Egbert Kamprath
Fans alter Autos kamen am Sonntag am Schloss Burgk auf ihre Kosten. Hier konnte man rund 100 Oldtimer bestaunen - der Älteste von 1925.
Fans alter Autos kamen am Sonntag am Schloss Burgk auf ihre Kosten. Hier konnte man rund 100 Oldtimer bestaunen - der Älteste von 1925. © Egbert Kamprath
Kultur gab es auch: Die Albert's Sisters präsentierten auf der Bühne unterhalb des Berufsschulzentrums ihre 1920er-Jahre-Show.
Kultur gab es auch: Die Albert's Sisters präsentierten auf der Bühne unterhalb des Berufsschulzentrums ihre 1920er-Jahre-Show. © Egbert Kamprath
Das Stadion des Friedens wurde zur Sportmeile. Hier probiert sich Nadine Rieger (re.) beim Laserschießen aus, unter Anleitung von Lisa Wirsig vom Freitaler Fitnessstudio Mega-Fit .
Das Stadion des Friedens wurde zur Sportmeile. Hier probiert sich Nadine Rieger (re.) beim Laserschießen aus, unter Anleitung von Lisa Wirsig vom Freitaler Fitnessstudio Mega-Fit . © Egbert Kamprath
Sie durften natürlich nicht fehlen: Bratwürste gab es an etlichen Ständen, laut Eigenwerbung eines Standes gab es auch "Echte Thüringer".
Sie durften natürlich nicht fehlen: Bratwürste gab es an etlichen Ständen, laut Eigenwerbung eines Standes gab es auch "Echte Thüringer". © Egbert Kamprath
Trotz Corona-Beschränkungen war es ein ausgelassenes Treiben. An den Zugängen wurden die Besucher gezählt, aber es war genügend Platz für alle da.
Trotz Corona-Beschränkungen war es ein ausgelassenes Treiben. An den Zugängen wurden die Besucher gezählt, aber es war genügend Platz für alle da. © Egbert Kamprath

Oldtimer von 1925

Beim Oldtimertreffen am Sonntag, ebenfalls im Schlosshof, funktionierte das ganz gut. Aber das Treffen gibt es auch schon länger, Stammgäste des Windbergfestes wissen das. Und so kamen viele Besucher am Sonntag in den Schlosshof, um die gut 100 alten Fahrzeuge zu bestaunen. Das älteste Auto wurde übrigens 1925 gebaut.

Zurück auf dem Festgelände, hielt der Sonntag, was verschiedene Wetterdienste vorhergesagt hatten. Es wurde sonnig, bei einigen Wolken, die aber nicht störten. Das war am Freitagabend noch ganz anders, als kurz vor 18 Uhr ein kurzes, aber heftiges Gewitter die Gäste ordentlich einweichte. Und auch am Sonnabend gab es noch einige Schauer.

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Insgesamt war es ein ausgelassenes, unbeschwertes Windbergfest. Viele hatten anderes befürchtet - mit Maskenzwang, strengen Hygienekonzept und Schlangen am Einlass. Davon keine Spur. Ein Hygienekonzept gab es zwar, man merkte es aber nur bei den Sanitäranlagen.

Insofern hält Hoffnung Einzug, dass die Pandemie vielleicht doch halbwegs beherrschbar bleibt und bald weitere Feste möglich macht. Der nächste Termin steht schon: Weihnachten auf Schloss Burgk Ende November.

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